Boutique

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Boutique Christian Lacroix

Als Boutique (fr.) werden Einzelhandelsläden bezeichnet, die Modeartikel wie Kleidung, Schmuck oder die dazugehörigen Accessoires verkaufen. Boutique kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt kleines Geschäft und Kramladen.

In der Rechtsanwalts-Branche bezeichnet man als Boutique oder auch Anwaltsboutique eine relativ kleine, aber hochspezialisierte Kanzlei, die oft aus nur drei bis vier Rechtsanwälten besteht und die sich auf die Abdeckung einiger weniger ausgewählter Rechtsgebiete beschränkt. Anwaltsboutiquen stehen im Gegensatz zu Großkanzleien mit teilweise mehreren hunderten Anwälten.

Im Musikinstrumentenbau hat sich, ausgehend vom englischsprachigen Raum, die Bezeichnung Boutique seit den späten 1990er-Jahren als Oberbegriff für elektrische Gitarren und Gitarrenverstärker eingebürgert, die in besonders hoher Qualität und in Klein- bis Kleinstauflage vollständig in Handarbeit gebaut werden; nicht selten als Maßanfertigung nach Kundenvorgaben. Derart hergestellte Instrumente sind preislich fast ausschließlich in der Oberklasse angesiedelt.[1]

Etymologie[Bearbeiten]

Das Wort geht nach Auffassung des Duden und des Knaur-Wörterbuchs auf das provenzalische botica (= Laden ) und dieses wiederum auf den griechischen Terminus apothéke, was so viel wie Abstellraum, Magazin bedeutete, zurück.

Im deutschsprachigen Raum existiert überdies das Wort Budike, das verballhornend an das Wort Bude angelehnt ist und das keinen Mode-, sondern eher (im ursprünglichen französischen Wortsinne) einen Kramladen bezeichnet.

Im Dänischen und Norwegischen, wo die Schreibweise 'butik', bzw. 'butikk' ist, hat sich die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes als 'Laden' erhalten, unter welchem man übergeordnet ein Einzelhandelsgeschäft versteht (also nicht zwingend nur Modeartikel wie Kleidung, Schmuck oder dazugehörige Accessoires).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guitar Voodoo Guide – Das Lexikon für den Gitarristen, S. 34 f. Presse Projekt Verlag, Bergkirchen 2006. ISSN 1430-9769