Ekloge
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Ekloge (von griech.: eklegein, auslesen, auswählen) ist eigentlich eine Bezeichnung für eine Auswahl, z. B. ein kleines ausgewähltes Gedicht.
Eklogen (lateinischer Titel: Eclogae oder Bucolica) ist der Titel der Hirtengedichte des Vergil, daher wurde die Bezeichnung üblicherweise auch für Hirtengedicht verwendet.
Vergils zehn Eklogen sind zwischen 42 und 39 v. Chr. entstanden. Zugrunde liegt einmal die literarische Begegnung mit den Eidyllia Theokrits und zweitens das Erlebnis der Landverteilung in Cremona und Mantua an 200.000 Veteranen der Triumvirn infolge der Bürgerkriegswirren nach den Ereignissen von Philippi und Perusia (42 und 41 v. Chr.): Viele Bauern wurden von ihren Ländereien vertrieben oder verließen notgedrungen ihr Land. Auch Vergil war zunächst betroffen, bekam aber seinen Grundbesitz dadurch, dass sich Gaius Asinius Pollio und Alfenus Varus bei Octavianus für ihn verwendeten, wieder zurück. Die Eklogen im einzelnen:
- Verg.ecl.1: Tityrus
- Verg.Ecl.2: Alexis
- Verg.Ecl.3: Palaemon
- Verg.Ecl.4: Pollio
- Verg.Ecl.5: Daphnis
- Verg.Ecl.6: Silenus (od. Varus)
- Verg.Ecl.7: Meliboeus
- Verg.Ecl.8: Pharmaceutria (Die Zaubrerin); ebenfalls an Pollio gerichtet
- Verg.Ecl.9: Moeris
- Verg.Ecl.10: Gallus

