Benutzer:Florean Fortescue

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Die Vita sancti Willehadi ist eine frühmittelalterliche, hagiographische Schrift aus der Karolingerzeit. Sie ist auf Latein abgefasst und zeichnet den Lebensweg von Willehad nach, der als christlicher Missionar in Friesland tätig und schließlich erster Bischof von Bremen war. Obwohl er erst nach 860 heiliggesprochen wurde, wird er im Titel bereits als Heiliger verehrt. Stadtgeschichtlich interessant ist die Vita auch auf Grund der zahlreichen Erst-Erwähnungen von Dörfern und Orten in Nordwestdeutschland. Die bekannteste von ihnen dürfte jene Bremens sein, die rückwirkend aus dem Jahr 782 datiert.

Verfasser und Herkunftsort der Vita Willehadi sind nicht bekannt. Neuere Forschungen legen jedoch als Autor einen Mönch oder sonstigen Geistlichen aus der Reichsabtei Echternach nahe. Als Terminus post quem – also als Zeitpunkt, vor dem das Dokument unmöglich geschrieben worden sein kann – gilt 837. In diesem Jahr starb Willehads Nachfolger im Bischofsamt, Willerich. Da die Vita vom „bonae memoriae Willericus“[1] spricht, musste er zum Zeitpunkt der Entstehung der Vita bereits verstorben sein. Die Schilderung mancher Einzelheiten – beispielsweise des Sachsenaufstandes um 782 mit namentlicher Aufführung der ermordeten Gefährten Willehads und exakten geographischen Angaben – zeigt aber, dass der Verfasser „aus einer noch lebendigen Überlieferung schöpfte“[2] und Willehad möglicherweise noch persönlich gekannt hat. Daher ist die Vita wohl nicht lange nach dem Terminus post quem entstanden.

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Danny Pelfrey

Verbleib und Forschungsstand[Bearbeiten]

Von der Vita Willehadi existieren heutzutage nur noch drei bekannte Exemplare. Eines lagert im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen in Münster [I, 228 (saec. XII)], eine aus Echternach stammende Abschrift aus dem 12. Jahrhundert in der Pariser Bibliothèque nationale de France [lat. 9738 (saec. XII), Bl. 47v–55v]. Darüber hinaus entdeckte Klemens Honselmann Anfang der 1950er Jahre ein Fragment in Paderborn.

Dass die wenigen historischen Überlieferungen bezüglich der Vita auf den ersten Blick nur wenig Anhaltspunkte liefern, die Aufschluss über Herkunftsort und Verfasser geben könnten, ist einer der Hauptgründe, weshalb sich die Wissenschaft bislang nur selten kritisch mit der Schrift auseinandergesetzt hat. Von Beudeutung sind lediglich ihre Behandlung in Georg Dehios Habilitationsschrift 1876[3] sowie ein Kommentar von Albert Poncelet zur Edition der Vita 1910.[4] Darüber hinaus edierte Georg Heinrich Pertz die Vita im Jahr 1829[5] und der ebenfalls im Umfeld der Monumenta Germaniae Historica tätige Friedrich Gerß fertigte Mitte des gleichen Jahrhunderts in Hannover eine Abschrift eines Viten-Fragments. Am intensivsten befasste sich bislang Gerlinde Niemeyer mit der Vita Willehadi. Sie veröffentlichte 1956 im Deutschen Archiv für Erforschung des Mittelalters einen richtungsweisenden Aufsatz, in dem sie die Herkunft unter neuen Gesichtspunkten analysierte.

Inhalt[Bearbeiten]

In diesem Zusammenhang erfolgt in Abschnitt 6 auch die berühmte Ersterwähnung Bremens, wobei darauf hinzuweisen ist, dass es sich auf Grund des späteren Abfassungsjahres der Vita um eine nachträgliche Erstnennung handelt:

Verum sequenti anno, instigante diabolo totius boni invido, quidam exstitit perversioris consilii Widikindus, qui rebellare contra regem visus Carolum, multam secum Saxonum multitudinem aggregavit: qui etiam unanimiter eos qui in fide Christi stabiles videbantur persequi ac punire; servos quoque Dei per loca quaeque vagantes dispergere, atque a finibus suis effugare coeperunt. Qua persecutione commota servum Dei contigit, secundum mandatum Domini praecipientis: Si vos persecuti fuerint in una civitate, fugite in aliam; de Wigmodia transire in Cibhriustri; ibique conscendens navim, mare circa Fresiam transfretavit: sicque, opitulante Christi gratia, persecutionem eorum evasit. Porro Saxones crudelitatem, quam circa Magistrum nequiverant, in discipulos ipsius exardescente ira ferventius exercuerunt. Siquidem Folcardum presbyterum cum Emmingo comite in pago denominato Leri, Benjamin autem in Cibhriustri, Atrebanum vero clericum in Thiatmaresgao, Gerwalum quoque cum sociis suis in Brema, odio nominis Christiani gladio peremerunt. Et ipsis quidem ita ad regna coelestia effusione proprii sanguinis feliciter evocatis, persecutionis tamen procella diutius postmodum rebellantibus desaevit Saxonibus.[6]





Wunderheilungen am Grab Willehads

  • zählt zu den wichtigsten viten der karolingerzeit


  • die lücke zwischen seiner Bischofsweihe ind caput 8 und seinem Tod in Caput 10 füllt der Autor mit allgemeinen Infos über Willehads frommen Lebenswandel
  • der verfasser kennt den namen des damaligen könig northumbriens, alachrat
  • er er wähnt nichts über willehads jugend
  • zeichnet seinen lebensweg über dokkum ("lange zeit"), den gau humarcha (provinz groningen) und den südlicher gelegenen drenthegau, wo er "längere zeit" verweilte
  • einsetzung in sachsen durch könig karl
  • aufstand widukind, der verfasser kann aber nicht den fluchtweg willehads nachverfolgen
  • nächste station ist sein aufenthalt in der lombardei bei könig pippin im rahmen einer pilgerfahrt nach rom
  • audienz bei papst hadrian wird nur kurz erwähnt (caput 7)
  • bis zur wiederaufnahme der sachsenmission weilte er in echternach
  • sehr genaue beschreibung: zwei jahre. berichtet von den aus sachsen vertriebenen oder geflohenen schülern w, die sich hier wieder um ihn versammeln. berichtet von seinem leben als klausner und seinen publikationen
  • berichtet, dass viele (multi) in echternach durch ihn zu einem besseren leben bekehert worden seien. er wirkte reformierend und beispielhaft in seinem lebenswandel.

Herkunft und Verfasser[Bearbeiten]

Ausschluss Bremens als Herkunftsort[Bearbeiten]

Über mehere Jahrhunderte galt Bremen unausgesprochen als wahrscheinlichster und angenommener Abfassungsort der Vita Willehadi, vor dadurch begründet, dass Willehad in der Stadt an der Weser Bischof war und man ihn daher dort am Besten gekannt habe. Der Kleriker und Theologente Adam von Bremen gab beispielsweise in seinen Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum (zwischen 1070 und 1076) den Bremer Erzbischof Ansgar als Verfasser an. Dabei handelte es sich allerdings um einen Irrtum, da die Vita zusammen mit den tatsächlich von Ansgar geschriebenen Miracula s. Willehadi überliefert worden war. Dennoch hielt sich diese Ansicht lange.

Während Albert Poncelet, der Theologieprofessor Kurt-Dietrich Schmidt (1896–1964) sowie der Benediktiner und Hagiologe Alfons Maria Zimmermann die Annahme der Entstehung der Vita außerhalb Bremens als unwahrscheinlich abtaten und gleichfalls einen Bremer Kleriker als Verfasser vermuteten, schloss Ludwig Dehio daraus, dass Ansgar in den Miracula die Vita weder erwähnt noch benutzt und umgekehrt der Verfasser der Vita keine Kenntnisse der Miracula zeigt, dass die Autoren ihre Werke gegenseitig nicht gekannt hätten und die Vita daher nicht in Bremen verfasst sein könnte.[7]

In ihrem Aufsatz von 1956 machte Gerlinde Niemeyer die Frage der Herkunft der Vita Willehadi zum Hauptthema und begann mit einem ausführlich argumentierten Ausschluss Bremens aus der Liste potentieller Verfassungsorte. Zunächst führt sie an, dass die Schrift in keiner Weise die kirchenpolitischen Wirren erwähnt, die in den 850er Jahren in Bremen herrschten. Darüber hinaus habe es vor der Einsetzung Ansgars 845 weder in der Stadt noch im gesamten Bistum ein Kloster gegeben, in dem die Vita hätte entstehen können[8] – das in der Vita zur Nachahmung aufgestellte Frömmigkeitsideal ist jedoch streng asketisch und weist auf klösterlichen Ursprung hin. Ferner bezweifelte sie zum einen, dass im damals geopolitisch noch sehr unbedeutenden Bremen (der Ort besaß noch nicht einmal Marktrechte) mit nur sehr kleiner Geistlichkeit die Vita hätte geschrieben werden können, ohne dass Ansgar davon Kenntnis bekommen hätte, und zum anderen, dass dort damals die zur Abfassung der Vita benutzte Literatur (zum Beispiel die Lorscher Annalen, die Vita Willibrordi von Alkuin und die Vita Benedicti von Gregor dem Großen) zugänglich gewesen sei. Niemeyer stellt verstärkend außerdem dar, dass die allgemeine Willehad-Überlieferung im früh- und hochmittelalterlichen Bremen sehr spärlich und nicht einmal dessen Lebensdaten bekannt waren. Zudem sieht sie auch die in der Vita vermittelte sachsenfeindliche Einstellung des Autors als Argument gegen Bremen als Abfassungsort. Bei diesem müsse es sich vielmehr um einen Ort handeln, der bereits länger christianisiert und befriedet war.[9] Als weiteren Punkt, der gegen Bremen als Herkunft der Schrift spräche, nennt Niemeyer die Genauigkeit der Willehad zugeschriebenden Einzelcharakteristika. So erwähnt die Vita beispielsweise, dass er keinen Wein getrunken habe.[10] Dieses Detail ist allerdings nur für Verfasser und Leser in einer Region bedeutsam, in der Weingenuss bereits damals üblich war. In Bremen gab es das Getränk zur entsprechenden Zeit noch nicht.[11] Ihr fiel auch auf, dass bei der Bezeichnung Willehads als Bischof von Bremen sowie bei der Nennung der Stadt selbst regelmäßig das lateinische Possessivpronomen noster (de.: unser) fehlt, dessen Setzung eigentlich erwartbar gewesen wäre, wäre die Vita direkt in Bremen geschrieben worden. Lediglich von pater noster (unser Vater) in Bezug auf Willehad ist die Rede; für diese Bezeichnung genügt es jedoch, wenn der Verfasser ein Schüler oder Nacheiferer des Bischofs gewesen ist – sie ist vom geographischen Standpunkt unabhängig.[11] Schließlich wies Niemeyer noch auf die vom Verfasser selbst gegebenen Hinweise seiner Verortung hin. So schrieb er zum Beispiel, dass er von den Wundern, die sich nach Willehads Tod in Bremen zugetragen hätten, nur durch Erzählungen anderer Kenntnis hat. Demnach war er nicht selbst vor Ort. Auch erwähnte er die die „wunderbare Schönheit“[10] des von Willehad errichteten Holzdomes, der beim Tod seines Nachfolgers Willerich aber schon gar nicht mehr vorhanden war, und zeigte keine Kenntnis vom neuen Steinbau.

