Chris Berger

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Chris Berger 1932

Christiaan David „Chris“ Berger (* 27. April 1911 in Amsterdam; † 12. September 1965 ebenda) war ein niederländischer Leichtathlet. Er gehörte vor dem Zweiten Weltkrieg zu den besten europäischen Sprintern.

1930 wurde Chris Berger internationaler britischer Meister (AAA) über 100 Yards und Zweiter über 220 Yards. Sein niederländischer Rekord im 200-Meter-Lauf von 21,1 s wurde erst 1965 unterboten. Bei den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles schied er sowohl über 100 Meter als auch über 200 Meter im Zwischenlauf aus. 1933 wurde er AAA-Meister über 220 Yards und Zweiter über 100 Yards.

Am 26. August 1934 lief er in Amsterdam 10,3 s und stellte damit den Weltrekord ein. Als Weltrekord wurde diese Zeit 1936 von Jesse Owens unterboten, als Europarekord hielt Bergers Zeit bis 1951. Zwei Wochen nach seinem Weltrekord dominierte Berger die Sprintstrecken bei den Europameisterschaften 1934 in Turin. Über 100 Meter gewann er in 10,6 s vor dem Deutschen Erich Borchmeyer, über 200 Meter siegte er in 21,5 s vor dem zeitgleichen Ungarn Jozsef Sir. Mit der niederländischen 4-mal-100-Meter-Staffel gewann er Bronze hinter den Staffeln aus Deutschland und Ungarn. Von 1930 bis 1934 gewann Berger acht niederländische Meistertitel.

Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin schied er über 100 Meter im Zwischenlauf aus. Gemeinsam mit dem Olympiadritten über 100 und 200 Meter Martinus Osendarp stand er mit der Sprintstaffel im Olympischen Finale. Dort verlor die Staffel allerdings unterwegs das Staffelholz und wurde disqualifiziert.

Nach seiner Karriere war Berger technischer Direktor des Olympiastadions in seiner Heimatstadt Amsterdam.

Chris Berger war als aktiver Sportler 1,83 m groß und wog 77 kg.

Bestzeiten[Bearbeiten]

  • 100 Meter: 10,3 s (1934)
  • 200 Meter: 21,1 s (1930)

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Holzhausen: Weltrekorde und Weltrekordler. 100m-Lauf - 200m/220y-Lauf. Grevenbroich 2000
  • Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896-1996 Track and Field Athletics. Berlin 1999, publiziert über Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e.V.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Chris Berger in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)