Offset-Spannung

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Offset-Spannung

Die Offset-Spannung ist eine Kenngröße von Operationsverstärkern als Folge systematischer Fehler in einer Schaltung. Die Offset-Spannung wird bei einer Ausgangsspannung von null Volt als Differenzeingangsspannung gemessen.

Dieser Nullpunktfehler entsteht durch Basis- bzw. Gate-Ströme in Höhe von 3 fA[1] bis 200 nA, die über die Eingangswiderstände abfließen, sowie produktionsbedingte Asymmetrien der symmetrisch aufgebauten Eingangsstufen im integrierten Schaltkreis. Bei Messverstärkern, die auch Gleichanteile verarbeiten, muss durch eine externe Beschaltung eine Gleichspannungskompensation erfolgen, um die Offset-Spannung bzw. die auftretenden Offset-Ströme durch gleich große, gegengerichtete Ströme auszugleichen. Erst dadurch können auch kleinste Potentialdifferenzen genau gemessen werden. Bei vielen Operationsverstärkern sind Anschlüsse zur Symmetrierung bzw. Nullpunktkompensation herausgeführt.

Die Einstellung des Kompensationspunktes sollte bei Arbeitstemperatur vorgenommen werden. Eine Langzeitdrift kann durch eine künstliche Alterung der Komponenten bei ca. 75 °C Umgebungstemperatur während einer Betriebszeit von 250 Stunden verringert werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Datenblatt LMP7721 vom 14. März 2008

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dieter Nührmann: Werkbuch Elektronik. Franzis-Verlag, München 1984, ISBN 3-772-36544-2, S. 817.
  •  U Tietze, C Schenk: Halbleiter Schaltungstechnik. 9. Auflage. Springer-Verlag, ISBN 3-540-19475-4, S. 124.