Bryan Murray
Bryan Clarence Murray (* 5. Dezember 1942 in Shawville, Québec) ist ein kanadischer Eishockeytrainer und General Manager, der zurzeit in beiden Funktionen bei den Ottawa Senators aus der National Hockey League tätig ist.
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Karriere[Bearbeiten]
Bryan Murray wuchs als eines von zehn Kindern in Shawville auf. In seiner Jugend spielte er bei mehreren Eishockeyteams, konnte sich aber nicht für eine Karriere als professioneller Spieler empfehlen. Er besuchte das Macdonald College in Ste. Anne de Bellevue, wo er neben seinem Studium auch als Trainer des Eishockeyteams arbeitete. Später arbeitete er als Lehrer in Shawville, eröffnete ein Sportgeschäft und kaufte das lokale Hotel.
Nebenbei arbeitete er als Trainer in der CJHL und erhielt 1979 den Job als Cheftrainer in der kanadischen Juniorenliga WHL, wo er die Regina Pats trainieren sollte. Mit ihnen gewann er sofort die WHL-Meisterschaft und spielte mit den Pats in der Endrunde um den Memorial Cup, die wichtigste Eishockeytrophäe in Kanada der 16- bis 21-Jährigen.
1980 wechselte er endgültig professioneller Eishockeytrainer und übernahm den Posten des Cheftrainers bei den Hershey Bears in der AHL, dem Farmteam der NHL-Mannschaft Washington Capitals. Unter Murray schafften es die Bears ihre beste Saison seit über 40 Jahren abzuliefern und Murray wurde vom Fachblatt The Hockey News zum Minor-League-Trainer des Jahres ernannt.
Während der Saison 1981/82 wurde der Trainer der Washington Capitals entlassen und Bryan Murray wurde sein Nachfolger. Unter seiner Führung schaffte es das Team 1982/83 zum ersten Mal in seiner Geschichte in die Playoffs und im Jahr darauf konnten sich die Capitals noch einmal um neun Siege in der regulären Saison steigern. Murray erhielt dafür den Jack Adams Award als bester Trainer der NHL. In den nächsten fünf Jahren schafften es die Capitals immer in die Playoffs, doch als sie in der Saison 1989/90 schwächelten und die Qualifikation für die Playoffs in Gefahr geriet, entschied man sich Murray zu entlassen.
Zu Beginn der Saison 1990/91 wurde er von den Detroit Red Wings als Trainer und General Manager verpflichtet. Drei Jahre lang trainierte er das Team und schaffte gute Platzierungen in der regulären Saison, doch in den Playoffs kam spätestens in der zweiten Runde das Aus. Er wurde ersetzt durch Trainerlegende Scotty Bowman, blieb aber noch ein weiteres Jahr bei den Red Wings als General Manager, ehe er 1994 das Franchise verließ. Der große Erfolg blieb für Murray in Detroit somit aus, doch er half in seinen vier Jahren bei dem Team mit, dass sich daraus eine der dominantesten und erfolgreichsten Mannschaften der nächsten Jahre entwickelte.
Gleich im Sommer 1994 erhielt er bei den Florida Panthers eine neue Anstellung als General Manager. Das Team hatte erst eine Saison in der NHL absolviert und Murray sollte eine konkurrenzfähige Mannschaft aufbauen. Und bereits in der Saison 1995/96 standen die Panthers im Finale um den Stanley Cup, wo sie allerdings den Colorado Avalanche unterlegen waren. Die folgenden Jahren verliefen nicht mehr so erfolgreich und nur noch zwei Teilnahmen an den Playoffs sprangen heraus. Murray hatte während der Saison 1997/98 für 59 Spiele das Amt als Cheftrainer inne, nachdem Doug MacLean entlassen wurde. Nach vielen Misserfolgen wurde Murray schließlich während der Saison 2000/01 durch Bill Torrey ersetzt.
Im Sommer 2001 wurde er Trainer der Mighty Ducks of Anaheim, blieb aber nur ein Jahr lang auf diesem Posten, nachdem ihm das Team anbot Senior Vice-President und General Manager des Franchise zu werden. Er nahm das Angebot an und entschied sich für Mike Babcock als sein Nachfolger im Traineramt. Das Team hatte schnell Erfolg und erreichte 2003 das Stanley Cup-Finale. Im Sommer 2004 überraschte Murray, als er sich entschied von seinen Ämtern in Anaheim zurückzutreten um Cheftrainer bei den Ottawa Senators zu werden.
Sein Debüt als Trainer der Senators musste aber noch etwas warten, da die Saison 2004/05 wegen des Lockout abgesagt wurde. Dafür verlief die Saison 2005/06 umso erfolgreicher. Die Senators erreichten in der regulären Saison den ersten Platz in der Eastern Conference und lagen in der gesamten NHL auf Platz zwei. In den Playoffs scheiterten sie allerdings schon in der zweiten Runde.
In der Saison 2006/07 führte er die Ottawa Senators zu ihrer ersten Teilnahme am Stanley Cup-Finale. Dort traf er auf sein ehemaliges Team, die Anaheim Ducks. Dominierten in den ersten drei Runden die Topstürmer der Senators die Spiele, wurden sie jedoch in der Finalserie fast komplett ausgeschaltet und Anaheim gewann nach fünf Spielen das Finale.
