Aufbau

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Dieser Artikel befasst sich mit der Zeitung/Zeitschrift Aufbau. Zu weiteren Bedeutungen siehe Aufbau (Begriffsklärung).
Aufbau
Aufbaulogo.svg
Beschreibung Jüdisches Monatsmagazin
Sprache Deutsch
Erstausgabe 1. Dezember 1934
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 4.500 Exemplare
Chefredakteur Yves Kugelmann
Herausgeber Serenada Verlag AG
Geschäftsführer Susanne Braginsky
Weblink www.aufbauonline.com
ISSN 0004-7813
Der „Aufbau“, Ausgabe 1 vom 1. Dezember 1934

Aufbau ist der Name einer deutsch-jüdischen Zeitung, die 1934 gegründet wurde. Bis 2004 war ihr Sitz in New York. Seit Februar 2005 wird sie in Zürich mit dem vollständigen Titel Aufbau. Das jüdische Monatsmagazin unter der ISSN 0004-7813 produziert.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 1934 erschien der Aufbau erstmals als zunächst kostenloses Vereinsblatt des „German Jewish Club“, des späteren „New World Club“ in New York. Es entwickelte sich rasch zur wichtigsten Informationsquelle und Anlaufstelle für jüdische und andere deutschsprachige Flüchtlinge in den Vereinigten Staaten. Mit dem Wort „Aufbau“, dessen englische Form „Reconstruction“ zeitweise als Untertitel diente, war die Erneuerung des deutsch-jüdischen Lebens in den USA gemeint. Die Metapher gibt es auch in der Parole „Wir bauen auf“ der Zionisten in Palästina; sie war in der Weimarer Republik als Hoffnungssymbol weit verbreitet

Von deutschen und österreichischen Emigranten als Forum, kulturelle Plattform und Sprachrohr gegründet, war es während der Zeit des Nationalsozialismus das wichtigste Organ der in die USA geflüchteten deutschsprachigen Juden und anderer Flüchtlinge. Mitarbeiter im Herausgebergremium waren zeitweise Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Thomas Mann und Stefan Zweig. Langjähriger Chefredakteur ab 1939 war Manfred George, der ein wöchentliches Erscheinen durchsetzte.

Bekannte Autoren waren Hannah Arendt, Max Brod, Martin Buber, Oskar Maria Graf, Heinrich Eduard Jacob, Ludwig Marcuse, Hertha Pauli, Alfred Polgar, Curt Riess, Hans Sahl, Will Schaber, Gershom Scholem, Helmut Kuhn und Carl Zuckmayer.

Alle zwischen 1934 und 1950 erschienenen Artikel wurden in digitalisierter Form im Juni 2004 von der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) online gestellt. Ende 2004 erwarb der Zürcher Verlag Jüdische Medien AG die Verlagsrechte an der Emigrantenzeitung.[1]

Seit Januar 2005 erschien der Aufbau als Monatsmagazin. Derselbe Verlag gibt auch die Zeitschrift Tachles heraus. Diese Verlegung nach Europa sollte der seit 1989 veränderten Situation der jüdischen Gemeinde in Deutschland Rechnung tragen, an der auch die internationale Leserschaft deutscher Sprache Interesse zeigt. Die Zeitschrift vertritt pluralistische, humanistische und universalistische Ansätze. Seit 2009 erscheint sie am selben Ort in der Serenada AG unter der Herausgeberin Susanne Braginsky. Über die neue Struktur und das Verhältnis zu Tachles informierte eine Notiz in Heft 1/2009 dieser Zeitschrift.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. «Aufbau» wird Monatsmagazin. Netzeitung. 20. September 2004. Abgerufen am 6. Juni 2009.