Neudefinition der Herkunft[Bearbeiten]

Die Verortung der Vita Willehadi – unter der Maßgabe, dass sie nicht in Bremen entstanden sein kann – erfordert sowohl eine Betrachtung der Lebensumstände Willehads als auch bestimmter Eigenheiten der Schrift selbst. Der österreichische Historiker und Diplomatiker Heinrich Fichtenau bezeichnete die Vita 1949 schlicht als „sächische Quelle“.[12] Niemeyer merkte im Gegensatz dazu an, dass Willehad außerhalb Bremens nicht nennenswert in Stammesgebieten der Sachsen gewirkt hätte und man zwar eine persönliche Bekanntschaft mit Liudger nicht ausschließen kann, es aber unwahrscheinlich sei, dass eine Biographie über Willehad mehr als dreißig Jahre nach Liudgers Tod in Sachsen entstanden sei. Zudem hätten sächsiche Heiligen-Viten des 9. Jahrhunderts das Merkmal, ihren Protagonisten Weissagungen und Visionen zuzuschreiben, was in der Vita Willehadi nicht der Fall ist. Niemeyer überprüfte daraufhin die Wirkstätten Willehads vor seiner Weihe in Bremen auf die Möglichkeit der Entstehung der Vita. Im heute niederländischen Dokkum ist das Andenken an Willehad, der dort seine erste kontinentaleuropäische Missionsstation hatte, zugunsten dessen an Liudger verdrängt und nicht bewahrt worden. Der Vita-Verfasser gibt zudem nur sehr ungenaue Angaben zu diesem Lebensabschnitt, scheint ihn also nicht gut gekannt zu haben. Auch Utrecht kann Niemeyer zufolge ausgeschlossen werden, obwohl in der Literatur immer wieder eine Verbindung Willehads dorthin postuliert wird. Diese wird jedoch weder durch die Vita noch durch andere Quellen gestützt[13] und außerdem werden in der Vita die Stadt und ihre damaligen Bischöfe nicht erwähnt. Insgesamt war die Willehad-Überlieferung und -Tradition in den Niederlanden ebenso wie in Westfriesland nur diffus und spärlich. Als starkes Argument gegen einen friesischen Verfasser führte Niemeyer die Bezeichnung ebenjenes Volkes als „gens fera et idololatriis nimium dedita“[14] (de.: „wilder Stamm und dem Götzendienst allzu ergeben“) an, der eindeutig darauf hinweise, dass der Autor selbst kein Friese gewesen gewesen sei.

Echternach als wahrscheinlichste Herkunft[Bearbeiten]

Gerlinde Niemeyer favorisiert als Herkunftsort der Vita Willehadi die im heutigen Luxemburg gelegene Stadt Echternach und begründet dies sehr vielfältig und differenziert. Während der Verfasser kaum etwas über das Willehads Jugendzeit, sein Wirken als Missionar in Friesland sowie später als Bischof im säschichen Bremen schreiben konnte, hatte er über den zeitlich dazwischen liegenden Aufenthalt in Echternach bis zur Weihe augenscheinlich äußerst genaue Kenntnisse – ebenso über Willehads Leben und das seiner Schüler unmittelbar vor dem Sachsenaufstand 782 sowie über Willehads Erbschaft. Niemeyer merkte an, dass niemand außerhalb Echternachs davon gewusst haben dürfte, dass Willehad dort – wie in der Vita erwähnt – die Paulusbriefe als Band herausgebracht hat; nur ein Angehöriger des dortigen Klosters hätte sich dafür interessieren können. Als als weiteres Beispiel führt sie die Zelle Justina an, die Willehad bei seiner Wiedereinsetzung in Sachsen laut Vita von Karl dem Großen geschenkt worden war. Wenn diese nach seinem Tod nicht wieder eingezogen wurde, kann die Zelle nur an Willehads Nachfolger oder Erben gefallen sein, nicht aber an Bremen, das noch gar kein offizielles Bistum war. Der Verfasser scheint demnach Kontakte zu den Erben oder den am Erbteil Interessierten gehabt haben. Der Ort der Zelle ist dabei noch nicht identifiziert. Otto Abel und Engelbert Mühlbacher setzten sie mit Justine-Herbigny im heutigen Département Ardennes gleich, Georg Heinrich Pertz und Wilhelm Wattenbach mit Montjustin-et-Velotte im Département Haute-Saône.[15] Die vom Echternacher Abt Thiofrid im Jahr 1105 über den Gründer des Klosters geschriebene Willibrord-Vita berichtet in Abschnitt 29 über Willehads Aufenthalt in der Stadt. Dehio meint zwar, dass dieses Kapitel nur ein Auszug aus der Vita Willehadi sei – damit wäre dann aber bestätigt, dass diese zumindest bereits Anfang des 12. Jahrunderts in Echternach bekannt war. Thiofrid gab an, dass Willehad sowohl mit dem Geschlcht Willibrords als auch mit während seines Aufenthaltes amtierenden dem damaligen Abt Beornrad von Sens verwandt war und diesem seine Erbschaft hinterließ.[16] Dass Willehad sich Echternach als Reiseziel aussuchte, ist daher laut Niemeyer ebensowenig verwunderlich wie die Tatsache, dass der Biograph exaktes Wissen um die Hinterlassenschaften Willehads und seinen Tod hatte und der Umstand, dass der er sich mit teils wörtlichen Übernahmen am Stil der älteren Alkuin’schen Willibrord-Vita orientierte, die für Beornrad von Sens geschrieben worden war und vor Ort lagerte. Niemeyers Argumentationslinie folgend wäre es möglich, dass der Verfasser oder sein Gewährsmann Willehad in Sachsen begleitet hat, durch den Aufstand 782 von ihm getrennt wurde und beide erst wieder in Echternach zusammentrafen. Dort habe er bis zu dessen Bischofsweihe kontinuierlich mit dem Geistlichen in verbindung gestanden. Anders als in Bremen findet sich in Echternach auch eine durchgehende litearische Tradition, die das Interesse bestätigt, dass man vor Ort an Willehad hatte. Dazu passend erwähnt die Vita explizit, dass Willehad in Echternach Schüler und Nachfolger hinterlassen hat, sie sein Andenken bewahrten.[17] Schlussstein von Niemeyers Begründung, dass die Vita Willehadi in Echternach verfasst worden sein muss, ist eine Betrachtung der geschilderten Kaiserkrönung Karl des Großen. Diese wurde Ende 800 und damit fast genau elf Jahre nach dem Tod Willehads vollzogen – hat also eigentlich in einer Lebensbeschreibung des Heiligen keine Berechtigung. Daher weist Niemeyer auch darauf hin, dass nur ein Verfasser, der im Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung stand, ein solches Interesse am Kaisertum gehabt haben kann, dass er über dessen Entstehung in der Biographie eines weit vor diesem Ereignis verstorbenen Heiligen berichtete. Echternach lag im Zentrum des Frankenreiches in den Stammlanden der Pippiniden und Niemeyer stellt die These auf, dass ein Mönch des Klosters während der geistigen und weltlichen Auseinandersetzungen zwischen Mönchen und Klerikern nach dem Tode Ludwig des Frommen und im Vorfeld des Vertrages von Verdun mit dem Abfassen der Vita über Willehad als Vorbild asketischen Lebens das Andenken an die großen Zeiten Echternachs und des immer mehr an Bedeutung verlierenden Klosters wachrufen wollte. Zudem schilderte er die Schaffung und Konsolidierung des Kaisertums durch Karl den Großen so, wie sie für seinen Enkel Lothar I. im Rahmen der Thronstreitigkeiten mit seinen Brüdern sinnvoll war[18] und wich dafür in der Darstellung beispielsweise von den Lorscher Annalen ab. Niemeyer kommt zu dem Schluss: „Die Zuschneidung der Darstellung der Kaiserkrönung Karls auf die Bedrüfnisse Lothar I. legt somit nahe, daß die Vita von einem Anhänger Kaiser Lothars zwischen 843 und 855 geschrieben wurde.“[19]

