Carl Burger

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Bildhauer Carl Burger. Zu anderen Personen siehe Karl Burger.
Büste Karl der Große
Studentenbrunnen Bonn
Kreuzweg, Malmedy

Carl Burger (* 26. November 1875 in Tännesberg; † 20. Februar 1950 in Mayen) war ein deutscher Bildhauer und Kunstprofessor.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Carl Burger begann seine Ausbildung 1889 an der Schnitzschule in Partenkirchen. Danach studierte er von 1891 bis 1893 an der Königlichen Kunstgewerbeschule München. Zwischen 1893 und 1896 führten ihn verschiedene Studienreisen unter anderem nach Böhmen, Österreich und Belgien. Von 1896 bis 1900 war er Schüler von Prof. Syrius Eberle an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München. Anschließend arbeitete er als dekorativer Bildhauer unter Prof. Felix Pfeifer. 1904 kam er als Lehrer für Plastik an die Kunstgewerbeschule Aachen. Ab 1921 war Carl Burger in Mayen tätig. Er gründete die Mayener Steinmetz-Fachschule und war deren erster Direktor. Er arbeitete mit heimischer Basaltlava.

Werke[Bearbeiten]

Aachen Tritonen-Brunnen (1906−1910), heute an der Kaiser-Friedrich-Allee, bis 1923 vor dem Hauptbahnhof
Denkmal des wehrhaften Schmieds (1909) in der Jakobstraße
Aesculap- und Neptunbrunnen in der Elisabethhalle (1911)
Büste Karl der Große
Bitburg Bierbrunnen (1937)
Bonn Studentenbrunnen (1913)
Brühl Kriegerdenkmal 1914–1918, auf dem Südfriedhof
Eupen Kreis-Kriegerdenkmal 1866 und 1870/1871, auf dem Werthplatz
Hammerstein (am Rhein) nicht ausgeführter Entwurf für Reichsehrenmal auf der Rheininsel Hammersteiner Werth
Inden-Lucherberg Kriegerdenkmal 1914–1918
Koblenz Weinbrunnen nahe dem Weindorf (1928) - 1962 abgebaut, 2013 wiederaufgebaut
Pionier-Gedenkstein (1935) - Bataillonsdenkmal 1914–1918 des 1. Rheinischen Pionier-Bataillons Nr. 8, anfänglich im Hof der (ehemaligen) Falckenstein-Kaserne, seit 1939 in den Rheinanlagen, im Zweiten Weltkrieg zerstört
Schängelbrunnen im Rathaushof (1940)
Köln-Immendorf Kriegerdenkmal 1914–1918
Kreuzau Kriegerdenkmal 1914–1918
Malmedy 13 Flachreliefs für den Kreuzweg auf dem Kalvarienberg (1913)
Mayen Relief von drei Figuren an Hausfassade 1938, Am Layenborn 57a
Rheinbrohl Ehrenmal des Infanterie-Regiments Nr. 29, auf der Rheinbrohler Ley
Stolberg (Rheinland) Kruzifix in der Pfarrkirche St. Lucia
Relief der büßenden Magdalena, ebenda
Zell (Mosel) Zeller Schwarze Katz-Brunnen, in der Marktstraße

Literatur[Bearbeiten]

  • Carl Burger. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 15, Saur, München u.a. 1996, ISBN 3-598-22755-8, S. 200 f.
  • Carl Burger. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 5, E. A. Seemann, Leipzig 1911, S. 245.
  • Carl Burger. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Bd. 1. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 354
  • Carl Burger: Das Reichsehrenmal auf der Insel Hammerstein im Rhein / Entwurf v. Carl Burger, Mayen. Rhein- und Wied-Druckerei, Neuwied-Linz 1926.
  • Carl Burger: Alte Hospitalkapelle Mayen / Bildwerk-Ausstellung. Ferarri, Mayen 1928.
  • Carl Burger: Der Bierbrunnen von Bitburg (Eifel). Bitburger Verlagsdruckerei, Bitburg 1937.
  • Michael Losse: Der Bildhauer Carl Burger und die Steinmetz-Fachschule in Mayen: (1922–1966). In: Eifel-Jahrbuch. 1995, S. 135–143.
  • Michael Losse: Das Grabkreuz Bise in Adenau – ein Werk des Bildhauers Prof. Carl Burger (1875–1950). In: Jahrbuch. Stadt Adenau, 1997, S. 11–15.
  • Martin Steffens: Carl Burger, der Namensgeber unserer Schule. In: 75 Jahre Carl-Burger-Schule. Berufsbildende Schulen Mayen, Mayen 1998, S. 31–33.
  • Michael Losse: „Es wird eine Märchenwelt in Stein erstehen, eine Fibel ohne Worte …“: Betrachtungen zu Carl Burgers „Märchenhort“ im St.-Veit-Park in Mayen (1933). In: Heimatbuch. Mayen-Koblenz, 2000, S. 76–83.

Weblinks[Bearbeiten]