Enthüllung

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Filmdaten
Deutscher Titel Enthüllung
Originaltitel Disclosure
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 123 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Barry Levinson
Drehbuch Paul Attanasio
Produktion Michael Crichton, Barry Levinson
Musik Ennio Morricone
Kamera Tony Pierce-Roberts
Schnitt Stu Linder
Besetzung

Enthüllung (Originaltitel: Disclosure) ist ein Thriller aus dem Jahr 1994 von Regisseur Barry Levinson mit Michael Douglas und Demi Moore in den Hauptrollen. Der Film basiert auf dem 1993 veröffentlichten Roman Disclosure (deutscher Buchtitel: Enthüllung) von Michael Crichton.

Handlung[Bearbeiten]

Tom Sanders lebt mit seiner Frau Susan und zwei Kindern in Seattle und ist Leiter der Produktionsabteilung des Hochtechnologie-Unternehmens DigiCom. Das Unternehmen plant gerade die Fusion mit der Firma Conley-White und da er Aktienoptionen von Digicom besitzt, würde ihn das aufgrund der erwarteten Kurssteigerungen reich machen. Er geht auch davon aus, in Kürze zum Vizepräsidenten der Abteilung Entwicklung und Planung in seiner Firma befördert zu werden.

Sanders erfährt, dass Firmenchef Bob Garvin die Stelle mit Meredith Johnson besetzt, die erst seit kurzem im Unternehmen ist und Garvin bei einem Problem mit der Firmenfusion half. Sanders hatte zudem vor Jahren eine Affäre mit Meredith.

Meredith lädt den verheirateten Tom am Abend zu einem Treffen in ihrem Büro ein und versucht dabei, ihn zum Sex zu verführen. Als Sanders sie abweist und geht, ist Meredith verärgert. Am nächsten Tag wird Sanders von ihr der sexuellen Belästigung bezichtigt, ihm wird deshalb eine finanziell ungünstige Versetzung nach Austin nahegelegt. Sanders will sich gegen die Anschuldigungen wehren und sucht die Anwältin Alvarez auf. Mit ihrer Hilfe droht er DigiCom mit einer Klage wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz nach Artikel 7 des Civil Rights Act.

Da das Unternehmen, mit dem man fusionieren will, sehr konservativ ist, würde das Bekanntwerden eines Sexskandals in der Firma die Fusion zum Platzen bringen. So ist man bei DigiCom gezwungen, auf Sanders zuzugehen und mit ihm eine Einigung zu suchen, damit der Fall nicht an die Öffentlichkeit gerät. Beide Parteien treffen sich in der Folge zu einem Schlichtungsgespräch.

In der Zwischenzeit erhält er immer wieder anonyme E-Mails mit Kommentaren und Hinweisen, teilweise unterzeichnet mit „A Friend“. Sanders findet später heraus, dass die Mails vom Computer eines Chemie-Professors namens Arthur Friend der University of Washington verschickt werden, der jedoch seit Wochen in Nepal unterwegs ist und dessen Büro verschlossen ist.

Sanders erinnert sich, zu Beginn des Treffens mit Meredith einen Telefonanruf getätigt und sein Mobiltelefon danach nicht ausgeschaltet zu haben. So wurde alles, was an diesem Abend vorgefallen ist, auf dem Band eines Anrufbeantworters festgehalten. Er erhält einen Vertrag, der ihm seine bisherige Funktion zusichert, sowie eine Entschädigung. Sanders meint nun, gewonnen zu haben, doch eine weitere anonyme E-Mail warnt ihn davor, dass der Schein trügt und es noch nicht vorbei sei.

Sanders kämpft in letzter Zeit mit Produktionsproblemen bei der Herstellung eines neuen CD-ROM-Laufwerkes mit dem Namen „Arcamax“. Er belauscht ein Gespräch zwischen Meredith und Garvins Assistenten Blackburn und erfährt, dass er gleich am Tag darauf wegen Inkompetenz, begründet durch die Produktionsprobleme mit dem Laufwerk, entlassen werden soll.

Am nächsten Tag nimmt Meredith vor der Leitung der eigenen Firma und des Fusionspartners Sanders ins Kreuzverhör. Sie versucht ihm die Verantwortung der technischen Produktionsprobleme in die Schuhe zu schieben. Sanders kann Beweise präsentieren, dass Meredith selbst die Probleme durch unsachgemäße Einsparungen im Werk in Malaysia verursacht hat.

Meredith wird entlassen und Garvin setzt an ihrer Stelle Sanders Kollegin Stephanie Kaplan ein, die gleich ankündigt, Sanders zu ihrer rechten Hand machen zu wollen. Stephanie hat ihren Sohn Spencer Kaplan mitgebracht. Es stellt sich heraus, dass er Student an der Universität von Washington ist, sowie Forschungsassistent von Prof. Arthur Friend mit Zugriff auf dessen Computer und somit hinter den anonymen Nachrichten steckte.

Kritiken[Bearbeiten]

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, der Film sei ein „effektiver Thriller“, würde jedoch das Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz nicht ausreichend behandeln. Er lobte das Spiel von Demi Moore, die nach einigen Darstellungen sympathischer Charaktere einen Bösewicht spielen würde.

„Das aktuelle Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz in bezeichnender Umkehrung: nicht die Frau, sondern der Mann fühlt sich bedroht. Eingebettet in die vor allem visuell faszinierende Beschreibung eines modernen Unternehmens, läßt sich die Bestseller-Verfilmung als Illustration verlorengehenden männlichen Selbstbewußtseins verstehen. Dabei entspricht die Lösung des Konflikts nicht den aufgebauten Erwartungen, sondern flüchtet sich in kommerziell wohlfeile Klischees.“

Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]