ClipInc
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| ClipInc | |
|---|---|
![]() Radio-Aufzeichnungprogramm |
|
| Basisdaten | |
| Entwickler: | Tobit Software AG |
| Aktuelle Version: | fx (11. Juli 2009) |
| Betriebssystem: | Windows |
| Kategorie: | Audiobearbeitung |
| Lizenz: | Proprietär |
| Deutschsprachig: | ja |
| www.clipinc.de | |
Das Programm ClipInc ist eine intelligente Aufnahmesoftware[1] zur Aufzeichnung von Radioprogrammen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Technik
Die ursprüngliche Funktion von Clipinc ist, dass das Radioprogramm aufgezeichnet wird und aus diesem die einzelnen Musiktitel als MP3 extrahiert werden. Mit der Version 4 ist zusätzlich die Ansicht von Musikvideos möglich, die sich auch als wmv-Datei speichern lassen.
Der Benutzer kann per Internet die jeweiligen Daten wie Titelnamne, Interpret, Album usw. herunterladen und die fertigen MP3 Titel auf dem Computer speichern. Falls diese Daten nicht mit dem Titel übereinstimmen oder steht dem Benutzer kein Internet zur Verfügung, so ist es auch möglich, Start- und Endpunkt eines Liedes selbst zu bestimmen.
[Bearbeiten] Versionen
[Bearbeiten] ClipInc.fx lite
Diese Version kann auf der Internetseite des Herstellers kostenlos heruntergeladen werden. Mit ihr kann man unter anderem bis zu drei Radio-Sender gleichzeitig aufnehmen und die aufgezeichneten Songs manuell auf den PC oder Wechseldatenträger kopieren. Zudem kann man sich mit anderen ClipInc Usern über die ShoutBox austauschen(Stand: 11. Juli 2009)
[Bearbeiten] ClipInc.fx
ClipInc.fx ist die kostenpflichtige Version von ClipInc. Es handelt sich hierbei um die Vollversion, die unter Anderem das gleichzeitige Mitschneiden von unbegrenzt vielen Sendern erlaubt. Neue Features wie die Erstellung von individuellen Playlisten, die Integration von Songtexten in die ID3 Tags der MP3 Dateien sowie kostenfreien, erweiterten Support und mehr stehen nur Vollversions-Usern zur Verfügung.
[Bearbeiten] Rechtliche Lage
Das Aufzeichnen von Radioprogrammen ist erlaubt. Auch die Kopie und Weitergabe zu privaten Zwecken ist erlaubt.
Die deutschen Künstler profitieren indes durch die Gebühren beim Verkauf von Speichermedien (z.B. Audio-Kassetten, CD-, DVD-Rohlingen) und Speichergeräten (z.B. Recorder, CD-Brenner), die durch die „Zentralstelle für private Überspielungsrechte“ (ZPÜ) eingetrieben werden.
Zudem zahlt der Besitzer eines Radios die Rundfunkgebühren an die „Rundfunkgebühreneinzugszentrale“ (GEZ), welche ihn auch dazu berechtigen, das Radioprogramm mitzuschneiden.
[Bearbeiten] Verbreitung
Nach Angaben von Tobit.Software werden mehr als 770.000 (Stand 28. Juni 2009) aktive Accounts verwendet. Das Programm ist inzwischen in fünf verschiedenen Sprachen erhältlich, darunter auch in Englisch und Spanisch.
[Bearbeiten] Kritik
[Bearbeiten] Musikindustrie
Negativ wird das Programm vor allem von Seiten der Musikindustrie gesehen. Durch das Programm ist es ohne weiteren Aufwand möglich, eine extrem große Vielfalt an aktuellen und älteren Liedern vollautomatisch herunterzuladen bzw. mitzuschneiden. So wird der Kauf von Musik de facto nicht mehr nötig, obwohl die professionelle Herstellung von Musik nach wie vor von einem solchen abhängt. Große Plattenfirmen hatten sich bereits vor dem neuen Urheberrechtsgesetz zur Eindämmung von illegalen Musikdownloads dafür eingesetzt, dass intelligente Aufnahmesoftware verboten wird.[2][3]
[Bearbeiten] Kosten
Die kostenlose Variante des Programmes wurde mit Updates schrittweise eingeschränkt. So konnte man zu Beginn beliebig viele Stationen gleichzeitig aufnehmen und auch analoges Radio aufzeichnen. Diese gewohnten Funktionen der kostenlosen Variante sind nur durch Umstieg auf die kostenpflichtigen Versionen zu erhalten. ClipInc begründet diese Schritte mit den Kosten, die für die Programmierung angefallen sind.
[Bearbeiten] Werbeeinblendungen
Selbst in der Pro Version erscheinen von Zeit zu Zeit Fenster mit Werbebannern. Dieses ist auf die Internet-Seiten der Radiosender zurückzuführen, die ClipInc beim Auswählen der Sender anzeigt. Auf Wunsch von Nutzern entfernt Tobit Software Internet-Seiten mit Werbebanner aus der ClipInc-Senderauswahl. Der Sender selbst bleibt in der Senderauswahl bestehen und kann weiter genutzt werden.
[Bearbeiten] Sonstige
Einige Benutzer der Software bemängeln, dass die StreamTags schlecht geschnitten sind, während bei anderen Nutzern faktisch die gleichen Streams und die gleichen StreamTags korrekt zueinander passen.
Die Ursache für schlecht geschnittene StreamTags liegt zumeist an individuellen Zeitabweichungen des einzelnen PCs des Nutzers gegenüber der offiziell gültigen Zeit, auf die sich wiederum die StreamTags und Radiosender beziehen. ClipInc hat deshalb ab der kostenlosen Version eine Funktion, um den individuellen PC des Nutzers mit der offiziell gültigen Zeit online abzugleichen.
Musikstreams, die schon mit einer am PC des Nutzers bestehenden Zeitabweichung aufgenommen wurden, sind an exakt gleichen Zeitabweichungen der StreamTags bei allen aufeinander folgenden Songs zu erkennen. Über die so genannte Offset-Funktion kann ein solcher Stream in einem einzigen Arbeitsschritt korrigiert werden.
Unerwünschte An- oder Abmoderationen im Musiktitel können von den StreamTags nicht bereinigt werden. ClipInc bietet für diesen Fall die Möglichkeit, die Moderation im Nachhinein aus dem Musiktitel zu schneiden. Dann ist der Musiktitel allerdings kürzer. Die meisten Songs werden in der Regel vom gleichen Sender innerhalb von 24 Stunden ohne Anmoderation wiederholt, so dass kurzfristig oft Ersatz für Musiktitel mit unerwünschter Moderation vorliegt. Einige Sender strahlen ihr Programm ohne Moderation oder Werbung aus, z.B. 1LIVE diggi.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ PC Welt zum Verbot intelligenter Aufnahmesoftware
- ↑ Artikel bei PCWelt.de:"Öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss: Stellungnahmen der Experten zur Reform des Urheberrechts“
- ↑ Artikel bei golem.de:„Musikindustrie: „Intelligente Aufnahmesoftware“ verbieten“
[Bearbeiten] Weblinks
- Podcast „Computerclub 2“ (Folge 80) zu Clipinc und kritische Diskussion im CC2-Forum
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