Die Karwoche

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Karwoche
Originaltitel Wielki tydzień
Produktionsland Polen, Deutschland, Frankreich
Originalsprache Polnisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 97 Minuten
Stab
Regie Andrzej Wajda
Drehbuch Andrzej Wajda
Produktion Lew Rywin
Kamera Wit Dąbal
Schnitt Wanda Zeman
Besetzung

Die Karwoche ist ein polnischer Spielfilm aus dem Jahr 1995. Der Film entstand nach dem gleichnamigen Roman von Jerzy Andrzejewski.

Handlung[Bearbeiten]

Die polnische Jüdin Irena Lilien hat sich nie als Jüdin gefühlt. Vor dem Zweiten Weltkrieg führte sie als Tochter des Professors Juliusz Lilien ein unproblematisches Leben. Sie war assimiliert und ihre Religion spielte keine Rolle. Selbst nach der Besetzung Polens durch die Deutschen führte sie ihr Leben wie jeder andere Pole. Sie ging nicht in ein Ghetto und trug auch nicht den gelben Davidstern. Erst 1942 wird das Leben für Irena bedrohlicher. Sie muss untertauchen. Doch nun zeigt sich, dass ihre Freundschaft zu katholischen Polen in der Gefahr nicht viel zählt. Sie kommt bei niemandem unter. Ihr Vater begeht in dieser scheinbar aussichtslosen Situation Selbstmord.

In der Karwoche 1943, während im Warschauer Ghetto der Aufstand tobt, wird Irena von der Gestapo verhaftet. Doch sie kann sich freikaufen und ist wieder in Freiheit. Auf der Straße trifft sie ihren früheren Geliebten Jan Malecki. Malecki nimmt sie mit zu sich nach Haus. Er ist mittlerweile mit Anna verheiratet, die schwanger ist. Irena fühlt sich jedoch zwischen ihrem ehemaligen Geliebten und dessen Ehefrau unwohl. Auch Jan überfordert die Situation, doch er bringt es nicht fertig, Irena wieder auf die Straße zu setzen. Die Nachbarn Piotrowski sind ebenfalls durch die Anwesenheit der Jüdin in Angst. Anna Malecka stellt sich jedoch auf Seiten Irenas. Als jedoch der Ehemann von Frau Piotrowska sich sichtlich für die attraktive Irena interessiert, wird Irena von der eifersüchtigen Ehefrau verraten.

Kritiken[Bearbeiten]

„Weder die Geschichte selbst noch die Inszenierung vermögen Interesse zu wecken und die Atmosphäre jener Tage wiederzugeben. Ein wenig überzeugender Versuch, sich dem Thema der Judenverfolgung auf dem Weg der Moral zu nähern.“

Lexikon des Internationalen Films

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film war auf der Berlinale 1996 für den Goldenen Bären nominiert. Andrzej Wajda wurde von der Jury der Berlinale mit einem Silbernen Bären für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]