Bitche
| Bitche (Bitsch) | ||
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| Region | Lothringen | |
| Département | Moselle | |
| Arrondissement | Sarreguemines | |
| Kanton | Bitche | |
| Koordinaten | 49° 3′ N, 7° 26′ O49.0519444444447.4252777777778286Koordinaten: 49° 3′ N, 7° 26′ O | |
| Höhe | 286 m (249–432 m) | |
| Fläche | 41,13 km² | |
| Einwohner | 5.415 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 132 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 57230 | |
| INSEE-Code | 57089 | |
| Website | http://www.ville-bitche.fr/ | |
Rathaus Bitche |
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Bitche (deutsch Bitsch) ist eine Kleinstadt mit 5415 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) im französischen Département Moselle in Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines, ist Hauptort des Kantons Bitche und Sitz des Gemeindeverbandes Pays de Bitche (Bitscher Land).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Stadt Bitche liegt nahe der Grenzen zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz. Die umliegende waldreiche Region, das Bitscher Land, ist nach ihr benannt. Die Stadt wird von einer monumentalen Zitadelle aus Sandstein überragt. Sie liegt unweit der Maginot-Linie, in die sie beim Bau dieser Kette von Festungen als Stützpunkt integriert wurde.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort entstand aus der Burg Bithis und den drei zu ihren Füßen liegenden Dörfern Vorgeburg, Rohr- und Kaltenhausen. Durch Umbau und Neugestaltung der Burg durch Vauban entstand das heutige Bitche.
Bitche gehörte ursprünglich den Grafen von Zweibrücken. Als 1333 das Gebiet geteilt wurde, entstand die Linie der Grafen von Zweibrücken-Bitsch, und Bitche wurde somit Hauptort einer eigenständigen Herrschaft, bis die Linie 1570 ausstarb. Bitche fiel an die lutherische Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Jedoch wollte der Herzog von Lothringen, Lehnsherr über Bitche, das Lehen einziehen. Darüber kam es ab 1572 zu einem lange währenden Streit, der erst 1606 mit einem Kompromiss beendet wurde. Danach fiel Bitche an Lothringen zurück und wurde in der Folge rekatholisiert.
In den folgenden Jahrhunderten wurde Bitche durch Kriege immer wieder schwer in Mitleidenschaft gezogen und wechselte mehrfach die Landeszugehörigkeit, wenngleich es nach dem Tod Stanislaus Leszczynskis, des letzten Herzogs von Lothringen, auch zunächst nach einer dauerhaften Zugehörigkeit zu Frankreich ausgesehen hatte.
Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 verteidigte Kommandant Louis-Casimir Teyssier die Zitadelle, die seit dem 8. August 1870 von bayerischen Truppen belagert wurde. Teyssier kapitulierte erst rund einen Monat nach dem Vorfrieden von Versailles am 25. März 1871. Die preußische Armee erlaubte den Abzug der französischen Soldaten unter Waffen.
Bitche fiel in der Folgezeit an Deutschland und kehrte nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 zu Frankreich zurück. Im Zweiten Weltkrieg bot die Zitadelle den Einwohnern von Bitche Schutz, insbesondere vor Luftangriffen.
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 |
| Einwohner | 4277 | 5004 | 5055 | 5648 | 5517 | 5752 | 5555 |
[Bearbeiten] Freizeit und Tourismus
Bitche liegt innerhalb des Naturparks Nordvogesen und verfügt über eine namhafte Gastronomie. Touristischer Hauptanziehungspunkt ist die ab 1680 von Vauban an Stelle einer mittelalterlichen Burg errichtete Zitadelle.
Die Zitadelle kann besichtigt werden. Mittels einer Video- und Audioführung (französisch, deutsch oder englisch) kommt man durch die im Inneren des Bauwerks gelegenen Gänge und Räume. Es ist den Machern der Ausstellung gelungen, eine wertungsfreie Darstellung des Deutsch-Französischen Krieges zu erstellen, die insbesondere den Schrecken des Krieges hervorhebt. Die kleine Kirche, sowie die anderen Gebäude auf der Zitadelle - welche die Kriege überstanden hatten - wurden restauriert.
4 km westlich der Stadt liegt das Fort Simserhof, eines der 5 wichtigsten Hauptwerke der Maginot-Linie. Die unterirdische Festungsanlage kann besichtigt werden.
Bitche beteiligt sich an dem internationalen Projekt Gärten ohne Grenzen mit dem Garten des Friedens, der als Verbindung zwischen Stadt und Festung angelegt ist. Die Besichtigung des Gartens ist im Eintrittspreis für die Zitadelle enthalten. Seit 2004 gibt es auch den Meteorischen Garten, der vom Internationalen Zentrum für Glaskunst in Meisenthal realisiert wurde. 2006 kam der Water Glass Garden hinzu, der englische Gartentradition mit modernem Design verbinden soll. Dieser Garten wurde von Künstlern des Hadlow College in Greenwich geschaffen.
Am Fuß der Zitadelle (Südseite) liegt ein sehenswerter kleiner Bahnhof aus wilhelminischer Zeit, dessen Bausubstanz sich noch im Originalzustand befindet.
[Bearbeiten] Verkehr
- Schienenpersonennahverkehr
Ab Bitche (Endbahnhof) verkehren derzeit von Montag bis Freitag sechs Zugpaare in der Hauptverkehrszeit von/nach Saargemünd (Sarreguemines), die ersten beiden Zugpaare frühmorgens dabei durchgebunden von/bis Metz Ville. Samstags fahren nur zwei Zugpaare (morgens) ab Bitche, das erste frühmorgens dabei ebenfalls durchgebunden von/bis Metz Ville. An Sonn- und Feiertagen ruht der Schienenpersonennahverkehr ganz.
- Linienbusverkehr
Von Bitche aus gibt es Linienbusverkehr weiter nach Niederbronn bzw. Haguenau.[1]
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Reinhard I. (1569–1625), Regent der Grafschaft Hanau-Lichtenberg von 1599 bis 1625
- Hermann Florstedt (1895–unbekannt), SS-Standartenführer und KZ-Kommandant
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
Seit 1979 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Bitche und der deutschen Stadt Lebach im Saarland.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Seite
- Zitadelle von Bitsch
- Bitsch (frz.)
- Bilder der Zitadelle auf historische-orte.de
- Literatur zum Schlagwort Bitche im Katalog der DNB und in den Bibliotheksverbünden GBV und SWB
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