David Leland

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Dieser Artikel beschreibt den britischen Filmregisseur. Für den US-amerikanischen Schauspieler siehe David Leland (1921), für den britischen Kinderdarsteller siehe David Leland (1932)

David Leland (* 20. April 1947 in Cambridge, England) ist ein britischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Nach mehreren kleinen Rollen als Schauspieler in britischen Filmen und Fernsehserien begann er 1981 als Drehbuchautor seine Zusammenarbeit mit Regisseur Alan Clarke. Besonders ihr Film „Made in Britain“ (1982) wurde von der Kritik gelobt und gewann 1984 den internationalen Fernsehpreis „Prix Italia“. Mit diesem Film wurde auch der Schauspieler Tim Roth bekannt. 1986 schrieb er das Drehbuch zum Drama „Mona Lisa“. Dieser Film mit Bob Hoskins in der Titelrolle wurde von Neil Jordan inszeniert. Leland bekam Nominierungen für den Golden Globe und von der Writers Guild of America. Ein weiterer Film von 1986 war „Personal Service“. In diesem Film geht es um Cynthia Payne, eine Frau, die mit ihrem privaten Bordell für Furore und Skandale gesorgt hatte. Regie führte Terry Jones, Julie Walters war in der Titelrolle zu sehen. Während „Personal Service“ Cynthia Payne als Erwachsene beschreibt, basierte Lelands Regiedebüt „Wish You Were Here – Ich wollte du wärst hier“ von 1987 lose auf Paynes Jugend- und Kindheitserinnerungen. Dieser Film war ein Überraschungserfolg bei den Filmfestspielen von Cannes 1987 und machte die bis dato unbekannte Schauspielerin Emily Lloyd international bekannt. David Leland gewann den FIPRESCI-Preis in Cannes und 1988 den BAFTA-Award für das beste Drehbuch. Lelands nächste Filme als Regisseur „Checking Out“ (1989) (mit Jeff Daniels) und „The Big Man“ (1990) (mit Liam Neeson) fielen sowohl bei der Kritik als auch bei den Zuschauern durch. Nachdem es einige Jahre still um David Leland war, kehrte er 1998 auf den Regiestuhl zurück. Sein Film „Brombeerzeit“ (Land Girls) (mit Rachel Weisz) lief auf der Berlinale und bekam gute Kritiken. In den letzten Jahren arbeit er verstärkt für das Fernsehen, wobei vor allem seine Mitarbeit bei der TV-Miniserie „Band of Brothers“ (über Soldaten im II. Weltkrieg) und seine Regie beim Tribute-Konzert für George Harrison „Concert for George“ hervorzuheben sind.[1] Für letztere Arbeit erhielt er 2005 den Grammy Award.[2]

David Leland ist verheiratet und hat 5 Kinder: Chloe, Abigail (beide zu sehen in Wish You Were Here), Rosie, Jacob und Grace. David Lelands Tochter Chloe gab 2005 mit der Dokumentation „Walking with Monsters“ ihr Regiedebüt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Als Schauspieler[Bearbeiten]

Als Drehbuchautor[Bearbeiten]

Als Regisseur[Bearbeiten]

  • 1987: Wish You Were Here – Ich wollte, du wärst hier (Wish You Were Here)
  • 1989: Lebensmüde leben länger (Checking Out)
  • 1990: The Big Man
  • 1998: Brombeerzeit (The Land Girls)
  • 2001: Wir waren wie Brüder (Band of Brothers) (Miniserie, Teil 6 Bastogne)
  • 2002/2003: Concert for George
  • 2007: Virgin Territory

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Leland erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Werke.[2]

  • 2005 Grammy Award Bestes langes Musikvideo – Concert for George
  • 2002 Emmy Award Beste Miniserie – Band of Brothers
  • 2002 Christopher Award Beste Miniserie – Band of Brothers
  • 1988 British Academy Film Award (BAFTA Award) Bestes Drehbuch – Wish You Were Here
  • 1987 FIPRESCI Award Cannes Film Festival – Wish You Were Here
  • 1987 Peter Sellers Award for Comedy (Evening Standard British Film Awards) für Wish You Were Here und Personal Services
  • 1986 Writers Guild of America Nominierung – Mona Lisa
  • 1986 Golden Globe Nominierung – Mona Lisa

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie auf screenonline.org.uk, abgerufen am 19. September 2012.
  2. a b Auszeichnungen auf imdb.com, abgerufen am 19. September 2012.