Cur deus homo

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Cur deus homo ("Warum ist Gott Mensch geworden") ist ein theologisches Werk des Benediktinermönches Anselm von Canterbury, das vermutlich zwischen 1094 bis 1098 entstanden ist.

In diesem Werk soll mit zwingenden Vernunftgründen bewiesen werden, dass Gott notwendig Mensch werden musste, um die durch die Erbsünde gefallene Menschheit mit Gott wieder zu versöhnen. Die Beweisführung erfolgt in dem zweibändigen Werk in der Form eines Dialoges, den der Autor Anselm mit dem möglicherweise fiktionalen Mönch Boso führt.

Während des Dialoges einigt man sich, dass der Mensch Gott gegenüber Genugtuung zu leisten habe, die die begangene Sünde angemessen ausgleicht. Anderenfalls wäre nämlich Gott ungerecht, weil er die Sünde ungestraft ließe. Da der Mensch auf Grund seines gefallenen Status unmöglich diese Genugtuung erbringen kann, müsste Gott die gesamte Menschheit verwerfen, was aber seiner Barmherzigkeit widerspricht. Der Gott-Mensch Jesus hingegen kann die Menschheit mit Gott durch seinen Kreuzestod versöhnen, da er als sündloser Mensch durch seinen Tod eine Genugtuung erbringen kann, die die Erbsünde angemessen ausgleicht.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Ausgaben

  • Cur deus homo: Untersuchungen. Lat.-dt. Ausg. hg. von Franciscus Salesius Schmitt. Stuttgart-Bad Cannstatt 51995.

[Bearbeiten] Sekundärliteratur

  • Felix Hammer: Genugtuung und Heil. Absicht, Sinn u. Grenzen der Erlösungslehre Anselms von Canterbury, 1967.
  • J. Mc Intyre: St. Anselm and his critics. A re-interpretation of the Cur Deus homo, Edinburgh 1954.
  • Georg Plasger: Die Not-Wendigkeit der Gerechtigkeit. Eine Interpretation zu "Cur Deus homo" von Anselm von Canterbury, Münster 1993.

[Bearbeiten] Weblinks

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