Ariel Atias

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ariel Atias

Ariel Atias (hebräisch: אריאל אטיאס‎; * 13. November 1970 in Tel Aviv) ist ein israelischer Politiker, der derzeit Abgeordneter der Knesset für die Schas-Partei und amtierender Minister für Bauen und Wohnen ist.

Biographie[Bearbeiten]

Atias wurde in Tel Aviv geboren und wuchs in Bnei Berak auf; seine Eltern wanderten 1968 aus Marokko aus.

Atias wurde über die Liste der Schas nach den Wahlen 2006 in die Knesset gewählt. Im Mai 2006 wurde er zum Minister für Kommunikation ernannt. 2007 versuchte er ein Gesetz durchzubringen, das im Internet die Darstellung von Gewalt und Sex sowie Glücksspiele zensiert.[1]

Nach den Wahlen 2009 konnte er seinen Sitz im Parlament behalten und wurde zum Minister für das Wohnungswesen bestimmt.

Atias spricht sich für eine räumliche Trennung sowohl von jüdischen und arabischen Bewohnern Israels als auch von religiösen und säkularen Juden aus. Bei einer Konferenz der Israelischen Rechtsanwaltskammer sagte er:

„Ich, als ein orthodoxer Jude, denke nicht, dass religiöse Juden in demselben Viertel leben sollten wie säkulare Paare, damit unnötige Spannungen vermieden werden.“

Über die arabische Bevölkerung Israels meinte er ferner:

„Ich sehe es als nationale Pflicht an, die Ausbreitung einer Bevölkerunggruppe zu verhindern, die, gelinde gesagt, den Staat Israel nicht liebt.“[2]

Atias ist Vater von vier Kindern und wohnt derzeit in Jerusalem.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Big brother in Israel? Communication minister and academician debate internet censorship bill auf ynetnews.com, 21. Juli 2007
  2. „I, as an ultra-Orthodox Jew, don't think that religious Jews should have to live in the same neighborhood as secular couples, so as to avoid unnecessary friction.“; „I see [it] as a national duty to prevent the spread of a population that, to say the least, does not love the state of Israel.“ (Housing Minister: Spread of Arab population must be stopped auf haaretz.com, 2. Juli 2009)