Weiterführend[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vita sancti Willehadi, c. 11.
  2. Wilhelm Wattenbach in Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit 14 (1941) 91
  3. Dehio, Georg: Geschichte des Erzbistums Hamburg-Bremen bis zum Ausgang der Mission. Berlin 1877, Seite 12 ff. und Kritische Ausführung III, Seite 51*ff..
  4. Poncelet, Albert: Miracula S. Willehadi auctore S. Anskario episcopo Bremensis. In: Acta Sanctorum Nov. III. Brüssel 1910, Seiten 835–851.
  5. Pertz, Georg Heinrich [Hrsg.]: Monumenta Germaniae Historica. Scriptores 2. Hannover 1829, Seite 378 ff..
  6. Vita sancti Willehadi, c. 6.
  7. Niemeyer (1956), Seite 18.
  8. Niemeyer (1956), Seite 20–21.
  9. Niemeyer (1956), Seiten 22–23.
  10. a b Vita sancti Willehadi, c. 9.
  11. a b Niemeyer (1956), Seite 22.
  12. Fichtenau, Heinrich: Das karolingische Imperium. Soziale und geistige Problematik eines Großreiches. Zürich 1949, Seite 74.
  13. Hauck, Albert: Kirchengeschichte Deutschlands. 2. Teil. Leipzig 1912, Seite 362, Anmerkung 3.
  14. Vita sancti Willehadi, c. 3.
  15. Niemeyer (1956), Seite 28.
  16. Niemeyer (1956), Seite 29–30.
  17. Vita sancti Willehadi, c. 7.
  18. Niemeyer (1956), Seite 34.
  19. Niemeyer (1956), Seite 35.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit, Jugend, Ausbildung und Privatleben[Bearbeiten]

Edward Louis Bernays kam Ende November 1891 in Wien, der Hauptstadt der k. u. k. Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, zur Welt und wurde als eines von fünf Kindern in eine stabile, bildungsbürgerliche jüdische Familie hineingeboren. Seine Genealogie ist eng verknüpft mit jener Sigmund Freuds, des berühmten österreichischen Neurologen, Tiefenpsychologen und Religionskritikers, der als Begründer der Psychoanalyse weltweite Bekanntheit erlangte: Edwards in Wandsbek geborener Vater Ely Bernays (1860–1923) war der Bruder von Freuds Ehefrau Martha Bernays, seine Mutter Anna Freud-Bernays (1858–1955) aus Příbor eine Schwester des Wissenschaftlers. Edward Bernays war somit in gleich zweifacher Hinsicht Neffe Freuds. Martha und Ely wiederum waren ihrerseits Enkel väterlicherseits des Rabbiners Isaak Bernays, Edward somit dessen Urenkel. Mit Judith (* 1885), Lucy (* 1886), Hella (* 1893) und Martha (* 1894) hatte er je zwei jüngere und zwei ältere Schwestern. Die Familie – Ely und Anna hatten am 14. Oktober 1883 (andere Quellen: 4. Oktober[1]) geheiratet – lebte in einer Wohnung in der Rembrandtgasse 3 im Gemeindebezirk Leopoldstadt. Ely, der als geschickter Geschäftsmann mit Charme und Stil galt, war beruflich überaus erfolgreich: Er arbeitete als Sekretär Lorenz von Steins im Handelsministerium, eröffnete Wiens erstes Reisebüro und gab eine Volkswirtschafts-Zeitschrift heraus. Exklusiv war der Freundes- und Bekanntenkreis des Ehepaares zusammengesetzt. Jeden Samstag trafen sich in seiner Wohnung bekannte Literaten, ambitionierte Intellektuelle, Rechtsanwälte und sonstige Gelehrte zu Gesprächen und Diskussionsabenden.

Stammbaum von Edward Bernays
Brachte Familie Bernays 1892 in die „Neue Welt“: Die SS City of Berlin

Dennoch emigrierte die Familie 1892 an Bord der SS City of Berlin von Liverpool aus via Cobh nach New York City, wo das Schiff am 26. November – vier Tage nach Edwards erstem Geburtstag – anlegte. In der neuen Heimat avancierte der zeitweise impulsive Vater zu einem angesehenen Getreidehändler, dessen Erfolge an der Chicagoer Getreidebörse erneut ein großzügiges Familienleben in Wohlstand ermöglichten. Am 5. November 1899 wurde er auf der 20. Direktoren-Jahrestagung der Hebrew Sheltering Guardian Society für ein Jahr zu einem der Direktoren dieser Institution gewählt.[2] Das Ehepaar Bernays führte ein „offenes Haus“ mit Vortragsabenden und Geselligkeiten, in die die fünf Kinder einbezogen wurden. Edward besuchte in späteren Jahren die DeWitt Clinton High School; 1912 graduierte er an der Cornell University in Agrarwissenschaften. Das Studium hatte er aufgenommen, da Ely Bernays hoffte, sein Sohn würde eines Tages sein Geschäft übernehmen.

1922 heiratete Edward Bernays seine langjährige Lebensgefährtin Doris Elsa Fleischman (* 1891; † 1980). Das Paar kannte sich bereits aus Jugendtagen und hatte sich ein Jahr vor der Hochzeit der Frauenrechtsorganisation Lucy Stone League angeschlossen. Deren Ziel war unter anderem, dass Frauen nach der Eheschließung ihren Mädchennamen behalten können. In der Hochzeitsnacht im New Yorker Hotel Waldorf-Astoria unterschrieb Doris E. Fleischman Bernays mit ihrem Geburtsnamen. Zwei Jahre später war sie die erste verheiratete Frau, der das Außenministerium der Vereinigten Staaten einen Pass auf ihren Geburtsnamen ausstellte. Edward und Doris hatten mit Anne Bernays (* 1930) und Doris Held zwei gemeinsame Töchter. Zu seinem renommierten Onkel hatte Bernays zeitlebens ein sehr gutes, auch beruflich äußerst respektvolles Verhältnis. Mehrmals verbrachten beide gemeinsame Urlaube in den Alpen. Als in der akuten Phase der mitteleuropäischen Hyperinflation Anfang der 1920er Jahre Freuds Ersparnisse einen Großteil ihres Wertes verloren, bat er seinen mittlerweile in den Vereinigten Staaten zu ansehnlichem Kapital gekommenen Neffen schriftlich um finanzielle Unterstützung. Bernays reagierte, indem er die erstmaligen Veröffentlichungen von Freuds Werken in den USA organisierte. Zudem schickte er seinem Onkel krisensichere US-Dollar, die dieser auf einem ausländischen Bankkonto sicher verwahrte.

Berufliche Anfänge[Bearbeiten]

Nach dem Studienabschluss stieß er als Journalist zur Redaktion des Medical Review of Reviews in New York City. 1913 erfuhr er, dass der Schauspieler Richard Bennet beabsichtigte, mit Damaged Goods ein Schauspiel zu produzieren, dass vor den Gefahren sexuell übertragbarer Erkrankungen warnen sollte. Das kontroverse Thema führte jedoch zu Schwierigkeiten bei der Akquise von Finanziers. Bernays bot seine Hilfe an und gründete das „Sociological Fund Committee“ zur Finanzierung des Projektes und Bündelung der öffentlichen Untersützung. Es gelang ihm, so viele einflussreiche Personen des städtischen Lebens und Honoratioren zu gewinnen, dass bald niemand – nicht einmal die Zensoren – die absolute Seriosität des Stückes infrage stellen konnte. Damaged Goods premierte ohne Zwischenfälle und wurde schon bald als wertvoller Beitrag zum öffentlichen Bewusstsein angesehen. Edward Louis Bernays indess hatte seine Profession gefunden.

Bis 1917 arbeitete er weiter als Presseagent für mehrere Theaterproduktionen und bewarb Auftritte von unter anderem Enrico Caruso und dem Ballets Russes.

Erste Schritte im neuen Berufsfeld[Bearbeiten]

Nach dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg am 6. April 1917 bot Bernays seine Dienste dem Committee on Public Information der Bundesregierung unter Leitung des ehemaligen Zeitungsjournalisten George Creel an. Das Gremium hatte zur Aufgabe, im In- und Ausland öffentliche Sympathie und Unterstützung für die Kriegsziele der USA zu generieren. Bernays war dabei im engsten Stab des US-Präsidenten Woodrow Wilson tätig und stieg schnell zu einem äußerst einflussreichen und erfolgreichen Mitarbeiter auf. Zusammen mit Carl Byoir und John Price Jones gelang es ihm, international die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass die Kriegsziele der Vereinigten Staaten lediglich darin bestanden, die Demokatie nach Europa zu bringen. Zu diesem Zweck kreierte er den Slogan „Make the world safe for democracy“. Darüber hinaus arbeitete er auch für die American Commission to Negotiate Peace und erhielt anschließend 1919 von Wilson eine persönliche Einladung zur Pariser Friedenskonferenz. Zwar reiste er noch vor deren Abschlus Ende 1919 zurück nach New York, zeigte sich jedoch in der französischen Hauptstadt überwältigt von der Wirkung, die seine Arbeit offensichtlich gehabt hatte: Wilson, den man als Befreier der Völker darzustellen versucht hatte, wurde tatsächlich von den Menschenmassen gefeiert und als jener Mann begrüßt, der eine neue Welt schaffen könne, in der jeder individuell frei sei.

Arbeit als PR-Agent[Bearbeiten]

„He was the profession’s first philosopher and intellectual. He saw the big picture when few others did. He demonstrated for future generations of PR people how powerful their profession could be in shaping America’s economic, political, and cultural life. At work, he thought bigger and bolder than anyone had before.“

Larry Tye, Autor der Biographie The Father of Spin: Edward L. Bernays and the Birth of Public Relations[3]

Beeindruckt davon, wie effektiv der Demokratie-Slogan verbunden mit geschickter Vorgehensweise die Bevölkerung sowohl in der Heimat als auch in Übersee beeinflusst hatte, fragte Bernays sich, ob man diese Methoden der Überzeugung der Massen auch in Friedenszeiten anwenden könnte – beispielsweise in der Wirtschaftswelt. Unmittelbar nach seiner Rückkehr gründete er am Broadway in New York City ein kleines Büro für Public Relations. Er wählte diesen Begriff, da der Terminus Propaganda auf Grund seines Gebrauches durch die Deutschen während des Ersten Weltkrieges negativ konnotiert war. Erste Geschäftspartnerin wurde seine spätere Ehefrau Doris. Es war zu jener Zeit zwar bereits üblich, dass Künstler und Unternehmen Presseagenten engagierten, um positive und wohlwollende Erwähnungen in den Zeitungen zu erhalten; Bernays verfolgte aber weitergehende Ziele. Er versprach seinen Klienten, die öffentliche Meinung aktiv in ihrem jeweiligen Interesse zu formen. Seit dem Ende des 19. Jahrunderts hatten sich die Vereinigten Staaten zu einer massenindustriellen Gesellschaft entwickelt, deren Bürger zu Millionen in Städten zusammenzogen. Der Jungunternehmer war bestrebt, Methoden und Wege zu finden, die Gedanken und Gefühle dieser Masse ändern zu können. 1923 hielt er an der New York University die weltweit erste Vorlesung zu Public Relations.

