Charles Farrell

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Charles Farrell (* 9. August 1901 in Onset Bay, Massachusetts; † 6. Mai 1990 in Palm Springs, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler der 1920er und 1930er Jahre. Er war gemeinsam mit Janet Gaynor in 12 gemeinsamen Filmen Teil von Americas Favorite Lovebirds.

Leben[Bearbeiten]

Nach einigen Jahren am Theater gab Farrell 1923 sein Leinwanddebüt als Statist in dem Pola Negri-Film The Cheat. Nach einigen Nebenrollen, hauptsächlich bei Paramount und Fox wurde er 1927 praktisch über Nacht als Partner von Janet Gaynor mit dem Film Das Glück in der Mansarde unter der Regie von Frank Borzage zu einem Star. Der Film, der die romantischen Abenteuer einer jungen Frau und eines Schornsteinfegers in Paris schildert, wurde zum größten Kassenerfolg des Jahres und machte aus den Beiden für die nächsten sieben Jahre eines der beliebtesten Leinwandpaare. Während Greta Garbo und John Gilbert sowie Vilma Banky und Ronald Colman eher in melodramatischen Abenteuern auftraten, waren Farrell und Gaynor häufig als idealistische junge Liebende zu sehen. Das trug ihnen den Beinamen America's Sweethearts ein. Das Paar schaffte 1929 mit dem Musical Sunny Side Up den Sprung in den Tonfilm und erreichte 1930 den Gipfel der Popularität mit Happy Days und High Society Blues.

Während Gaynor, im Gegensatz zu ihrem naiven Leinwandimage, resolut für mehr Gagen und Mitspracherechte bei der Auswahl ihrer Filme kämpfte, war Farrell als Solokünstler wenig erfolgreich. Abgesehen von The River aus dem Jahr 1928 sowie dem Film City Girl unter der Regie von Friedrich Murnau aus dem Jahr 1929/1930 waren seine Filme oft mit wenig Aufwand produziert. Nachdem das alte Fox-Studio 1934 den Bankrott erklären musste, ging Farrell für einen Film zu Warner Brothers, wo er an der Seite von Bette Davis in The Big Shakedown auftrat. Danach war seine Karriere mehr oder weniger beendet. Er zog sich in den 1940ern von der Leinwand zurück und wurde als Manager des Palm Springs Racquet Clubs reich und erfolgreich. In den 1950ern war er für sieben Jahre Bürgermeister der Gemeinde Palm Springs. Im Fernsehen hatte er mit My Little Margie und The Charles Farrell Show Erfolge, die sein persönliches Vermögen ebenfalls vergrößerten.

Obwohl die Fanpresse oft und gerne über eine angebliche Romanze zwischen Gaynor und Farrell spekulierte heiratete Farrell am Ende die Schauspielerin Virginia Valli. Zeit seines Lebens war die sexuelle Orientierung sowohl von Gaynor als auch Farrell Gegenstand vieler Gerüchte.

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Filme mit Janet Gaynor sind mit einem Sternchen* gekennzeichnet.

  • 1927: Das Glück in der Mansarde* (Seventh Heaven)
  • 1928: Engel der Straße* (Street Angel)
  • 1928: The River
  • 1929: Sunny Side Up*
  • 1929: Lucky Star*
  • 1930: City Girl
  • 1930: Happy Days*
  • 1930: High Society Blues*
  • 1931: The Man Who Came Back*
  • 1931: Merely Mary Ann*
  • 1931: Delicious*
  • 1932: The First Year*
  • 1932: Tess of the Storm Country*
  • 1934: Carolina*
  • 1934: The Great Shakedown

Weblinks[Bearbeiten]