Arija

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Arija
v.l.n.r.: Maxim Udalow, Sergei Popow, Wladimir Cholstinin, Michail Schitnjakow, Witali Dubinin
v.l.n.r.: Maxim Udalow, Sergei Popow, Wladimir Cholstinin, Michail Schitnjakow, Witali Dubinin
Allgemeine Informationen
Genre(s) Heavy Metal
Gründung 1985
Website http://www.aria.ru/
Aktuelle Besetzung
Michail Schitnjakow
Wladimir Cholstinin
E-Gitarre, Gitarre
Sergei Popow
Bass, Gesang
Witali Dubinin
Maxim Udalow

Arija (russ. Ария, Arie), eine der ersten und erfolgreichsten Heavy-Metal-Gruppen der Sowjetunion, später Russlands [1]. Gegründet im Jahre 1985.

Werdegang[Bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten]

Gründungsmitglied Wladimir Cholstinin

Im Frühjahr 1985 begannen Alik Granowski und Wladimir Cholstinin an ihrem Debütalbum Manija Welitschija zu schreiben. Nachdem sie Viktor Weckstein zum Verwalter ihrer künftigen Musikgruppe erhoben und sich die Erlaubnis, in seinem Studio aufzunehmen, gesichert hatten, gab es nur noch wenige freie Positionen, die es zu besetzen galt. Von Lejsja Pesnja (Лейся песня) holten sie sich den Sänger Waleri Kipelow, Schlagzeuger Alexander Lwow und Keyboarder Kirill Pokrowski kamen von Pojuschtschie Serdza (Поющие сердца, Singende Herzen). Damit bestand Arija beachtlicherweise gänzlich aus Ex-Mitgliedern anderer Musikgruppen, denn auch Granowski und Cholstinin stammten aus der Gruppe Alfa (Альфа). Die Veröffentlichung des Debütalbums am 31. Oktober des Jahres galt zugleich als die Geburtsstunde Arijas und wird bis auf den heutigen Tag von Arija jährlich gefeiert. Schon im nächsten Jahr kam nach dem Erfolg des ersten das zweite Album namens S kem ty? heraus. Mittlerweile hatte man sich extra für die Konzertauftritte auch einen zweiten Gitarristen ins Boot geholt. Andrei Bolschakow von der Gruppe Bim Bom (Бим бом) besetzte künftig diese Position. Außerdem wurde Lwow, der nun weiterhin als Klangtechniker fungierte, von Igor Moltschanow (auch von der Gruppe Alfa) am Schlagzeug ersetzt. Arija errang bereits mit dem zweiten Album viele Plätze in den Hitparaden von allerlei Zeitungen.

Die Wiedergeburt[Bearbeiten]

Bassist Witali Dubinin

Im folgenden Jahr 1987 zerrissen schwere Dispute die Gruppe und nach einer Tour im Januar quittierten Granowski, Bolschakow, Pokrowski und Moltschanow; nur Kipelow und Cholstinin blieben zurück. Wider Erwarten wurden die leeren Posten neu besetzt mit Witali Dubinin als Bassist, Sergei Mawrin als zweiter Gitarrist und Maksim Udalow als Schlagzeuger; und nach einer gemeinsamen Tour waren auch alle Gerüchte über den Tod der Gruppe wieder aus der Welt geschaffen. Mit ihrem dritten Album Geroj Asfalta erzielten Arija im August 1987 erste Verkaufserfolge: über eine Million verkaufte Tonträger, alle Arija-Touren waren ausgebucht und ein Musikvideo zu Uliza ros (Улица роз, Straße der Rosen) mit tosenden Fanmassen konnte 1988 gedreht werden. Zudem traten in diesem Jahr Arija zum ersten Mal in Berlin vor 120 000 Zuschauern auf. Im Oktober des Jahres baute sich allerdings ein großer Konflikt zwischen der Gruppe und ihrem Verwalter Weckstein auf, wodurch Udalow frustriert die Gruppe verließ. Schließlich fand man Ersatz in Alexander Manjakin und auch der Verwalter wurde durch Juri Fischkin ersetzt. Gemeinsam schrieb man nun am neuen Album Igra s ognjom, das 1989 herauskam. 1990 unterschrieben die beiden Mitglieder Dubinin und Mawrin einen Vertrag mit einer deutschen Musikgruppe und verschwanden nach München. Ihre Plätze wurden ersetzt durch Dmitri Gorbatikow und Alexej Bulkin, jedoch kehrten schon fünf Monate später die beiden aus Deutschland zurück und man spielte ab August wieder in der alten Aufstellung. Im Oktober begannen die Arbeiten an dem nunmehr fünften Album Krow sa krow und nach einem ausgiebigen Festival zum fünfjährigen Bestehen von Arija kündigte man an, die Gruppenaktivitäten ein wenig zurückzufahren.

