Florian Mayer

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Florian Mayer Tennisspieler
Florian Mayer
Spitzname: Flo
Nationalität: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 5. Oktober 1983
Größe: 190 cm
Gewicht: 82 kg
1. Profisaison: 2001
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Tobias Summerer
Preisgeld: 4.570.305 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 194:191
Karrieretitel: 1
Höchste Platzierung: 18 (6. Juni 2011)
Aktuelle Platzierung: 47
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 40:79
Höchste Platzierung: 47 (18. Juni 2012)
Aktuelle Platzierung: 240
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 8. Juli 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Florian Mayer (* 5. Oktober 1983 in Bayreuth) ist ein deutscher Tennisspieler. Er spielt in der 1. Bundesliga für den TK Kurhaus Aachen.

Biografie[Bearbeiten]

Mayer schloss sich 2001 dem Profizirkus an. Seinen Durchbruch schaffte er drei Jahre später, als er bei den Australian Open als einziger Deutscher die erste Runde überstand, in Runde zwei schied er dann gegen den Argentinier David Nalbandian aus. 2004 erreichte er auch bei den French Open die zweite Runde, indem er die Nummer 14 der Welt, Fernando González, besiegte. Bei den Estoril Open stand er im April 2004 erstmals im Halbfinale eines ATP-Turniers.

Beim Tennisturnier von Wimbledon drang er 2004 mit Siegen über den an Nummer 3 gesetzten Argentinier Guillermo Coria und über Wayne Ferreira bis ins Viertelfinale vor. Damit verbesserte er sich auf einen Platz unter den besten 50 der ATP-Weltrangliste. Seine bislang höchste Platzierung erreichte er 2011 mit Platz 18.

Bei den IDEA Prokom Open in Sopot stand er im August 2005 kurz vor seinem ersten Sieg bei einem ATP-Turnier, doch er verlor das Endspiel gegen Gaël Monfils in drei Sätzen. 2006 erreichte er erneut das Finale von Sopot und unterlag diesmal Nikolai Dawydenko. Im Achtelfinale der Gerry Weber Open in Halle besiegte er dann 2007 Dawydenko, schied im Viertelfinale allerdings gegen Marcos Baghdatis aus.

Mayer trainiert in der Tennisbase des Bayerischen Tennisverbands[1] in Oberhaching bei München. Er spielte in der Saison 2005 beim Tennis-Bundesligisten 1. FC Nürnberg an Nummer 1. Florian Mayer trennte sich zum Ende der Sommersaison 2005 von seinem langjährigen Trainer Ulf Fischer, arbeitete dann vorübergehend mit Stefan Eriksson[2] zusammen und wurde dann von Markus Wislsperger trainiert.[3]

Mitte Mai 2008 beendete Mayer bereits sein Tennisjahr: Er legte nach einer Operation am linken Zeigefinger eine siebenmonatige Turnierpause ein, um die Lust am Tennis wieder zurückzugewinnen.[4] Deshalb rutschte er in ATP-Weltrangliste auf Platz 409 ab.

2009 feierte er seine größten Erfolge auf der ATP Challenger Tour. Er gewann dort die Turniere in Bangkok (Hartplatz) und Karlsruhe (Sandplatz) und stand in Nomea (Hartplatz), Sofia (Sandplatz) und Istanbul (Hartplatz) jeweils im Finale. Am Jahresende war er 61. der ATP-Weltrangliste.

2010 unterlag er im Halbfinale von Hamburg (Kategorie: World Tour 500) dem späteren Turniersieger Andrei Golubew. Bei den Grand-Slam-Turnieren in Melbourne (gegen Juan Martín del Potro) und Wimbledon (gegen Lu Yen-hsun) verlor er jeweils in der dritten Runde. Außerdem gewann er im ersten Quartal zwei Hartplatzturniere der ATP Challenger Tour (Nouméa und Sunrise). Er erreichte nach Siegen über Kevin Anderson und Michail Juschny die dritte Runde der Shanghai Rolex Masters 1000. Am Ende scheiterte er in zwei Sätzen an Jo-Wilfried Tsonga. Sein nächstes Turnier bestritt Mayer in Stockholm. Nach Siegen unter anderem über Feliciano López sowie den Weltranglistenfünften Robin Söderling erreichte er zum ersten Mal seit über vier Jahren wieder ein ATP-Finale. Dort unterlag er jedoch dem topgesetzten Roger Federer. Er beendete die Saison mit einer Matchbilanz von 23:18 und erspielte sich 513.955 US-Dollar an Preisgeldern.