Trotz des Erfolges trennten sich die Senators nur wenige Wochen später von General Manager John Muckler und Murray übernahm den Posten als General Manager, legte aber sein Traineramt nieder, während sein Assistentztrainer John Paddock den Posten als Cheftrainer übernahm. Die ersten wichtigen Amtshandlungen von Murray waren die Vertragsverlängerungen mit den Stürmerstars Dany Heatley und Jason Spezza. Zwar erwischten die Senators einen sehr guten Saisonstart und führten die Eastern Conference lange Zeit an, verloren die Spitzenposition jedoch auf Grund von mangelnder Konstanz und Trainer John Paddock wurde im Februar 2008 aus seinem Amt entlassen, woraufhin Murray erneut die Mannschaft als Cheftrainer übernahm.
Sein Bruder Terry Murray war ebenfalls Trainer in der NHL.
Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]
Als Trainer[Bearbeiten]
- Stanley Cup-Finale 2007
- Jack Adams Award 1984
- WHL-Meisterschaft 1980
Als General Manager[Bearbeiten]
- Stanley Cup-Finale 1996 (mit Florida) und 2003 (mit Anaheim)
Weblinks[Bearbeiten]
Torhüter: Craig Anderson | Robin Lehner
Verteidiger: Jared Cowen | Erik Karlsson | Mike Lundin | Marc Methot | Chris Phillips
Angreifer: Daniel Alfredsson | Cory Conacher | Erik Condra | Colin Greening | Guillaume Latendresse | Milan Michálek | Chris Neil | Jim O’Brien | Peter Regin | Jakob Silfverberg | Zack Smith | Jason Spezza | Kyle Turris
Cheftrainer: Paul MacLean Assistenztrainer: Dave Cameron | Mark Reeds General Manager: Bryan Murray
1974 Shero | 1975 Pulford | 1976 Cherry | 1977 Bowman | 1978 Kromm | 1979 Arbour | 1980 Quinn | 1981 Berenson | 1982 Watt | 1983 Tessier | 1984 Murray | 1985 Keenan | 1986 Sather | 1987 Demers | 1988 Demers | 1989 Burns | 1990 Murdoch | 1991 Sutter | 1992 Quinn | 1993 Burns | 1994 Lemaire | 1995 Crawford | 1996 Bowman | 1997 Nolan | 1998 Burns | 1999 Martin | 2000 Quenneville | 2001 Barber | 2002 Francis | 2003 Lemaire | 2004 Tortorella | 2005 – | 2006 Ruff | 2007 Vigneault | 2008 Boudreau | 2009 Julien | 2010 Tippett | 2011 Bylsma | 2012 Hitchcock | 2013 MacLean
Cheftrainer: Ron Wilson (1993–1997) | Pierre Pagé (1997–1998) | Craig Hartsburg (1998–2000) | Guy Charron (2000–2001) | Bryan Murray (2001–2002) | Mike Babcock (2002–2005) | Randy Carlyle (2005–2011) | Bruce Boudreau (seit 2011)
General Manager: Jack Ferreira (1993–1997) | Pierre Gauthier (1997–2002) | Bryan Murray (2002–2004) | Al Coates (2004–2005) | Brian Burke (2005–2008) | Bob Murray (seit 2008)
Cheftrainer: Roger Neilson (1993–1995) | Doug MacLean (1995–1997) | Bryan Murray (1997–1998) | Terry Murray (1998–2000) | Duane Sutter (2000–2001) | Mike Keenan (2001–2003) | Rick Dudley (2003–2004) | John Torchetti (2004) | Jacques Martin (2005–2008) | Peter DeBoer (2008–2011) | Kevin Dineen (seit 2011)
General Manager: Bobby Clarke (1993–1994) | Bryan Murray (1994–2000) | Bill Torrey (2000–2001) | Chuck Fletcher (2001–2002) | Rick Dudley (2002–2004) | Mike Keenan (2004–2006) | Jacques Martin (2006–2009) | Randy Sexton (2009–2010) | Dale Tallon (seit 2010)
Bob Murray (Anaheim) | Peter Chiarelli (Boston) | Darcy Regier (Buffalo) | Jay Feaster (Calgary) | Jim Rutherford (Carolina) | Stan Bowman (Chicago) | Greg Sherman (Colorado) | Jarmo Kekäläinen (Columbus) | Jim Nill (Dallas) | Ken Holland (Detroit) | Craig MacTavish (Edmonton) | Dale Tallon (Florida) | Dean Lombardi (Los Angeles) | Chuck Fletcher (Minnesota) | Marc Bergevin (Montréal) | David Poile (Nashville) | Lou Lamoriello (New Jersey) | Garth Snow (NY Islanders) | Glen Sather (NY Rangers) | Bryan Murray (Ottawa) | Paul Holmgren (Philadelphia) | Don Maloney (Phoenix) | Ray Shero (Pittsburgh) | Doug Armstrong (St. Louis) | Doug Wilson (San Jose) | Steve Yzerman (Tampa Bay) | Dave Nonis (Toronto) | Mike Gillis (Vancouver) | George McPhee (Washington) | Kevin Cheveldayoff (Winnipeg)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Murray, Bryan |
| ALTERNATIVNAMEN | Murray, Bryan Clarence (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadischer Eishockeytrainer und General Manager |
| GEBURTSDATUM | 5. Dezember 1942 |
| GEBURTSORT | Shawville, Québec |