Dieter Läpple

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Dieter Läpple (* 26. November 1938 in Oberheimbach, Gemeinde Maienfels, Württemberg) ist ein deutscher Bildhauer,[1] Künstler und Kunsterzieher.[2]

Leben[Bearbeiten]

Käthchenskulptur von 1965 in Heilbronn (2006)
Die Freude, 1966, vor der Rosa-Parks-Schule in Hannover
Seeräuberbrunnen von 1975 in Heilbronn-Böckingen (2008)
Linsafamer-Brunnen von 1988 in Heilbronn-Neckargartach (2006)

Dieter Läpple legte 1958 in Heilbronn seine Abiturprüfung ab. Von 1958 bis 1963 studierte bei Rudolf Daudert an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und begann 1960 eine Lehre als Steinmetzer.[1]

1963 und 1964 war Läpple Assistent am Lehrstuhl für Modellieren und Aktzeichnen an der Technischen Hochschule Braunschweig. Als freischaffender Künstler wirkte von 1965 bis 1970 in Hannover.[3]

1965 gewann er den Wettbewerb zur Gestaltung des Käthchenbrunnens in Heilbronn. Seine für den Brunnen geschaffene Figur des Käthchens von Heilbronn sorgte für eine längere Kontroverse unter der Bevölkerung, die sich in zahlreichen Leserbriefen an die Heilbronner Stimme niederschlug. Der Brunnen wurde 1989 abgebaut, die Figur war weiterhin in Heilbronn aufgestellt,[4] wurde allerdings im Herbst 2013 wegen einer Baustelle von ihrem Standort beim Fleischhaus entfernt und bis auf Weiteres im Alten Milchhof eingelagert.[5]

Seit 1971 lebt und arbeitet Läpple wieder in Heilbronn.[1] Zahlreiche seiner Werke fanden in der Stadt und im Umland Aufstellung im öffentlichen Raum. In Heilbronn betreibt er auch die Heilbronner Akademie der schönen Künste - Dieter Läpple, an der man eine klassische Ausbildung mit Diplom zum Maler und Bildhauer absolvieren kann.[6]

2009 „beerdigte“ die Läpple die „Moderne Kunst“ und wandte sich wieder der Ausdrucksform der Schönen Künste zu.[7]

2011 war Läpple in der Sendung "Mitten im Leben" zu sehen. [8]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Dieter Läpple war regelmäßig beteiligt an den Frühjahrs- und Herbstausstellungen des Kunstvereins Hannover und an Kollektiv-Ausstellungen in Heilbronn und Göttingen.[3]

Werke (unvollständig)[Bearbeiten]

Plastiken[Bearbeiten]

Zahlreiche Arbeiten Läpples finden sich in privatem und öffentlichem Besitz, darunter:

  • „Himmlische Stadt“, Radleuchter in der Heilbronner Nikolaikirche.
  • Käthchen, 1965, Skulptur in Heilbronn
  • Die Freude, 1966, Skulptur an der Volksschule Isernhagener Straße (Hannover), Höhe 250 cm[3]
  • Drei Wassernixen, 1968, Brunnen in Wolfenbüttel
  • Winzerinnen und Erzgießer, 1972, Brunnen in Neckarsulm
  • Jonasbrunnen, 1974, Maienfels
  • Seeräuberbrunnen, 1975, Heilbronn-Böckingen
  • Mechitabrunnen, 1979, Möckmühl
  • Drei-Grazien-Brunnen, 1984, Bad Urach
  • Linsafamer-Brunnen, 1988, Heilbronn-Neckargartach
  • Buttenträger und Winterin, 1991, Rathausbrunnen in Bretzfeld

Schriften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ehrtfried Böhm (Texte), Reinhold Lessmann (Fotos): neue plastik in hannover / Kunstsinn, Mäzenatentum, Urbane Ästhetik / Ein Beispiel im Spiegel zweier Jahrzehnte, Steinbock-Verlag, Hannover 1967, S. 70, 81 u.ö.
  • Kulturkatalog 1993, Stadt Heilbronn 1993, S. 158.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dieter Läpple – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Dieter Läpple: Meine Vita
  2. PND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek
  3. a b c neue plastik in hannover …
  4. Uwe Jacobi: Heilbronn. Tage, die die Stadt bewegten, Gudensberg 2007, S. 31.
  5.  Kilian Krauth: Käthchen vom Sockel gestoßen. In: Heilbronner Stimme. 21. September 2013.
  6. Heilbronner Akademie der schönen Künste - Dieter Läpple
  7. Venus 2009 und die Wiedergeburt der "Schönen Künste"
  8. Käthchenbildhauer ist Protagonist in TV-Sendung