Budgetgerade
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Eine Budgetgerade bezeichnet in der Mikroökonomie jene Gerade, auf der sich alle Punkte befinden, die Kombinationen von Gütern darstellen, bei denen die ausgegebene Gesamtsumme eines Konsumenten gleich seinem Einkommen (Budget) ist. Laut der Konsumententheorie ist jeder Konsument aufgrund seines beschränkten Einkommens mit einer Budgetbeschränkung konfrontiert. Jeder Konsument strebt danach, seinen persönlichen optimalen Nutzen zu erzielen, d. h. sein Haushaltsoptimum zu erreichen.
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[Bearbeiten] Konstruktion
Ein Konsument konsumiert bzw. kauft mit seinem Budget, das er vollständig ausgibt, (der Einfachheit halber) nur zwei Güter. Die konsumierte Menge pro Zeiteinheit (z. B. ein Monat) des einen Gutes (Gut 1) wird auf der horizontalen, die Menge des anderen Gutes (Gut 2) auf der vertikalen Achse eines zweidimensionalen Koordinatensystems im positiven Bereich (1. Quadrant) aufgetragen. Die Budgetgerade wird nun als eine gerade Linie dargestellt, die von dem Punkt der vertikalen Achse, in dem die jeweilige Person ihr gesamtes Budget für Gut 2 ausgibt, bis zu jenem Punkt auf der horizontalen Achse, in dem die Person ihr gesamtes Budget für Gut 1 ausgibt, reicht. Die Budgetgerade stellt nun alle Kombinationen der beiden Güter dar, die der Konsument mit seinem fixen Einkommen erwerben kann. An den jeweiligen Extremen (Schnittpunkt der Geraden mit einer Achse) wird nur ein Gut konsumiert, d. h. das gesamte Einkommen wird nur für dieses Gut ausgegeben. Zwischen diesen Extremen kann vom Konsumenten mit bestehendem Einkommen jede Güterkombination auf der Budgetgeraden gewählt werden.
[Bearbeiten] Beispiel
Herr P. kauft nur Wasserflaschen (Gut 1) und Brotlaibe (Gut 2). Eine Wasserflasche kostet 1 Euro, ein Brotlaib 2 Euro. Herr P. hat ein monatliches Einkommen von 40 Euro. Er kann, wie auf der Budgetgeraden ersichtlich, entweder 40 Wasserflaschen und keinen Brotlaib, 20 Brotlaibe und keine Wasserflasche oder jede Kombination der beiden Güter wählen, die auf der Budgetgeraden liegt (z. B. 10 Brotlaibe und 20 Wasserflaschen oder 8 Brotlaibe und 24 Wasserflaschen). Selbstverständlich kann er auch weniger konsumieren, als ihm durch sein Einkommen möglich wäre; dann würde sich sein Konsum grafisch nicht auf der Budgetgeraden, sondern in dem Feld zwischen der Geraden und dem Koordinatenursprung abzeichnen.
[Bearbeiten] Berechnung
Einkommen = (Preis von Gut 1 × Menge von Gut 1) + (Preis von Gut 2 × Menge von Gut 2)
dargestellt als Formel: Y = p1 × x1 + p2 × x2
Für die „Extremwerte“ ergeben sich durch Umformung der Gleichung folgende Darstellungen:
- Nur Konsum von Gut 1: x1 = Y / p1
- Nur Konsum von Gut 2: x2 = Y / p2
Die Steigung der Budgetgeraden entspricht dem negativen Quotienten beider Preise, nämlich (− p1 / p2).
Anmerkung: x1, x2 sind die Mengen der Güter; p1, p2 sind die jeweiligen Preise; Y (englisch: yield) ist das Einkommen.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Varian: Grundzüge der Mikroökonomik. Oldenbourg, München.
- Pindyck/Rubinfeld: Mikroökonomie. Pearson Studium, ISBN 3827371643