Nach der Pause[Bearbeiten]

Gitarrist Sergej Mawrin, 2005

1994 ließ die Gruppe wieder von sich hören, als sie ein eigenes Studio Aria Records gründete und einen Fünfjahresvertrag mit MOROZ Records unterschrieb. Arija tourte wieder in Deutschland zwei Wochen lang, wo sie Konzerte in sieben Städten gab (u. a. im Hard Rock Cafe Berlins). Allerdings verschlechterte sich das Verhältnis zwischen der Gruppe und den Organisatoren im Verlauf der Tour zusehends. Nachdem diese beendet war, erschien auch Sänger Waleri Kipelow nicht mehr im Studio und man suchte zwischenzeitlichen Ersatz in Alexej Bulgakow. Im Januar 1995 verließ daraufhin Sergej Mawrin die Gruppe in dem Glauben, dass Arija ohne Kipelow einfach nicht erfolgreich sein könnte. Auch er wurde, zuerst nur zeitlich bedingt, durch Sergej Terentjew ersetzt. Terentjew wurde später aber permanentes Mitglied der Gruppe. Kipelow sang währenddessen für Master (Мастер), eine Musikgruppe, die aus denjenigen alten Arija-Mitgliedern besteht, die 1987 die Gruppe verlassen haben. Kipelow kehrte jedoch zurück, nachdem MOROZ Records ihm mit Sanktionen wegen eines Vertragsbruches drohten und man begann mit der Aufnahme des neuen Albums. Vier Jahre nach der Veröffentlichung von Krow sa krow erschien dieses letztendlich gegen Ende des Jahres unter dem Namen Notsch korotsche dnja. Des Weiteren wurde noch ein Video zu Wosmi mojo serdze (Возьми моё сердце, Nimm mein Herz) aufgenommen und der Verwalter wurde durch Sergej Sadora ersetzt. Die Gruppe veranstaltete wieder eine Reihe von Konzerten und nahm auch ihr erstes Konzertalbum Sdelano w Rossii auf, welches wiederum 1996 erschien. Im Sommer 1997 beschäftigte sich Arija auch mit zwei weiteren Projekten: Einerseits schrieb Kipelow mit den ehemaligen Mitgliedern Mawrin und Granowski an Smutnoje wremja (Смутное время, Aufregende Zeit) und anderseits wurde AwArija (АвАрия, Havarie) durch Dubinin, Cholstinin und Manjakin realisiert. Außerdem schrieb man schon an dem neuen Album Generator sla, welches dann 1998 herausgegeben wurde. Mitte 1999 schrieben Arija an dem Tributalbum Tribute to Harley-Davidson und zur Jahrtausendwende erschien Dwe-tysjatschi-i-odna notsch (2000-и-одна ночь, 2000 und eine Nacht). Die nunmehr sechzehn Jahre alte Gruppe veröffentlichte im April 2001 Chimera. Hervorzuheben wäre das Lied Schtil (Штиль, Windstille), das Arija zusammen mit Udo Dirkschneider aufnahm, dem Sänger der deutschen Band U.D.O. sowie ex-Sänger von Accept. Dirkschneider nahm am Dreh des Musikvideos sowie an der folgenden Chimera-Tour teil.

Die jüngsten Tage[Bearbeiten]

Sänger Artur Berkut

Allerdings kam es bald wieder zu Spannungen zwischen den Musikern und der Verwaltung. Während der Tour Klassitscheskaja arija (Классическая Ария, Klassische Arie) kündigte Sänger Kipelow an, dass er eine eigene Gruppe gründen möchte und weigerte sich, seine Stimme für das von Cholstinin und Dubinin bereits geschriebene Album zu geben. Als die Tour, mittlerweile von der Verwaltung Grüne Meile (Synonym für den Weg zur Gaskammer) genannt, letztendlich in einem letzten Konzert namens Sudnyj djen (Судный день, Der jüngste Tag) am 31. August 2002 gipfelte, verließen Kipelow, Terentjew und Manjakin die fünfköpfige Gruppe und gründeten tags darauf ihre eigene Musikgruppe, die sie zu Ehren ihres Sängers Kipelow benannten. Wiederum befand sich Arija in einer schweren Krise. Es kursierten Gerüchte, dass Cholstinin nun Arija völlig aufgeben würde und ebenfalls eine neue Gruppe namens Chimera startete. Doch letztlich fand man Ersatz für die verwaisten Posten. Aus der Gruppe Zooom sollte Artur Berkut künftig am Mikrofon stehen und Sergej Popow die zweite Gitarre spielen. Außerdem wurde Maksim Udalow für das Schlagzeug wieder zurückgeholt. Schon Ende des Jahres arbeitete man gemeinsam an einigen neuen Varianten von Schtil und Kolisej (Колизей, Kolosseum). Auch ein neues Konzertalbum namens W poiskach nowoj schertwy wurde 2003 veröffentlicht. Schon im selben Frühjahr erschien das neue Album Kreschtschenie ognjom und damit auch ein Video zu Kolisej. 2004 erschien erneut ein Konzertalbum, diesmal mit dem Namen Schiwoj ogon, welches mit CDs und DVDs herausgegeben wurde. Schon im Herbst desselben Jahres kündigte man das neue Album Armageddon an, das 2006 erschien. Zuvor wurde aber noch der Auszug Tschuschoj (Чужой, Fremder) veröffentlicht. Zuletzt wurde 2007 ein neues Konzertalbum Pljaska ada herausgegeben.

