Festbettreaktor

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Festbettreaktor

Unter einem Festbettreaktor versteht man eine besondere Form eines Reaktors, bei dem ein oder mehrere Fluide durch eine feste Schüttung oder Packung strömen. Das Festbett dient dabei oft der Fixierung heterogener Katalysatoren oder – bei Bioreaktoren – der Mikroorganismen. Der chemische oder biologische Katalysator kann dabei in der Form von oberflächlich beschichteter aber fester Körper (oftmals Kugeln aber auch Zylinder und komplexere Geometrien) oder ebensolcher poröser Medien vorliegen.

Festbettreaktoren können von den Fluiden sowohl von oben als auch von unten sowie in gegensätzlicher Richtung durchströmt werden. Speziell im Fall einer flüssigen und einer gasförmigen Phase spricht man von Rieselbetten oder Rieselbettreaktoren, wenn die flüssige Phase den Reaktor von oben nach unten durchströmt und die gasförmige die kontinuierliche Phase ist und von gepackten Blasensäulen, wenn das Gas die Packung von unten nach oben durchströmt und die flüssige Phase die kontinuierliche ist. Andere Stoffstromkombinationen bilden in der Industrie die Ausnahme.

Der Hauptvorteil des Festbettreaktors gegenüber Reaktoren mit gelöstem Katalysator ist, dass der Katalysator nicht vom Produkt abgetrennt werden muss und somit ein Filtrationsschritt entfällt.

Die Hauptnachteile gegenüber Reaktoren mit gelöstem Katalysator sind, dass zusätzliche Widerstände insbesondere im Stofftransport und im Wärmetransport auftreten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Chmiel: Bioprozesstechnik. 2. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, München 2006, ISBN 3-8274-1607-8.

Siehe auch[Bearbeiten]