Ealdberht (Wessex)

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Ealdberht (auch Aldbryht, Ealdbriht, Ealdbryht, Eadbryht, Ealbyrht; † 725) war ein angelsächsischer Ætheling (etwa „Prinz“).

Leben[Bearbeiten]

Ealdberht stammte vermutlich aus dem Haus Wessex und war möglicherweise ein Sohn von König Ine oder dessen Bruder Ingeld († 718).[1] Anfang der 720er Jahre scheint es innerhalb der Königsfamilie von Wessex zu innerdynastischen Auseinandersetzungen gekommen zu sein. 721 tötete Ine seinen Thronrivalen Cynewulf.[2] Auch Ines Frau Æthelburg wandte sich offenbar gegen ihn und ließ im Jahr 722 die um das Jahr 710 von Ine befestigte Stadt Taunton zerstören.[1] Nach Henry of Huntingdon, einem Chronisten des 12. Jahrhunderts, vertrieb Æthelburg den Rebellen Ealdberht aus Taunton. Diese Interpretation wird heute jedoch kaum noch vertreten.[3] Ealdberht floh zunächst nach Surrey und bald darauf nach Sussex,[4] abhängigen, aber zu dieser Zeit nach Autonomie strebenden Reichen, ins Exil.[1] Er bekam den Beinamen Wræcca („Vertriebener, Verbannter, Flüchtling“[5]).[6] Ine folgte ihm und es kam noch 722 zu Kämpfen mit den Südsachsen, die sich offenbar mit Ealdberht verbündet hatten.[4] 725 kam es zu erneuten Kämpfen Ines gegen Sussex in denen Ealdberht fiel.[7]

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c D. P. Kirby: The Earliest English Kings, Routledge, 2000, ISBN 978-0415242110, S. 111–112.
  2. Angelsächsische Chronik zum Jahr 721
  3. Diana E. Greenway et al (Hrsg.): Henry, Archdeacon of Huntingdon. Historia Anglorum: The History of the English People, Oxford University Press, 1996, ISBN 978-0-19-822224-8, S. 226–227.
  4. a b Angelsächsische Chronik zum Jahr 722
  5. Gerhard Köbler: Altenglisches Wörterbuch, 2. Auflage, 2003, Online
  6. Ealdberht 13 in Prosopography of Anglo-Saxon England (PASE)
  7. Angelsächsische Chronik zum Jahr 725