Zu Bernays Klienten zählten im Laufe der Jahrzehnte unter anderen General Electric, die Columbia University, General Motors, Dodge, die Hotel Association of New York City, das Hotel Waldorf-Astoria, das Chemieunternehmen Celanese, die Continental Baking Company, der Batterie-, Fernseher- und Radioproduzent Philco, General Motors, Westinghouse Electric aber auch Medienkonzerne wie beispielsweise CBS, NBC und Time Inc.. Darüber hinaus erwarben auch einige Privatpersonen seine PR-Dienste – etwa die Schauspielerin Clare Boothe Luce, deren Ehemann, der einflussreiche Verleger Henry Luce, der Filmproduzent Samuel Goldwyn sowie die First Lady Eleanor Roosevelt. Mit einigen seiner Kunden verbanden Bernays mehr als 30 Jahre währende Geschäftsbeziehungen. Dass er durchaus auch abseits ökonomischer Interessen tätig wurde, zeigt sich am Beispiel der afroamerikanischen Opernsängerin Marian Anderson, der im Zuge der Rassentrennung Auftritte auf Bühnen in der Hauptstadt Washington, D.C. untersagt waren. Bernays gelang es durch geschickte PR, diese Regelungen zumindest für Anderson zu lockern und ihr Konzerte zu ermöglichen.

Während des Zweiten Weltkrieges nutzten die United States Army, die United States Navy, das Handels- sowie das Finanzministerium seine Dienste. 1946 rief er gemeinsam mit seiner Frau die Edward L. Bernays Foundation zur Finanzierung von Stipendien, Auszeichnungen und Projekten und zum Dienst an der öffentlichen Sache ins Leben. Bernays war insgesamt 44 Jahre als selbstständiger Agent tätig, ehe er sich 1962/1963 aus dem aktiven Geschäft zurückzog und mit seiner Frau nach Cambridge, Massachusetts, zog. Für die Stadt hatten sie sich nach der Besichtigung mehrerer anderer auf Grund ihrer „kulturellen und edukativen Möglichkeiten mit einer Tradition der intellektuellen Stimulierung und einem europäischen Flair“[4] entschieden. Bis ins Alter von 100 Jahren blieb er jedoch als begehrter Experte und Verfechter der Public Relations aktiv und beriet in seinem Haus – 7 Lowell Street; eine weiße viktorianische Villa aus der Mitte des 19. Jahrhunderts – zu einem Stundensatz von 1000 US-Dollar.[5][6] In den 1960er Jahren unterstützte er – entgegen seiner früheren Kampagnen für British American Tobacco – den Anwalt und Anti-Raucher-Altivisten John F. Banzhaf III und dessen Initiative Action on Smoking and Health. Unregelmäßig, aber häufig, hielt er Vorlesungen am College of Communication der Boston University, dem er sich so verbunden fühlte, dass er das Edward L. Bernays Primus Inter Pares Scholarship stiftete. 1983 half er an seiner Alma Mater Cornell University bei der Gründung lokalen Chapters der Public Relations Student Society of America und stiftete diesem im Folgejahr den Primus Inter Pares Award. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre lancierte er eine Initiative für die nukleare Abrüstung und arbeitete für die American Association of Retired Persons und die Gray Panthers. 1992 betraf sein letztes mit größerem medialen Interesse wahrgenommenes Wirken ein persönliches politisches Anliegen: Die Umformung der Tätigkeitsbereichs, den er selbst geschaffen hatte, in ein professionelles und anerkanntes Berufsfeld. Während einer Rede auf einer Journalism and Mass Communication Convention merkte er an:

„Public relations has suffered from the public's distrust. […] I believe that licensing and registration is mandatory if we are to aspire to transform public relations into a respected profession. […] Because the words ‚public relations‘ are presently in the public domain, anyone, regardless of education, experience, character or conscience can call him or herself a public relations practitioner. This is the primary reason that PR suffers from an unfortunate number of charlatans and incompetents within its ranks.“[7]

Bernays unterstützte daher sehr engagiert die Massachusetts Senate Bill #374. Diese sah eine freiwillige Registrierung qualifizierter PR-Berater vor, um sich von der Masse jener, die ohne Vorkenntnisse und Ausbildung im gleichen Feld aktiv waren, abzugrenzen, und darüber hinaus eine Gleichstellung dieser Berufsgruppe mit anderen Spezialisten, wie beispielsweise Ärzten, Anwälten oder Architekten. Ein lizensiertes Universitätsexamen hätte den Absolventen ermöglicht, einen rechtsgültigen akademischen Titel in Bezug auf Public Relations zu führen und somit die Berherrschung der Materie und einen profunden Wissenstand im Berufsfeld vorweisen zu können. Auf praktischer Ebene hätte diese Verordnung eine Vereinheitlichung der universitären Lehrpläne nach festgelegten Kriterien zur Folge gehabt. Trotz aller Bemühungen wurde die Senate Bill jedoch abgelehnt.

Seinen letzten Geburtstag feierte er 1994 in der Division of Communication Studies des Emerson College. Die Veranstaltung wurde von der Public Relations Student Society of America gesponsert. Bernays, der auch philanthropisch engagiert war und in zahlreichen Komitees und Beiräten unterschiedlichster Art saß, starb im Alter von 103 Jahren in Cambridge, Massachusetts. Er hinterließ seine beiden Töchter Doris Held und Anne Bernays, sechs Enkel- sowie vier Urenkelkinder. Mit seinen Töchtern hatte er während seiner letzten Lebensjahre mehrere Gerichtsprozese bezüglich der Verfügungsgewalt über seine Finanzen geführt.[8] Einen Teil seines Nachlasses, 800 Kartons mit persönlichen und beruflichen Unterlagen, vermachte er der Library of Congress.

Der „Vater der Public Relations“[Bearbeiten]

„I learned as a boy that actions speak louder than words. Words can lie. If I say ‚apricots are good for you‘ maybe they are and maybe they are not. But if I get Johns Hopkins to report on the health value of apricots, that’s what I call good public relations. We didn’t rely on words, we relied on action.“

Edward Bernays im Jahr 1991[9]

Praktisches Wirken: Kampagnen und Aktivitäten[Bearbeiten]

  • William Randolph Hurst engagierte ihn zur promotion seiner neuen Frauenzeitschriften und Bernays to promote his new women's magazines, and Bernays glamorized them by placing articles and advertisements that linked products made by others of his clients to famous film stars like Clara Bow, who was also his client. Bernays also began the practice of product placement in movies, and he dressed the stars at the films premieres with clothes and jewelry from other firms he represented.
  • er war dafür verantwortlich, dass die Armbanduhr unter amerikanischen Männern beliebt wurde
  • er machte Bier zum beverage of moderation.

Wirken in der Wirtschaft[Bearbeiten]

Einer seiner ersten Aufträge war die Organisation der ersten NAACP-Konferenz in Atlanta. Seine Kampangne zielte darauf ab, die wichtigen Beiträge hervorzuheben, die Afroamerikaner zur Lebenswirklichkeit der Südstaaten beigetragen hatten. Da es während der Veranstaltung zu keinerlei gewalttätigen Übergriffen kam, wurde sein Engagement als Erfolg gewertet. Später zeichnete ihn die NAACP für seine Verdienste aus. Aus den 1920er Jahren sind vor allem drei seiner Kampagnen als besonders wichtig hervorzuheben:

