Claus Richter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Journalisten Claus Richter. Zu anderen Personen siehe Klaus Richter.
Claus Richter

Claus Richter (* 4. November 1948 in Straubing) ist ein deutscher Journalist. Er ist seit dem 1. Januar 2001 Redaktionsleiter des ZDF-Politmagazins Frontal21.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur in Düren und Wehrdienst studierte Richter Politik, Volkswirtschaft und Germanistik an den Universitäten in Bonn, Heidelberg und Mannheim. Seit 1973 arbeitete Richter als freier Mitarbeiter beim WDR Hörfunk und Fernsehen, insbesondere für die Redaktion des ARD-Politmagazins Monitor. Im Jahr 1974 legte Richter sein Staatsexamen in Bonn ab. 1976 folgte eine Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Die Revolution von 1848 und der deutsche Liberalismus, gleichfalls in Bonn. 1976 bis 1981 arbeitete Richter als fester Redakteur für Monitor. In den Jahren 1981 bis 1984 war er ARD-Korrespondent und Studioleiter in Warschau, 1984 bis 1987 ARD-Korrespondent und Studioleiter in New York und 1987 bis 1991 ARD-Korrespondent und Studioleiter in Ostberlin. Von 1991 bis 1997 war Richter als ZDF-Korrespondent und Studioleiter für Südostasien in Singapur und in den Jahren 1997/1998 ZDF-Korrespondent und Studioleiter in Moskau.

In der Zeit vom 1. Mai 1998 bis 31. Dezember 2000 war Richter ZDF-Chefreporter und drehte neben aktuellen Beiträgen auch Dokumentationen, unter anderem Abenteuer Amazonas, Die neue Seidenstraße und Der Kampf ums kaspische Öl.

Seit dem 1. Januar 2001 ist er Redaktionsleiter des ZDF-Politmagazins Frontal21. Seit 2002 ist er freier Dozent an der ems Electronic Media School in Babelsberg [1] und seit März 2014 Lehrstuhlinhaber des Bereichs Fernsehjournalismus an der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1993: Götter, Gurus und Ganoven – aus der Goldstadt Bombay
  • 1994: Wir müssen den Krieg vergessen
  • 1994: Krieg im Paradies
  • 1995: Im Zeichen des Totenkopfs – Piraten in Fernost
  • 1995: Lockende Südsee – Im Banne des großen Feuers / Von Göttern und Götzen in Polynesien
  • 1997: Tatort Hongkong – Schmuggelboom vor dem Machtwechsel
  • 1998: Männer, die in die Kälte gingen
  • 1998: Im Rausch des schwarzen Goldes
  • 1999: Die neue Seidenstraße
  • 1999: Zum Sterben ins Kosovo
  • 2000: Abenteuer Amazonas
  • 2005: mit Stefan Aust: 3-teilige Dokumentation Fall Deutschland
  • 2006/2007: mit Stefan Aust: 3-teiligen Dokumentation Globalisierung – Wettlauf um die Welt
  • 2009: mit Stefan Aust: Dokumentation Wettlauf um die Welt – Aufbruch aus der Krise
  • 2009: mit Ulf-Jensen Röller: Dokumentation Kandidat Steinmeier
  • 2009: mit Stefan Aust: Dokumentation Auferstanden aus Ruinen – Von der SED zur Linkspartei
  • 2010: mit Ulf-Jensen Röller: Dokumentation Doppelporträt Wulff-Gauck

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • (Hrsg.): Leiden an der Gesellschaft. Königstein/Ts. 1976.
  • (Hrsg.): Die überflüssige Generation. Jugend zwischen Apathie und Aggression. Königstein/Ts. 1979.
  • Die Seidenstraße. Hamburg 1999.
  • Fall Deutschland. Hamburg 2005.
  • Wettlauf um die Welt. Hamburg 2007.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Richter ist Mitglied der Jury des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.ems-babelsberg.de/de/component/content/article/23-trainer/255-claus-richter.html
  2. http://www.hanns-joachim-friedrichs.de/index.php?page=ver&show=36