Berlin (Radar)

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FuG 240 „Berlin“

Das FuG 240 „Berlin“ war ein Radargerät der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Es wurde von Telefunken gebaut und ab April 1945 eingesetzt. Es war das modernste deutsche Radargerät für Abfangjäger und wies bereits alle wesentlichen Merkmale heutiger Modelle auf. Bis zum Kriegsende konnten nur 25 Exemplare gefertigt werden. Das FuG 240 verwendete anstatt der großen Richtantenne, wie sie noch beim Lichtenstein-Radar eingesetzt wurde, nur eine kleine Parabolantenne. Diese konnte aerodynamisch günstiger hinter einer Sperrholzverkleidung in der Rumpfnase eines Flugzeugs verbaut werden. Dadurch ergab sich eine um 50 km/h höhere Fluggeschwindigkeit.

Zum Einsatz kam das FuG 240 im Nachtjagdflugzeug Ju 88 G-6. Ermöglicht wurde dieses neue kleine Radargerät durch Beutestücke aus abgeschossenen britischen Flugzeugen mit Rotterdam-Geräten. Die verwendeten Magnetrons waren bis dahin in Deutschland unbekannt. Die damit möglichen sehr kurzen Wellenlängen erlaubten nun viel kompaktere Geräte mit mehr Sendeleistung und größerer Reichweite. Arbeitete „Lichtenstein“ noch mit 60 cm Wellenlänge, so sendete das „Berlin“ auf 9 cm. Damit war eine Verkleinerung der Antenne um den Faktor 7 möglich.

Galerie[Bearbeiten]

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Sendeleistung: 15.000 W
  • Suchwinkel: +/− 55°
  • Antennengröße: 70 cm
  • Frequenz: 3.250–3.330 MHz
  • Reichweite: 500–9.000 m

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Funkmessgeräte – Übersicht deutscher Radargeräte im Zweiten Weltkrieg

Weblinks[Bearbeiten]