Andreas Thom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den deutschen Fußballspieler. Zum österreichischen Schriftsteller, siehe Andreas Thom (Schriftsteller).



Andreas Thom
Spielerinformationen
Geburtstag 7. September 1965
Geburtsort Rüdersdorf bei BerlinDDR
Größe 178 cm
Position Angriff
Vereine in der Jugend
1971–1974
1974–1983
TSG Herzfelde
BFC Dynamo
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1983–1990
1990–1995
1995–1998
1998–2001
BFC Dynamo
Bayer 04 Leverkusen
Celtic Glasgow
Hertha BSC
158 (77)
161 (36)
71 (14)
51 0(5)
Nationalmannschaft

1984–1990
1990–1994
DDR (U-21)
DDR
Deutschland
3 0(0)
51 (16)
10 0(2)
Stationen als Trainer
2003
2009–2010
2010–
Hertha BSC
Holstein Kiel (Co-Trainer)
Hertha BSC (U-17)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Thom nach der Bekanntgabe des Transfers zu Leverkusen, 1989

Andreas Thom (* 7. September 1965 in Rüdersdorf bei Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und derzeitiger -trainer.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Thom spielte für den BFC Dynamo in der DDR-Oberliga und wurde mit den Ost-Berlinern unter Trainer Jürgen Bogs von 1984 bis 1988 fünf Mal in Folge DDR-Meister. Außerdem gewann der Stürmer 1988 und 1989 den FDGB-Pokal. 1988 wurde er Torschützenkönig in der DDR-Oberliga und zudem zum Fußballer des Jahres gewählt. In der DDR-Nationalmannschaft spielte er zwischen 1984 und 1990 51 Mal und erzielte 16 Treffer.

Andreas Thom setzt sich im Pokalfinale 1989 gegen drei Verteidiger des FC Karl-Marx-Stadt durch

Seinen ersten internationalen Auftritt hatte der 18-Jährige Thom im November 1983 im Europacup-Spiel bei Partizan Belgrad, nachdem sein späterer Trainerkollege von Hertha BSC, Falko Götz, sich von der Mannschaft abgesetzt hatte und deshalb ein Platz im Sturm frei wurde.

Als erster Spieler der DDR-Oberliga wechselte Andreas Thom im Januar 1990 in die Fußball-Bundesliga. Für eine Ablösesumme von 2,5 Millionen D-Mark ging er vom DDR-Rekordmeister zu Bayer 04 Leverkusen. Er debütierte am 17. Februar 1990 für die Leverkusener, als er in einem Nachholspiel gegen Homburg zum Einsatz kam.[1] Hierbei erzielte er auch den Treffer zum 1:0. Bis 1995 spielte er für Leverkusen und bildete mit dem von Dynamo Dresden ebenfalls frühzeitig in die Bundesliga gewechselten Ulf Kirsten zusammen ein sehr erfolgreiches Sturm-Duo (161 Bundesligaspiele, 37 Tore). Mit Leverkusen gewann er in Berlin den DFB-Pokal 1993 gegen die Amateure von Hertha BSC. Von 1995 bis 1997 gab er ein Gastspiel bei Celtic Glasgow in Schottland, bevor er nach Berlin zurückkehrte und - nunmehr im Westteil Berlins - bei Hertha BSC (51 Bundesligaspiele, 5 Tore) spielte.

Für die deutsche Fußballnationalmannschaft bestritt er bis 1994 zehn Länderspiele und erzielte dabei zwei Tore. Eines davon schoss er wenige Sekunden nach seiner Einwechslung bei seinem Debütspiel im Dezember 1990 gegen die Schweiz, welches auch das erste Spiel der „gesamtdeutschen“ Mannschaft nach der Wiedervereinigung war. 1992 wurde er mit dem Team bei der Europameisterschaft in Schweden Vize-Europameister.

Karriere als Trainer[Bearbeiten]

Nach der Ablösung von Huub Stevens bei Hertha BSC war Thom kurzzeitig Cheftrainer, bevor ihn Hans Meyer ablöste und Hertha vor dem Abstieg bewahrte. Thom blieb Co-Trainer und hatte diese Position auch unter dem neuen Trainer Falko Götz inne. Am 10. April 2007 wurde er zusammen mit Götz wegen anhaltender Erfolglosigkeit entlassen.

Am 15. Dezember 2008 wurde bekanntgegeben, dass Thom ab dem 5. Januar 2009 Co-Trainer bei Regionalligist Holstein Kiel unter Falko Götz werde.[2] 2009 gelang als Meister der Regionalliga Nord der Aufstieg in die 3. Liga. Nach der Entlassung von Götz blieb Thom unter dem neuen Trainer Christian Wück dem Verein treu.

Am 15. Februar 2010 trennte sich Holstein Kiel dann von Andreas Thom. Als Grund nannte der Verein ein gestörtes Vertrauensverhältnis zwischen dem ehemaligen Fußballspieler und der Mannschaft.[3]

Seit der Saison 2010/11 betreut er die U17-Auswahl von Hertha BSC.

Belege[Bearbeiten]

  1.  Axel Hesse, Sport Bild (Hrsg.): Wie war das eigentlich, ... Andreas Thom?. Nr. 51/52, 19. Dezember 2012 (Interview mit Andreas Thom).
  2. Götz und Thom nach Kiel! 15. Dezember 2008 auf kicker.de
  3. Heemsoth ersetzt Thom 15. Januar 2010 auf kicker.de

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andreas Thom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien