Elisabeth Reuter

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Elisabeth Reuter, Malerin
Lübecker Hafen
Blick vom Hafen auf Lübeck

Elisabeth Reuter (* 21. September 1853 in Lübeck; † 7. Mai 1903 in Heidelberg) war eine deutsche Malerin.

Leben[Bearbeiten]

Elisabeth Reuter war eine Tochter des Lübecker Arztes Gottlob Reuter und seiner Frau Elise, geb. Trummer, einer Schwester von Emanuel Geibels Frau Ada.

Im Kreise zahlreicher Geschwister heranwachsend, offenbarte sie schon frühzeitig ihren ausgeprägten Sinn für zeichnerische und malerische Arbeiten. Folglich gaben die Eltern ihrem Wunsch nach und ließen sie entsprechend ausbilden.

Bereits 20-jährig studierte sie im Herbst 1873 in München bei Professor Max Kuhn und später bei Julius Zimmermann.[1] Hierbei beschäftigte sie ich ausschließlich mit der AquarellMalerei.

In dem Münchener Jahr trat sie bereits mit ihren Aquarellen an die Öffentlichkeit. Dank ihrer „angenehm durchgeführten“ Technik fanden ihre Aquarell Käufer. Dies bestärkte sie darin, auf der eingeschlagenen Laufbahn fortzuschreiten.

Sie ging nach Hamburg zu August Schliecker[2][3] und wurde von diesem besonders in der Architekturmalerei ausgebildet. In Rotenburg malte sie Ende der 1880er Jahre eine Reihe ihrer interessantesten Aquarelle.

Auch in Friedrichsruh, beim Fürsten Bismarck, hat die Künstlerin oft und viel gearbeitet. Hier wurde sie wiederholt vom Fürsten angeredet und öfter n den Kreis seiner Familie gezogen zu werden. Der Fürst erteilte ihr auch den Auftrag sechs Aquarelle aus dem fürstlichen Park anzufertigen.

Anfang der 1890er Jahre wandte sie sich der Ölmalerei zu. Sie nahm Unterricht bei Professor Hermann Eschke nach Berlin und ging 1893 für ein Jahr nach Düsseldorf zu Professor Gustav Adolf Schweitzer. In der Folge machte sie mehrere Sommer hindurch Studienreisen durch Norwegen. Bekannt aus diesen wurden ihre Fjords und Marinen.

In ihren letzten beiden Jahren reiste sie nach Helgoland um sich die dortigen Motive zu eigen zu machen. Während ihres dortigen Aufenthalt besaß sie dort ein eigenes Atelier.

Etwa drei Wochen vor ihrem Tod begab sie sich auf eine Studienreise in den Schwarzwald. Bei ihrer Arbeit im Freien beim Heidelberger Schloss zog sie sich eine schwere Erkältung zu. Auf ihrem Krankenlager trat eine schwere Lungenentzündung hinzu.

Auch ihre Heimatstadt, in der sie nach ihrer Rückkehr an der Privatschule von Frl. Detloff in der Fleischhauerstraße 72 bis 1894/95 als Zeichenlehrerin wirkte erwies ihr mancherlei Anerkennung. Als freischaffende Künstlerin erhielt sie vom Senat den Auftrag für den kleinen Kreuzer Nymphe das große Gemälde „Blick auf Lübeck“, welches großen Beifall fand, zu malen.

Nach ihrer Rückkehr nach Lübeck wurde sie Zeichenlehrerin an der Privatschule von Frl. Detloff in der Fleischhauerstraße 72.1894/95 gab sie ihre Stelle als Zeichenlehrerin auf, um voll als freischaffende Künstlerin tätig zu sein.

Der Lübecker Maler Werner Reuter (1902−1962) war ihr Neffe.

Werke[Bearbeiten]

Die Lübecker Kunsthandlung Nöhring bot auf der Nachlassausstellung 191 Ölgemälde und 131 Aquarelle an.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

  • (posthum) Skizzen und Studien aus Lübeck. Lübeck: Bernhard Nöhring 1904 (Mappe mit 24 Bleistriftzeichungen in Kupfertiefdruck)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elisabeth Reuter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dies geschah offenbar privat; sie ist nicht in der Matrikel-Datenbank der Akademie der Bildenden Künste München nachgewiesen.
  2. artnet
  3. Schliecker ist ein Meisterschüler Rudolf Wiegmanns gewesen und war zu jener Zeit einer der bedeutendsten Aquarellisten in der Architektur. Seine Aquarelle aus Rotenburg waren weitbekannt und wurden vielfach, auch im Farbdruck, kopiert.