  1. Während der Roaring Twenties kamen bei jungen Frauen in den USA zunehmend Kurzhaarfrisuren in Mode. Diese Entwicklung stellte ein nicht unerhebliches Problem für Venida da, einen Produzenten von Haarnetzen, der sich mit einem schwindenden Absatzmarkt konfrontiert sah. Der Konzern wandte sich an Bernays’ Büro und binnen kurzer Zeit gelang es ihm, dass mehrere prominente Frauen ihre Vorliebe für lange öffentlich bekundeten. Darüber hinaus ergingen seitens mehrerer Behörden und Ämter Warnungen bezüglich der Gefahren offen getragener längerer Haare in Fabriken oder Restaurants. Als Folge verabschiedeten die Regierungen mehrerer Bundesstaaten Rechtsvorschriften, die das Tragen von Haarnetzen während der Arbeitszeit vorschrieben. Dennoch wird die Kampagne in der Rückschau allgemein als wenig erfolgreich gewertet, da Haarnetze schon bald aus dem Alltag verschwanden.
Venida, an industry leader, called in Mr. Bernays, who conducted a public relations campaign for the product. Among other things, he got artists to praise the "Greek coiffure" look that hairnets gave their wearers. And he got a labor expert to urge labor commissioners around the country to insist that women working with or near machines wear hairnets for their own protection. Much favorable publicity ensued. In this, as in similar campaigns, Mr. Bernays's approach was oblique. The emphasis was on hairnets, not on Venida. Indeed, Venida was rarely mentioned at all.
  1. Wesentlich erfolgreicher war Bernays’ Wirken für den Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble, dessen Seifenmarke „Ivory“ er zum Durchbruch verhelfen sollte. Schon damals galt das Unternehmen als Pionier des Markenmanagements, da sein besonderes Kennzeichen das ausschließlich an den einzelnen Marken orientierte Marketing war, während es selbst zumeist völlig im Hintergrund blieb. Bernays engagierte einen medizinischen Berater, der US-amerikanische Krankenhäuser erfolgreich von den Vorteilen weißer, unparfümierter Seifen wie „Ivory“ gegenüber gefärbten und duftenden Konkurrenzprodukten überzeugte. Die nun ordnungsgemäß zertifizierten Vorteile wurde einer breite öffentliche Aufmerksamkeit zuteil. Zusätzlich organisierte Bernays diverse Veranstaltungen, um den Markennamen im Gedächtnis der Bevölkerung zu verankern. Auf seine Anregung hin lancierte Procter & Gamble über mehrere Jahre Seifenskulpturen-Wettbewerbe mit bekannten Künstlern als Juroren, an denen landesweit mehrere Millionen Schulkinder teilnahmen. Um „Ivorys“ Schwimmfähigkeit auf der Wasseroberfläche noch eingehender zu bewerben, überzeugte er das Unternehmen, ein Seifenrennen – ähnlich einem Entenrennen – auf den Gewässern des New Yorker Central Parks zu finanzieren.
  2. Ab den 1920er Jahren arbeitete Edward Bernays einige Jahre für die US-amerikanische Tabakindustrie und seine bekannteste PR-Kampagne aus dieser Zeit war zweifellos jene für Lucky Strike, eine Zigarettensorte der British American Tobacco (BAT). Frauen, so fand er heraus, betrachteten Zigaretten zu dieser Zeit als phallische Symbole männlicher Macht und somit als ungeeignet für sich selbst. Darüber hinaus bestand ein soziales und gesellschaftliches Tabu gegenüber rauchenden Frauen. Bis dato war ihnen das Rauchen ferner zumeist nur im privaten Umfeld zu Hause gestattet, nicht jedoch in der Öffentlichkeit. Dies wollte Bernays ändern, um neue Absatzmärkte für BAT zu erschließen. Er konsultierte den bekannten Psychoanalytiker Abraham Brill und fragte ihn um Rat. Dieser vertrat die Ansicht, dass das Rauchen für Frauen auf Grund ihrer oralen Fixierung eigentlich normal sei und bemerkte „Heutzutage hat die Emanzipation der Frauen viele ihrer weiblichen Lüste unterdrückt. Mehr Frauen verrichten jetzt die gleiche Arbeit wie Männer. Mehr Frauen bringen keine Kinder zur Welt; jene, die gebären, haben weniger Kinder. Weibliche Charakterzüge sind maskiert. Zigaretten, die mit Männern gleichgesetzt werden, werden zu Fackeln der Freiheit.“ Insbesondere der abschließende Euphemismus beeindruckte Bernays nachhaltig. 1929 beschloss er, die berühmte New Yorker Easter Parade am Ostersonntag für seine Zwecke zu nutzen. Er bezahlte einige Frauen, damit sie während des Marsches ihre „Fackeln der Freiheit“ rauchten. Sehr umsichtig war er bei der Auswahl dieser Personen, denn „gleichwohl sie gut aussehen sollen, sollen sie nicht allzu wie Models wirken”. Gleichzeitig engagierte er mehrere Fotografen, um sicherzugehen, dass von der zuvor an die Öffentlichkeit lancierten Aktion akzeptable Fotos entstünden, die – so hoffte er – weltweit publiziert würden. Es gelang Bernays, auch die Frauenrechtlerin Ruth Hale von seinem Anliegen zu überzeugen, die die Frauen infolgedessen mit dem Satz „Frauen! Entzündet eine weitere Fackel der Freiheit! Bekämpft ein weiteres sexuelles Tabu!“ ebenfalls aufforderte, sich an der Parade zu beteiligen. Auf sein Signal hin zündeten sich die Arm in Arm marschierenden Models während der Parade am 31. März 1929 vor den erwartungsvollen Fotografen Lucky Strike-Zigaretten an. Die erhoffte mediale Wirkung trat ein und die öffentliche Aufmerksamkeit war enorm. Am Folgetag, dem 1. April 1929, titelte beispielsweise The New York Times „Group of Girls Puff at Cigarettes as a Gesture of ‚Freedom‘“. Landesweit erschienen zum Teil von Bernays selbst verfasste Zeitungsartikel, die den Mut dieser Frauen priesen, bebildert mit großformatigen Fotografien. Bernays’ Aktion trug nahezu über Nacht maßgeblich zur Enttabuisierung des Rauchens von Frauen in der Öffentlichkeit bei – die im Laufe der Zeit in allen Ländern der westlichen Welt einsetzte. Ein weiteres Problem war die damals noch dunkelgrüne Packung der Lucky Strike. Viele Frauen waren der Ansicht, dass diese Farbe in zu starkem Kontrast zu ihren Kleidern stand. Anstatt die Packungsfarbe zu ändern – was von BAT auf Grund der damit verbundenen Kosten abgelehnt wurde – erarbeitete Bernays einen Plan, um die weibliche Mode den Packungen anzupassen. Sein Büro schrieb zahlreiche Briefe an Raumausstatter, Modedesigner und Kaufhäuser und bekannte Testimonials warben mit ihren Outfits für Grün als neue Trendfarbe der Saison. Auf Bällen, bei Gallerieausstellungen und in Schaufenstern wurde die Farbe nun prominent platziert, nachdem Bernays aktiv geworden war. Zudem wurden Frauen nun auch als Werbeträger für Zigaretten verwendet, was vorher undenkbar war. Als Resultat entwickelte sich Grün tatsächlich zur Trendfarbe des Sommers 1934 und Lucky Strike konnte sowohl die Gestaltungen seiner Packungen unverändert lassen als auch zahlreiche neue Kundinnen hinzugewinnen. Edward Bernays war mit seinem Engagament für BAT großer Erfolg beschieden. Während noch 1923 lediglich fünf Prozent aller in den Vereinigten Staaten verkauften Zigaretten von Frauen konsumiert wurden, hatte sich dieser Wert bis 1929 bereits auf zwölf Prozent erhöht; 1935 schließlich lag er bei 18,1 Prozent.


  • In 1927 an American journalist wrote: A change has come over our democracy, it is called consumptionism. The American citizens first importance to his country is now no longer that of citizen, but that of consumer. The growing wave of consumerism helped in turn to create a stock market boom. And yet again Edward Bernays became involved. Promoting the idea that ordinary people should buy shares borrowing money from banks that he also represented. And yet again, millions followed his advice.













In den 1930ern arbeitete Bernays für einige große Verlagshäuser. Neben seiner Taktik, angesehene Personen der Öffentlichkeit zur Befürwortung der Wichtigkeit von Büchern für die Zivilisation zu bewegen, hatte er die Idee, Möbelhersteller zum verstärkten Einbau von Bücherregalen in die Stubenmöbel zu veranlassen. Seine einfache Theorie lautete: „Wo es Bücherregale gibt, wird es auch Bücher geben.“ Ähnlich verfuhr Bernays, als er ab 1949 für Mack Trucks bzw. die amerikanische Truck-Industrie arbeitete. Um sich gegen die Eisenbahngesellschaften durchsetzen zu können, hatte Bernays einen derart indirekten und weitsichtigen Plan ausgeklügelt, dass er sogar Mack Trucks von der Sinnhaftigkeit seiner Idee überzeugen musste. Bernays gewann letztlich nicht nur die Zustimmung von Mack Trucks, sondern brachte in den 1950er Jahren auch den US-Kongress dazu, Milliarden von US-Dollar in den Ausbau des Highway-Systems zu investieren.





  • In the 1930s, his Dixie Cup campaign was designed to convince consumers that only disposable cups were sanitary. He promoted disposable paper cups as more sanitary than reusable cups
  • Additionally Bernays is credited with making bacon and eggs the All-American breakfast. He told that bacon and eggs was the true all-American breakfast.



  • Nach WW2 aßen die Menschen leichtere Mahlzeiten und Frühstücke. Fleisch, Butter und ähnliches hatten Preissteigerungen erfahren, so dass viele Familien auf Früchte und Gebäck umgestiegen waren. Der Trend hält nach dem Krieg an. Bernays arbeitet sowohl für die Schweinefleisch- als auch für die Geflügelindustrie. Bernays gab mehrere Meinungsforschungen in Auftrag. Er verfasste zahllose Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, die beinahe uneditiert veröffentlicht wurden. Binnen kurzer Zeit hatte er erreicht, dass ein herzhaftes Frühstück mit Eiern und Frühstücksspeck als amerikanischer Standard galt. Er kreierte dabei den Spruch des Frühstücks, dass "an deinen Rippen haftet". sticks-to-your-ribs” und die Leitsprüche “Milch, sie leistet gute Arbeit im Körper” und “Fleisch, its what’s for dinner”.

Aktivitäten im politischen Bereich[Bearbeiten]

  • Bernays soon became famous as the man who understood the mind of the crowd, and in 1924 the President contacted him. President Coolidge was a quiet taciturn man and had become a national joke. The press portrayed him as a dull humorless figure. Bernays' solution was to do exactly the same as he had done with products. He persuaded 34 famous film stars to visit the White House, and for the first time politics became involved with public relations. Bernays speaking in 1991: And I lined up these 34 people and I'd say what's your name, and he'd say Al Jolson, and I'd say Mr. President, Al Jolson. The next day every newspaper in the United States had a front page story President Coolidge Entertains Actors at White House. And the Times had a headline which said President Nearly Laughed, and everybody was happy.
  • aber auch Staaten wie Indien und die Tschechoslowakei gehörten zu seinen Klienten. Nach dem WW1 wirkte er gemeinsam mit George Creel und Carl Byoir daran mit, dass sich die diplomatischen Beziehungen und Kommunikationswege zwischen der Tschechoslowakei und den Hauptstädten verschiedener Alliierter wieder normalisierten
  • Bernays once engineered a "pancake breakfast" with vaudevillians for Calvin Coolidge in what is widely considered one of the first overt media acts for a president. Er war für alle Präseidenten bis Eisenhower tätig.
  • The Lithuanian National Council in the United States hired Carl Byoir for his first non-CPI campaign. In turn, Byoir hired Bernays to assist in collecting ample public support to have the U.S. Senate recognize Lithuania. This support would allow Lithuania to be recognized as a free and independent nation, thus securing Lithuania's future as an ally with the U.S. The two public relations innovators used techniques from their CPI days, including print media, prominent local spokesmen, and wrote editorials and telegrams to influencial parties. Their campaign was successful, and the motion to recognize Lithuania was approved by Congress. My topic of Russia was of great interest to him because Bernays was instrumental in making the country of Lithuania independent. “What I did was find an attractive young woman (she was in fact a daughter of a Pennsylvania coal miner from Lithuania) and then we dressed her up in white as the ‘Joan of Arc of Lithuania.” We’d write out what she should say and then we sent her around the country on a tour.” He explained that Lithuania became independent in 1919 and stayed independent until the Soviets took it over in 1940. At the time of our get-together in 1991, Lithuania was being admitted into the United Nations as an independent country. I'm sure that was particularly rewarding to him. Die Szene mit der Instrumentalisierung einer an sich völlig landesfremden Frau in szenischen Darstellungen zur Schaffung politischer Überzeugungen wurde später auch im Spielfilm Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt verarbeitet.
  • er entwickelte eine Kampagne für die United Fruit Company
  • die kampagne führte zum umsturz der regierung guatemalas durch die cia
  • tye sieht: how that Cold War propaganda effort "set the pattern for future U.S.-led campaigns in Cuba and, much later, Vietnam."[10]


The term "banana republic" actually originated in reference to United Fruit's domination of corrupt governments in Guatemala and other Central American countries. The company brutally exploited virtual slave labor in order to produce cheap bananas for the lucrative U.S. market. When a mildly reformist Guatemala government attempted to reign in the company's power, Bernays whipped up media and political sentiment against it in the commie-crazed 1950s.