Besetzung[Bearbeiten]

Gitarrist Sergei Popow

Der bewegte Werdegang der Gruppe spiegelt sich in ihrer sich ständig ändernden Besetzung wieder. Nach eigener Geschichtsschreibung spielt die Gruppe nun in ihrer siebenten Aufstellung. [2] Vor allem kurz nach der Gründung wurden viele Mitglieder eingetauscht, aber auch der Wegfall des Sängers Waleri Kipelow zog weitere personelle Änderungen nach sich. Jüngstes Mitglied ist derweil Michail Schitnjakow. Das älteste und gleichzeitig einzige ständige Mitglied ist Wladimir Cholstinin.

Ehemalige Mitglieder
Artur Berkut Артур Беркут Gesang 2002—2011
Andrei Bolschakow Андрей Большаков Gitarre 1985—1986
Alik Granowski Алик Грановский Bass 1985—1986
Waleri Kipelow Валерий Кипелов Gesang 1985—2002
Aleksander Lwow Александр Львов Schlagzeug 1985
Aleksander Manjakin Александр Манякин Schlagzeug 1988—2002
Sergei Mawrin Сергей Маврин Gitarre 1987—1995
Igor Moltschanow Игорь Молчанов Schlagzeug 1985—1986
Kirill Pokrowski Кирилл Покровский Keyboard 1985—1986
Sergei Terentjew Сергей Терентьев Gitarre 1995—2002

Viele ehemalige Mitglieder haben ihrerseits bekannte russische Musikgruppen gegründet, z.B. Master, Kipelow, Mawrin, Arterija, Artur Berkut und Gorky Park. [3]

Diskografie[Bearbeiten]

1985 Manija Welitschija Мания величия Größenwahn
1986 S kem ty? С кем ты? Mit wem bist du?
1987 Geroj asfalta Герой асфальта Der Held des Asphalts
1989 Igra s ognjom Игра с огнём Spiel mit dem Feuer
1991 Krow sa krow Кровь за кровь Blut um Blut
1995 Notsch korotsche dnja Ночь короче дня Die Nacht ist kürzer als der Tag
1996 Sdelano w rossii Сделано в России Hergestellt in Russland (Konzertaufnahme)
1998 Generator sla Генератор зла Generator des Bösen
2001 Chimera Химера Chimäre
2003 W poiskach nowoj schertwy В поисках новой жертвы Auf der Suche nach einem neuen Opfer (Konzeraufnahme)
2003 Kresschenie ognjom Крещение огнём Feuertaufe
2004 Schiwoj ogon Живой огонь Lebendes Feuer (Konzertaufnahme)
2006 Armageddon Армагеддон Armageddon
2007 Pljaska ada Пляска ада Höllentanz (Konzertaufnahme)
2011 Feniks Феникс Phönix

Demoalben und Singles nicht aufgelistet

Wissenswertes[Bearbeiten]

Die Gruppe wurde von den Medien auch auf Iron Maiden Russlands getauft, obwohl ihre Musik nur auf den anfänglichen Alben direkt zu vergleichen ist.

Anlässlich des 100. Firmenjubiläums von Harley Davidson legten Arija zusammen mit Till Lindemann und Richard Kruspe von Rammstein ihren Titel Schtiel (Штиль) neu auf. Diese wurde in einer Auflage von lediglich 400 Exemplaren veröffentlicht.

Referenzen[Bearbeiten]

  1. «Ария: Длинная песня» — Дед Звукарь, Zvuki.ru
  2. «Дерево группы АРИЯ» aria.ru
  3. «Арии из разных опер» — Александр ПОЛЯНСКИЙ, cfin.ru
 Commons: Arija – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien