Gouldsmaragdkolibri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Chlorostilbon elegans)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gouldsmaragdkolibri
Chlorostilbon elegans, Illustration von John Gould

Chlorostilbon elegans, Illustration von John Gould

Systematik
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eigentliche Kolibris (Trochilinae)
Gattung: Smaragdkolibris (Chlorostilbon)
Art: Gouldsmaragdkolibri
Wissenschaftlicher Name
Chlorostilbon elegans
(Gould, 1860)

Der Gouldsmaragdkolibri (Chlorostilbon elegans) ist eine wenig bekannte ausgestorbene Kolibriart aus der Gattung der Smaragdkolibris, die 1860 von John Gould unter dem Namen Erythronota elegans beschrieben und gezeichnet wurde. Sie ist nur von einem einzigen Exemplar unbekannter Herkunft bekannt, das im Walter Rothschild Zoological Museum in Tring aufbewahrt wird. Nach Goulds Beschreibung hatte der Kolibri eine glitzernd hellgrüne Haube. Kehle und Brust waren bronzegrün. Der Gouldsmaragdkolibri galt lange als zweifelhafte Art. Erst nach einer Untersuchung des Museumsexemplares durch den deutschen Ornithologen André-Alexander Weller im Jahre 1999 wurde der Gouldsmaragdkolibri als valide Art anerkannt und 2004 von der IUCN in die Liste der ausgestorbenen Vogelarten aufgenommen. Weller vermutet Jamaika oder die nördlichen Bahamas als Herkunftsgebiet der Art.

Etymologie und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

John Gould beschrieb den Kolibri unter dem Namen Erythronota (?) elegans. Wer das Typusexemplar gesammelt hat bzw. wo es lebte war Gould nicht bekannt.[1] Ein Jahr später publizierte Gould die dazugehörige Tafel. Sie war Teil der 24. Lieferung seiner Kolibritafeln.[2][3] Erst später wurde er der Gattung Chlorostilbon zugeordnet. Dieser Name setzt sich aus den griechischen Worten »chlōros χλωρός« für »grün« und »stilbōn στίλβων« für »scheinend« zusammen. Die Griechen gaben dem Merkur den Beinamen Stilbōn was auf »stilbē στιλβη« für »Lampe« zurückzuführen ist.[4] Das lateinische »elegans« bedeutet »fein, geschmackvoll, elegant«.[5]

Literatur[Bearbeiten]

  •  James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
  •  André-Alexander Weller: On types of trochilids in The Natural History Museum, Tring II. Re-evaluation of Erythronota (?) elegans Gould 1860: a presumed extinct species in the genus Chlorostilbon. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club. Bd. 119, Nr. 3, 1999, S. 197-202 (online, abgerufen am 17. Juli 2014).
  •  John Gould: Description of Twenty-two new Species of Humming-Birds. In: Proceedings of the Zoological Society of London. Bd. 28, Nr. 3, 1860, S. 304-312 (online, abgerufen am 16. Juli 2014).
  •  John Gould: A monograph of the Trochilidæ, or family of humming-birds. Bd. 5, Nr. Lieferung 24, Taylor and Francis, London 1861 (online, abgerufen am 17. Juli 2014).
  •  Frederick Herschel Waterhouse: The dates of publication of some of the zoological works of the late John Gould, F.R.S.. R. H. Porter, London 1885 (online, abgerufen am 17. Juli 2014).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. John Gould (1860), S. 307
  2. John Gould (1861), Tafel 320
  3. Frederick Herschel Waterhouse, S. 49 Hier wird Publikationsjahr, Lieferung mit den Tafel in A monograph of the Trochilidæ dargestellt.
  4. James A. Jobling, S. 103
  5. James A. Jobling, S. 144