"Articles began appearing in the New York Times, the New York Herald Tribune, the Atlantic Monthly, Time, Newsweek, the New Leader, and other publications all discussing the growing influence of Guatemala's Communists," Tye writes. "The fact that liberal journals like the Nation were also coming around was especially satisfying to Bernays, who believed that winning the liberals over was essential. . . . At the same time, plans were under way to mail to American Legion posts and auxiliaries 300,000 copies of a brochure entitled 'Communism in Guatemala -- 22 Facts.'"

His efforts led directly to a brutal military coup. Tye writes that Bernays "remained a key source of information for the press, especially the liberal press, right through the takeover. In fact, as the invasion was commencing on June 18, his personal papers indicate he was giving the 'first news anyone received on the situation' to the Associate Press, United Press, the International News Service, and the New York Times, with contacts intensifying over the next several days."

The result, tragically, has meant decades of tyranny under a Guatemalan government whose brutality rivaled the Nazis as it condemned hundreds of thousands of people (mostly members of the country's impoverished Maya Indian majority) to dislocation, torture and death.

Bernays relished and apparently never regretted his work for United Fruit, for which he was reportedly paid $100,000 a year, a huge fee in the early 1950s. Tye writes that Bernays' papers "make clear how the United States viewed its Latin neighbors as ripe for economic exploitation and political manipulation -- and how the propaganda war Bernays waged in Guatemala set the pattern for future U.S.-led campaigns in Cuba and, much later, Vietnam."



Bernays's most extreme political propaganda activities were said to be conducted on behalf of the multinational corporation United Fruit Company (today's Chiquita Brands International) and the U.S. government to facilitate the successful overthrow (see Operation PBSUCCESS) of the democratically elected president of Guatemala, General Jacobo Arbenz Guzman. Bernays's propaganda, branding Arbenz as communist, was published in major U.S. media. According to a book review by John Stauber and Sheldon Rampton of Larry Tye's biography of Bernays, The Father of Spin: Edward L. Bernays & The Birth of PR, "the term 'banana republic' actually originated in reference to United Fruit's domination of corrupt governments in Guatemala and other Central American countries."

Engagement bei Großveranstaltungen, im karitativen Bereich und bei Umweltangelegenheiten[Bearbeiten]

  • According to one conspiracy theory, Bernays helped the Aluminum Company of America (Alcoa) and other special interest groups to convince the American public that water fluoridation was safe and beneficial to human health. This was achieved by using the American Dental Association in a highly successful media campaign. He also worked with the fluoridationists of the Public Health Service.
  • In 1939 he was the publicity director for the New York World's Fair. Edward Bernays directed public relations of the fair in 1939, which he called 'democricity'. Grover Whalen, a public relations innovator, saw the Fair as an opportunity for corporations to present consumer products, rather than as an exercise in presenting science and the scientific way of thinking in its own right, as Harold Urey, Albert Einstein and other scientists wished to see the project. "As events transpired," reported Carl Sagan, whose own interest in science was nevertheless sparked by the Fair's gadgetry, "almost no real science was tacked on to the Fair's exhibits, despite the scientists' protests and their appeals to high principles."
  • Im Oktober 1929 war Bernays in die Feierlichkeiten zum Light's Golden Jubilee involviert, die anlässlich des 50. Jahrestages der Erfindung der Glühlampe durch Thomas Alva Edison in 25 großen US-Städten begangen wurden.

Showing the powerful positive impact that public relations can have, Bernays organized “Light's Golden Jubilee,” which lasted for six months, culminating with President Hoover dedicating the Edison Institute of Technology, in Dearborn, Michigan. Attending the event were not only members of 15 of the nation's most important newspapers, but important people such as Henry Ford, Orville Wright, John D, Rockefeller, Jr., and Madame Curie. He was working for General Electric.

The publicity elements of the Jubilee – including the special issuance of a U.S. postage stamp and Edison's "re-creating" the invention of the light bulb for a nationwide radio audience – provided evidence of Bernays's love for big ideas and "ballyhoo". Celebrations were held in 25 cities. Thomas Edison's birthplace was made a national landmark and a commemorative stamp was issued by the federal government. The anniversary year culminated in a Golden Jubilee celebration held in Dearborn, Michigan, on October 21, 1929, in which Edison was publicly honored by President Herbert Hoover, Henry Ford, and John D. Rockefeller, Jr. The campaign for which Bernays gained the most fame was his promotion of the electric industry in 1929, celebrating the 50th anniversary of the light bulb. Showing the powerful positive impact that public relations can have, Bernays organized “Light's Golden Jubilee,” which lasted for six months, culminating with President Hoover dedicating the Edison Institute of Technology, in Dearborn, Michigan. Attending the event were not only members of 15 of the nation's most important newspapers, but important people such as Henry Ford, Orville Wright, John D, Rockefeller, Jr., and Madame Curie. He was working for General Electric.



Bernays arbeitete auch für die Amerikanische Gesellschaft für Multiple Sklerose. Er stellte fest, dass der Name der Krankheit zu kompliziert sei, „um von den meisten Amerikanern verdaut werden zu können.“ Kurzentschlossen ließ er den Namen auf „MS“ abkürzen. Mitunter waren seine Kampagnen derart komplex, dass er selbst den Überblick etwas verlor; manchmal – wie im Fall von „MS“ – waren sie aber auch im Grunde genommen sehr einfach.[11]


  • 1964, kurz nach Bernays Umzug nach Cambridge, beschlossen die zuständigen Behörden in Massachusetts, 6 Millionen Dollar bereit zu stellen, um auf der Cambridger Seite des Charles River Straßenunterführungen anzulegen. Bernays tat sich bald als Initiator des Emergency Committee for the Preservation of Memorial Drive. Dieses wandte sich an nahezu jede vorstellbare Interessengruppe und Stakeholder: An Mütter, die ob des Verlustes von Spielplätzen wütend waren, an Immobilienverwalter und Makler, die eine Wertminderung der Wohngebiete entlang des Flusses mit hohen Mieten fürchteten, an Historiker und Denkmalschützer, die erpicht darauf waren, die historische Uferfront zu erhalten, an steuerbewusste Bürger, die abgeneigt waren, das finanzielle Risiko für das Projekt zu tragen, und schließlich auch an die Harvard University, deren Campusflächen unberührt bleiben sollten. Streikposten und Demonstranten waren bereit, sich den Bauarbeitern in den Weg zu stellen, doch letztlich wure das Projekt aufgegeben. Er wollte die Ahorne schützen.


Bernays arbeitete auch für die Amerikanische Gesellschaft für Multiple Sklerose. Er stellte fest, dass der Name der Krankheit zu kompliziert sei, „um von den meisten Amerikanern verdaut werden zu können.“ Kurzentschlossen ließ er den Namen auf „MS“ abkürzen. Mitunter waren seine Kampagnen derart komplex, dass er selbst den Überblick etwas verlor; manchmal – wie im Fall von „MS“ – waren sie aber auch im Grunde genommen sehr einfach.[7]

Vorgehen und Methoden[Bearbeiten]

„The three main elements of public relations are practically as old as society: informing people, persuading people, or integrating people with people. Of course, the means and methods of accomplishing these ends have changed as society has changed.“

Edward Louis Bernays


  • was er tat, faszinierte die us-amerikanischen unternehmen
  • sie waren mit großem kapital und wirtschaftlich stark aus dem krieg gekommen, sahen sich aber mit wachstumssorgen konfrontiert
  • das system der massenproduktion hatte während der kriegsjahre floriert, doch nun wurden millionenfach überschüssige waren produziert
  • man fürchtete überproduktion und übersättigung des marktes
  • bis dato wurde die mehrheit der produkte noch auf grundlage der nachfrage verkauft

Up until that point the majority of products were still sold to the masses on the basis of need. While the rich had long been used to luxury goods for the millions of working class Americans most products were still advertised as necessities. Goods like shoes stockings even cars were promoted in functional terms for their durability. The aim of the advertisements were simply to show people the products practical virtues, nothing more. What the corporations realized they had to do was transform the way the majority of Americans thought about products. One leading Wall Street banker, Paul Mazer of Leahman Brothers was clear about what was necessary. We must shift America, he wrote, from a needs to a desires culture. People must be trained to desire, to want new things even before the old had been entirely consumed. We must shape a new mentality in America. Man's desires must overshadow his needs.

  • es war zunächst nicht bernays aufgabe, produkte zu bewerben, sondern einen neuen typ konsumenten zu "kreieren"
  • für ihn war PR "an art applied to a social science - a social science in which the public interest rather than financial motivation is the primary consideration."[12]




  • Bernays: only by mastering the techniques of communication can leadership be exercised fruitfully in the vast complex that is modern democracy in the United States. Bernays further contended in 1942 that: “the engineering approach to public relations…can be carried out on a democratic basis of suggestion and persuasion”[13]

Beyond his contributions to these famous and powerful clients, Bernays revolutionized public relations by combining traditional press agentry with the techniques of psychology and sociology to create what one writer has called "the science of ballyhoo"

Eine seiner bevorzugten Techniken zur Manipulation der öffentlichen Meinung war die indirekte Nutzung prominenter Dritter: „Wenn man die Führer beeinflussen kann, entweder mit oder ohne deren bewusste Zusammenarbeit, beeinflusst man automatisch deren Gruppe“. Larry Tyes Buch The Father of Spin – Edward L. Bernays and the Birth of Public Relation (1998, bisher nur in englischer Sprache erschienen) beschreibt im gleichnamigen Kapitel, was Bernays PR-Technik, „The Big Think“, in der Realität bedeutete.

