Christian von Frisch
Christian von Frisch (* 5. November 1807 in Stuttgart; † 29. März 1881 in Stuttgart) war ein deutscher Pädagoge, Gelehrter und Politiker.
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[Bearbeiten] Leben
Christian Frisch kam als Sohn eines Oberfinanzrats in Stuttgart zur Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums und des Evangelischen Seminars in Blaubeuren studierte er in Tübingen Theologie. Später wechselte er zum Studium der Mathematik und machte in Erlangen sein Examen. In Tübingen schloss er sich der Alten Tübinger Burschenschaft (später Germania Tübingen) und den Tübinger Feuerreitern, in Erlangen der Burschenschaft Germania Erlangen an.
1833 wurde er Lehrer an der Realanstalt Stuttgart, 1862 schließlich Rektor der Schule. Das Interesse an der Astronomie führte in zur Beschäftigung mit Johannes Kepler. Später gab er dessen Werke heraus und setzte sich für ein Denkmal Keplers in Weil der Stadt ein. Er wurde Vorstand der Stuttgarter Museumsgesellschaft sowie vom König mit dem Ritterkreuz Erster Klasse des Ordens der Württembergischen Krone geehrt und in den Personaladel erhoben. Die Universität Tübingen zeichnete ihn mit zwei Ehrendoktortiteln aus, den einen erhielt er für die Entwicklung des Realschulwesens in Württemberg, den anderen für seine Studien zum Astronomen Johannes Kepler. 1881 starb der Gelehrte und Politiker ledig in Stuttgart.
[Bearbeiten] Politik
Schon als Student war Frisch ein politischer Mensch, er begeisterte sich für die deutsche Einigung und nahm an der Revolution von 1848/49 teil. Er war Vorsitzender des Vaterländischen Hauptvereins in Stuttgart und wurde Abgeordneter der Deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt. Frisch blieb als einer der wenigen Abgeordneten bis zur Zerschlagung des „Rumpfparlaments“ in Stuttgart im Juni 1849. Danach wurde er noch Mitglied der Ersten Verfassungsrevidierenden Landesversammlung Württembergs. Nach der Reichsgründung wurde er als Nationalliberaler 1871 für sechs Jahre Reichstagsabgeordneter. Im Reichstag vertrat er den Wahlkreis Württemberg 8 (Freudenstadt, Horb, Oberndorf, Sulz).
[Bearbeiten] Literatur
- Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 224.
- Frank Raberg: Christian von Frisch. In: Momente. Beiträge zur Landeskunde von Württemberg. Nr. 2/2006. Staatsanzeiger-Verlag Stuttgart.
- Heinrich Best und Wilhelm Weege: Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49, Seite 146 ff, Düsseldorf 1996.
- Siegmund Günther: Frisch, Christian. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 49, Duncker & Humblot, Leipzig 1904, S. 149 f.
[Bearbeiten] Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Frisch, Christian von |
| ALTERNATIVNAMEN | Frisch, Christian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pädagoge und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 5. November 1807 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |
| STERBEDATUM | 29. März 1881 |
| STERBEORT | Stuttgart |
- Pädagoge (19. Jahrhundert)
- Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
- Landtagsabgeordneter (Württemberg, Zweite Kammer)
- Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)
- Person (Stuttgart)
- Träger des Ordens der Württembergischen Krone (Ritter)
- Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen
- Deutscher
- Geboren 1807
- Gestorben 1881
- Mann
- Burschenschafter