Bürgerliches Brauhaus

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bürgerliches Brauhaus (Begriffsklärung) aufgeführt.
Das Betriebsgelände in Haidhausen, um 1891

Die Aktiengesellschaft Bürgerliches Brauhaus München war eine Münchner Großbrauerei.

Die Geschichte des Bürgerbräus geht zurück auf zwei Brauereien in der historischen Münchner Altstadt. Die Brauerei des Jörg Hafner in der Burgstraße 16b ist ab 1490 nachgewiesen, im Nachbarhaus Burgstraße 16a bestand eine weitere Brauerei, die nach Leonhard Kempter als Kempterbräu bezeichnet wurde. Hafners Brauerei wurde von 1667 bis 1703 von Martin Zenger geführt, sein Sohn vereinigte Anfang des 18. Jahrhunderts die beiden Brauereien unter dem Namen Zengerbräu. 1840 wurde die Brauerei von Josef und Kreszentia Hierl gekauft, das Brauhaus in der Altstadt brannte 1842 ab.[1]

Daraufhin wurde ein neues Brauereigelände in Haidhausen angelegt, zwischen der Rosenheimer und der Kellerstraße. 1851 kaufte der Sohn der Gründer, Xaver Hierl das Braurecht des Angerklosters und vereinigte es mit dem Familienbetrieb. Nach dem Tod Xaver Hierls 1879 betrieb seine Witwe Wally 1880 mit Unterstützung ihres Schwiegersohns, dem Bauunternehmer Jakob Heilmann, die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.[2] und benannte den Betrieb um. So entstand die Brauerei Zum bürgerlichen Bräuhaus.[3]

Am 28. Dezember 1921 fusionierte das Bürgerliche Brauhaus rückwirkend zum 1. September 1920 mit der Aktienbrauerei zum Löwenbräu. Zum Zeitpunkt der Fusion verfügte es über eine Brauerei, eine Tennenmälzerei, vier Großschankstätten (Bürgerbräukeller in München-Haidhausen, Restaurant Bürgerbräu in der Innenstadt, Bürgerbräuterrassen in Pullach, Menterschwaige). 1931 wurde der Braubetrieb in Haidhausen eingestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Behringer, Löwenbräu. Von den Anfängen des Münchner Brauwesens bis zur Gegenwart. München 1991.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Astrid Assel, Christian Huber: München und das Bier. Volk Verlag 2009, ISBN 978-3-937200-59-0, Seite 160
  2. Dorle Gribl: Villenkolonien in München und Umgebung – Der Einfluß Jakob Heilmanns auf die Stadtentwicklung. Buchendorfer Verlag, 1999, ISBN 3-934036-02-3, Seite 19
  3. Astrid Assel, Christian Huber: München und das Bier. Volk Verlag 2009, ISBN 978-3-937200-59-0, Seite 182

48.12911.5939Koordinaten: 48° 8′ N, 11° 36′ O