„Eddie Bernays saw a way to sell product was not to sell it to your intellect, that you ought to buy an automobile, but that you will feel better about it if you have this automobile. I think he originated that idea that they weren't just purchasing something that they were engaging themselves emotionally or personally in a product or service. It's not that you think you need a piece of clothing but that you will feel better if you have a piece of clothing. That was his contribution in a very real sense. We see it all over the place today but I think he originated the idea, the emotional connect to a product or service.“

Peter Strauss, Mitarbeiter von Bernays 1948–1952[14]
  • er engagierte psychologen, die in artikeln die von ihm gewünschte (natürlich positive) meinung bezüglich bestimmter produkte seiner klienten verbreiteten - die leserschaft im glauben lassend, es handle sich um unabhängige untersuchungen
  • He organized fashion shows in department stores and paid celebrities to repeat the new and essential message, you bought things not just for need but to express your inner sense of your self to others.
  • seiner Meinungs nach konnte man dem demokratischen Urteilsvermögen der Öffentlichkeit nicht uneingeschränkt vertrauen. er befürchtete, dass das amerikanische Volk sehr leicht den falschen Mann wählen oder das Falsche wollen könnte, so dass es einer Führung von oben bedürfe. Diese Führung interpretierte seine Tochter später als Ideologie des aufgeklärten Despotismus

Einflüsse[Bearbeiten]

He combined the ideas of Gustave Le Bon and Wilfred Trotter on crowd psychology with the psychoanalytical ideas of his uncle, Sigmund Freud.

He felt this manipulation was necessary in society, which he regarded as irrational and dangerous as a result of the 'herd instinct' that Trotter had described

Als Basis für seine Arbeit gerade Anfang der 1920er Jahre nutzte er die Schriften seines Onkels Sigmund Freud, der ihm im Tausch gegen eine Packung Habanos ein Exemplar seiner Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. Das dort dargestellte Bild versteckter irrationaler Kräfte innerhalb des menschlichen Geistesfaszinierte Bernays und er begann sich zu fragen, ob die die Manipulation dieses Unterbewusstseins ihm Geld einbringen könnte.

Bernays learned from his peers - Walter Lippmann, Gustave Le Bon, Graham Wallas, and Wilfred Trotter in particular.

With the growth of the field of social psychology and psychoanalysis there came efforts to be as scientific as possible about approaches to guiding the opinions of the public. It was Bernays who utilised the approaches of Le Bon in The Crowd and of Wilfred Trotter in Instincts of the Herd in Peace and War to formulate new ways to approach the moulding of public opinion. While he conceded that: “Mass psychology is as yet far from being an exact science”, he does recognise Trotter and Le Bon as those “who approached the subject in a scientific manner” as well as being those “who established that the group has mental characteristics distinct from those of the individual…” Worthy of note on this point is the work of Graham Wallas, the English social psychologist who broke from the accepted longstanding belief in rationalism, which he discusses as an “intellectualist fallacy”.[10] Instead Wallas contends that: “The empirical art of politics consists largely in the creation of opinion by the deliberate exploitation of sub-conscious irrational inference.”[15]

  • Bernays: The systematic study of mass psychology revealed t7 students the potentialities of invisible government of society by manipulation of the motives which actuate man in the group. Trotter and Le Bon, who approached the subject in a scientific manner, and Graham Wallas, Walter Lippmann, and others who continued with searching studies of the group mind, established that the group has mental characteristics distinct from those of the individual, and is motivated by impulses and emotions which cannot be explained on the basis of what we know of individual psychology. So the question naturally arose. If we understand the mechanism and motives of the group mind, is it not possible to control and regiment the masses according to our will without their knowing about it? Trotter and Le Bon concluded that the group mind does not think in the strict send of the word. In place of thoughts it has impulses, habits, and emotions. In making up its mind, its first impulse is usually to follow the example of a trusted leader. This is one of the most firmly established principles of mass psychology. It operates in establishing the rising or diminishing prestige of (Propaganda, Seite 71-73)


  • Just as Lippmann recognised that opinion should be guided by ‘favourable institutions’ Bernays laid down the framework for how this could be done. In cataloguing the complex and multi-layered approaches of opinion shapers Bernays tells us at the very beginning of his 1928 work Propaganda.

Persönlichkeit[Bearbeiten]

„He was uniquely knowledgeable about how people in large numbers are going to react to products and ideas, but in political terms if he were to go out I can't imagine he could get three people to stand and listen. He wasn't particularly articulate, he was kind of funny looking, and didn't have any sense of reaching out for people one on one. None at all. He didn't talk about, didn't think about people in groups of one, he thought about people in groups of thousands.“

Peter Strauss, Mitarbeiter von Bernays 1948–1952[16]

Abgesehen von den Ansichten über seine Arbeit sind die Aussagen über Bernays’ Auftreten sehr einheitlich. Beispielhaft kann ein Statement von Andy Beaupre genannt werden. Der PR-Agent aus New Hampshire stattete Bernays im September 1991 in dessen Haus einen Besuch ab und beschrieb seine Eindrücke später folgendermaßen: „Das erste, was ich wahr nahm, war die Art, wie er sich benahm. Geboren in Wien 1892 [sic!] hatte er sich einen kultivierten und gesitteten Charme bewahrt. Er war herzlich, taktvoll und höflich.“[17] In Gesprächen entwickelte Bernays eine hohe Empathie und zeigte sich in der Regel sehr interessiert an den persönlichen Hintergründen seiner jeweiligen Gesprächspartner. Gleichwohl war er auch sehr direkt und streitlustig, verhielt sich Diskussionen aber immer fair. Er konnte es zumeist nicht abwarten, seinen Standpunkt zu erläutern und unterbrach Fragesteller deshalb oftmals schon mitten im Satz, ohne dabei jedoch unhöflich zu wirken.

Anzumerken ist, dass Bernays – möglicherweise unter dem Eindruck seiner emanzipierten Ehefrau – sehr auf eine Gleichberechtigung der Geschlechter bedacht war. So nutzte er die englischen Wörter „he“ und „she“ als männliches und weibliches Personalpronomen oft parallel. Auch in seinen Kampagnen vermied er es, sexuelle Anspielungen oder doppeldeutige Wortwahl zu verwenden. Edward Bernays wurde allenthalben eine außergewöhnlich gute Allgemeinbildung bescheinigt und auch im hohen Alter war er noch stets auf dem neuesten Stand des weltpolitischen Geschehens. In seiner heimischen Bibliothek standen circa 10.000 Bücher.[18]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Im Laufe seines Lebens veröffentlichte Edward Bernays zahlreiche Bücher, Schriften und Aufsätze. In seinem Nachlass fanden sich darüber hinaus mehrere unveröffentlichte Manuskripte. Vier Bücher sind als Hauptwerke zu nennen. Das erste von ihnen erschien 1923, im Jahr seiner ersten Vorlesung, unter dem Titel Crystallizing public opinion. In ihm legte er erstmals seine marktwirtschaftlichen Theorien und Überzeugungen sowie die Ideen bezüglich der von ihm geschaffenen Public Relations dar und begründete die Notwendigkeit dieses neuen Berufsfeldes. So argumentierte er unter anderem, dass im Zeitalter der Massenproduktion eine umfassende Technik zur Verteilung der produzierten Güter entwickelt worden sei. Zeitgleich bedürfe es jedoch auch einer Technik zur massenhaften Verbreitung von Ideen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung seines zweiten Buches, des heute als sein bekanntestes einzuschätzende Propaganda, fünf Jahre später hatte er das Konzept der Public Relations bereits etabliert und die Grundlagen für eine verbraucherorientierte Kultur geschaffen. Nun erläuterte er seine „Big Think“-PR-Kampagnen, die sich dadurch auszeichneten, dass sie eine große Zahl von Akteuren mit einbezogen. Er vertrat die Ansicht, dass seine Art der Propaganda die Öffentlichkeit in ihrem Denken und Handeln nicht bloß als einzelne Individuen, sondern als eng miteinander verbundenes Gebilde aus untereinander abhängigen Zellen erfasse. Besondere Bekanntheit erlangten vor allem die Eröffnungszeilen dieses Buches, die das erste Kapitel „Organizing Chaos“ (de.: Das Chaos organisieren) einleiten:

„Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken. Doch das ist nicht überraschend, dieser Zustand ist nur eine logische Folge der Struktur unserer Demokratie: Wenn viele Menschen möglichst reibungslos in einer Gesellschaft zusammenleben sollen, sind Steuerungsprozesse dieser Art unumgänglich.“

Zahlreiche im Buch beschriebene Thesen und Mechanismen wurden in den 1930er Jahren von Joseph Goebbels, dem deutschen Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, genutzt und missbraucht, um die Massenbewegung des Nationalsozialismus zu festigen. Dennoch ist Propaganda nach wie vor ein Standardwerk der modernen PR-Branche. In den 1940er und 1950er Jahren wandte sich Bernays vermehrt der Nutzung und den Anwendungsmöglichkeiten von Massenmedien zu und richtete seinen Fokus auf die Frage, wie visuelle Symbole als Instrumente für ein neues von ihm entwickeltes Konzept dienen könnten, das 1955 auch den Titel seines dritten wichtigen Buches The Engineering of Consent (zu Deutsch etwa: Das Erreichen von Einverständnis) bildete. Dieses Erreichen von Einverständnis sei die Essenz des demokratischen Prozesses sowie die Freiheit, zu überzeugen und vorzuschlagen. Als letzte große Publikation verfasste Bernays 1965 mit Biography of an idea. Memoirs of public relations counsel eine Autobiografie. In ihr reflektierte er seine Laufbahn und berufliche Karriere und schrieb unter anderem, er sei geschockt gewesen, als er erfahren habe, dass einige seiner Werke in Goebbels’ Privatbibliothek gestanden hätten.








Nachfolgend eine vollständige Auflistung aller Veröffentlichungen von Edward Bernays:

  • A public relations counsel states his views. In: Advertising and Selling, Vol. 8, No. 7, 26. Januar 1927, Seiten 31–76.
  • An outline of careers. A practical guide to achievement by thirty-eight eminent Americans. George H. Doran Company, New York City, 1927.
  • The minority rules. In: The Bookman, April 1927, Seiten 150–155.
  • The verdict of public opinion on propaganda. Universal Trade Press Syndicate, New York City, 1927.
  • This business of propaganda. 1928.
  • Propaganda. Liveright, New York City, 1928.
  • Manipulating public opinion. The why and the how. In: American Journal of Sociology, Vol. 33, No. 6, Mai 1928, Seiten 958–971.
  • Our dept to propaganda. In: The Forum, März 1929, Seiten 146–149.
  • mit Doris E. Fleischman: Universities – pathfinders in public opinion. A survey. New York City, 1937.
  • Careers for men. A practical guide to opportunity in business. Written by thirty-eight successful Americans. Garden City Publishing, New York City, 1939.
  • Private interest and public responsibility. Cooper Union Press, New York City, 1939.
  • Speak up for democracy. What you can do. A practical plan of action for every American citizen. Viking Press, New York City, 1940.
  • The future of private enterprise in the post-war world. 1942.
  • A psychological blueprint for the peace – Canada, U.S.A.. Southam Press, Toronto, 1944.
  • The press must act to meet postwar responsibility. In: Journalism Quarterly, Vol. 21, No. 2, Juni 1944, Seiten 122-129.
  • Views on postwar responsibility of the American press. In: Journalism Quarterly, Vol. 22, No. 3, September 1945, Seiten 255–262.
  • Take your place at the peace table. Gerent Press, New York City, 1945.
  • mit Doris E. Fleischman: Pamphlets issued in the public interest. New York City, 1945.
  • The Engineering of Consent. In: Annals Of The American Academy of Political and Social Science, No. 230, März 1947, Seiten 113–120.
  • mit Doris E. Fleischman: What the British think of us. A study of British hostility to America and Americans and its motivation. With recommendations for improving Anglo-American relations. New York City, 1950.
  • Public relations, Edward L. Bernays and the American scene. A annotated bilbiogrpahy of and reference guide to writings by and about Edward L. Bernays from 1917 to 1951. Rumford Press, Concord, 1951.
  • Public Relations. University of Oklahoma Press, Norman, 1952.
  • mit Howard Walden Cutler: The Engineering of consent. University of Oklahoma Press, Norman, 1955.
  • Your future in public relations. Richards Rosen Press, 1961.
  • Biography of an idea. Memoirs of public relations counsel Edward L. Bernays. Simon & Schuster, New York City]], 1965.
  • mit Burnet Hershey (Hrsg.): The case for reappraisal of U.S. overseas information policies and programs. Incorporating congressman Fascell’s report. Praeger Publishers, Westport, ISBN 978-0-275-28059-8.

Würdigung[Bearbeiten]

Im Laufe der Jahre erhielt Edward Bernays zahlreiche Auszeichnungen und Preise zugesprochen. Die wichtigsten waren:

Die Redakteure des Magazins Life benannten ihn 1990 als einen der 100 wichtigsten („most important“) US-Amerikaner des 20. Jahrhunderts. Im Jahr darauf ehrte ihn die Northeastern University anlässlich seines 100. Geburtstages und 1995 anerkannte PBS ihn auf Grund seiner Leistungen in einer Serie als einen jener acht US-Amerikaner, die das 20. Jahrhundert am stärksten beeinflusst hätten.

Bernays war darüber hinaus Ehrenmitglied unter anderem der International Public Relations Association, des Publicity Club of Chicago sowie des Maine Public Relations Council. Letzterer vergibt jährlich in dessen Geist den Edward L. Bernays Achievement Award zur Auszeichnung eines PR-Praktikers, der mit außergewöhnlichen Leistungen und herausragenden Führungsqualitäten im Berufsfeld der Public Relations auf sich aufmerksam gemacht hat – verbunden mit Dienst an der Gemeinschaft und unvergleichlicher professioneller Integrität und ethischem Verhalten. Das San Diego/Imperial Counties Chapter als Lokalgruppierung der Public Relations Society of America verleiht seit 1993 nach ähnlichen Kriterien jedes Jahr die Edward L. Bernays Mark of Excellence Awards. Bereits 1968 kam es an der Boston University zur Gründung des nach dem PR-Pionier benannten Edward L. Bernays Chapter als dortiger Vertretung der Public Relations Student Society of America.

Kritische Rezeption[Bearbeiten]

„Er hatte eine tiefgreifende Bedeutung auf alles – von den Produkten, die Amerikaner erwarben, über die Orte, die sie aufsuchten bis hin zu den Lebensmitteln, die sie zum Frühstück aßen. Und doch haben die meisten Amerikaner nie von ihm gehört.“

Larry Tye, Autor der Biographie The Father of Spin: Edward L. Bernays and the Birth of Public Relations[19]
  • Subsequently he advised governments to exclude their people from important affairs. Instead of encouraging active political participation, he adopted new theories on mass psychology that would reduce individuals to nothing more than consumers, never happy, and never satisfied.

Called nothing more than a huckster by his critics, Bernays nonetheless shaped our perception of the world we live in today. Neal Gabler wrote in his Bernays retrospective in New York Times Magazine, "he not only taught generations of persuaders how to sway public opinion … but he was, in the cultural historian Ann Douglas's words, the man 'who orchestrated the commercialization of a culture."'

Bernays was not an egalitarian thinker and some of his principles show a strong point of view.

  • Stuart Ewen tells us of Lippmann and Bernays that: “Together, the impact of these men on the shape of twentieth-century American society would be colossal.”[20]


  • er beteuerte stets, das Wort Propaganda schon lange vor den nationalsozialisten gebraucht zu haben, bevor es mit negativen assoziationen durch diese besetzt wurde
  • seiner Ansicht nach geht es bei PR eher darum, die Fakten der menschlichen Natur zu verstehen, als diese zu manipulieren
  • gleichwohl ist sein Vermächtnis kontrovers
  • Adam Curtis’ BBC-Dolumentation The Century of the Self von 2002 nannte ihn "undemokratisch"

In einem Interview im September 1991 wieß Bernays jedoch, mit Blick auf die Umbrüche in der sowjetischen Welt und eventuelle Annäherungen Chinas an die Demokratie, explizit auf die Bedeutung der Macht des Volkes hin:

„It shows that people power is more dominant than central power. That was proven during the time of Louis XVI, years after the American Revolution, when one of the most powerful monarchs of the time was eliminated, kicked out. It was one of the great manifestations of people power which is the most important force in the world.“[21]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://wc.rootsweb.ancestry.com/cgi-bin/igm.cgi?op=GET&db=lorenfamily&id=I65386
  2. http://query.nytimes.com/mem/archive-free/pdf?res=F70D1FF7385C12738DDDAF0894D9415B8985F0D3
  3. http://www.cambridgehistory.org/discover/innovation/Edward%20Bernays.html
  4. http://www.cambridgehistory.org/discover/innovation/Edward%20Bernays.html
  5. http://www.apnewsarchive.com/1991/Public-Relations-Master-Turns-100/id-d6ccbf45de07e776a631fa7a9cdd35c8
  6. http://www.bu.edu/bridge/archive/1998/11-06/features3.html
  7. http://www.cambridgehistory.org/discover/innovation/Edward%20Bernays.html
  8. http://www.library.neu.edu/archives/collect/findaids/m99findprint.htm
  9. http://newsletter.beaupre.com/e_article000240462.cfm
  10. http://www.bu.edu/bridge/archive/1998/11-06/features3.html
  11. Tye, Seiten 52 und 53:„Sometimes his campaigns involved strategies so complex and oblique that even he had trouble following the script, which often involved front groups, letter writing campaigns, and alliance after alliance; at other times his tactics were artfully simple, like reducing a name to its initials.“
  12. http://www.apnewsarchive.com/1991/Public-Relations-Master-Turns-100/id-d6ccbf45de07e776a631fa7a9cdd35c8
  13. http://cryptofashionista.blogspot.de/
  14. http://pialogue.info/books/Century-of-the-Self.php
  15. http://cryptofashionista.blogspot.de/
  16. http://pialogue.info/books/Century-of-the-Self.php
  17. http://newsletter.beaupre.com/e_article000240462.cfm
  18. http://newsletter.beaupre.com/e_article000240462.cfm
  19. http://www.bu.edu/bridge/archive/1998/11-06/features3.html
  20. http://cryptofashionista.blogspot.de/
  21. http://newsletter.beaupre.com/e_article000240462.cfm



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Moin,

Ich bin im Sommer 2005 durch schulische Recherchen auf die Wikipedia aufmerksam geworden. (Recht spät, wenn man bedenkt, dass das Projekt zu diesem Zeitpunkt schon gut vier Jahre existierte.) Die Zielsetzung und der offensichtliche Erfolg haben mich sofort fasziniert. Meinen ersten Edit hatte ich dann einige Monate darauf –
am 23. Dezember 2005 um 18.21 Uhr im Artikel Pyroklastischer Strom. Man hat ja in der Vorweihnachtszeit auch nichts anderes zu tun. Das ist mittlerweile 3137 Tage her. Als Benutzer registriert habe ich mich am 20. Juni des folgenden Jahres.

In der Wikipedia habe ich mich anfangs vorwiegend auf all jene Themen konzentriert, die meine Heimatstadt in irgendeiner Weise tangieren. Mittlerweile schweift der Blick weiter und verharrt nicht mehr auf einem bestimmten Feld; vielmehr hüpfe ich mal hierhin und mal dorthin. Dort, wo es mir gut gefällt, verweile ich auch durchaus etwas länger oder komme gerne wieder.



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