Er begann das Jahr 2011 mit einer Viertelfinal- und einer Halbfinalteilnahme in Brisbane und Sydney. Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne konnte er Nikolai Dawydenko in vier Sätzen besiegen, ehe er in der zweiten Runde ebenfalls in vier Sätzen an Kei Nishikori scheiterte. Beim Hallenturnier von Zagreb erreichte Mayer sein zweites Halbfinale der Saison, in dem er Landsmann Michael Berrer in zwei Sätzen unterlag. In Dubai spielte er sich bis ins Viertelfinale vor, das er in zwei Sätzen gegen den späteren Turniersieger Novak Đoković verlor. Nach einer Erstrundenniederlage in Indian Wells erreichte Mayer beim Miami Masters das Achtelfinale, wo er im Tiebreak des entscheidenden Satzes an Tomáš Berdych scheiterte. Im April 2011 spielte er sich in München bis ins Finale vor, doch wie schon fünf Jahre zuvor in Sopot musste er sich in drei Sätzen Nikolai Dawydenko geschlagen geben. Zwei Tage später bestritt er in Madrid sein Erstrundenmatch gegen Viktor Troicki, das er in drei Sätzen für sich entscheiden konnte, in der zweiten Runde schied er gegen den späteren Halbfinalisten Thomaz Bellucci aus. Mayer konnte seine gute Form auch ins Masters-Turnier von Rom mitnehmen und das Viertelfinale erreichen. Dort brach er nach gewonnenem ersten Satz gegen Andy Murray komplett ein und unterlag am Ende deutlich in drei Sätzen. Mayer war dann auf dem Weg zum fünften deutschen Triumph beim World Team Cup in Düsseldorf der entscheidende Spieler Deutschlands - er gewann alle seine Einzel. In der Weltrangliste rückte er damit erstmals in die Top 20 vor. Bei den darauf folgenden French Open verlor er in der zweiten Runde nach gewonnenem ersten Satz gegen Alejandro Falla. In Halle kam er bis ins Viertelfinale, das er gegen Gaël Monfils verlor. In Hamburg schied er im Viertelfinale in zwei engen Sätzen gegen Nicolás Almagro aus. Nachdem er bei den US Open erstmals die dritte Runde erreicht hatte, konnte Mayer beim letzten Sandplatzturnier der Saison in Bukarest im fünften Anlauf mit einem glatten Finalsieg über Pablo Andújar seinen ersten ATP-Titel gewinnen. Im Achtelfinale von Schanghai schlug er den damaligen Weltranglistenzweiten Rafael Nadal in zwei Sätzen.[5]

2012 konnte Mayer mit einem Viersatzsieg über Richard Gasquet zum zweiten Mal nach 2004 das Viertelfinale in Wimbledon erreichen. In den Runden zuvor musste Mayer zweimal über fünf Sätze gehen und musste dabei gegen Jerzy Janowicz sogar zwei Matchbälle abwehren. Anschließend erreichte Mayer am Hamburger Rothenbaum das Viertelfinale, wo er sich Tommy Haas in zwei Sätzen geschlagen geben musste. Auf die Olympischen Spiele verzichtete Mayer, um sich auf die nordamerikanischen Hartplatzturniere zu konzentrieren. Dafür wurde er in den Medien stark kritisiert. Die US Open 2012 waren für Mayer bereits mit der ersten Runde zu Ende. Er gab das Match gegen den US-Amerikaner Jack Sock im dritten Satz beim Stande von 3:6, 2:6, 2:3 auf. Im Davis Cup trat Mayer beim Relegationsspiel gegen Australien als Spitzenspieler für das deutsche Team an. Mit zwei deutlichen Dreisatzsiegen gegen Lleyton Hewitt und Bernard Tomic hatte er großen Anteil am 3:2-Erfolg und dem damit verbundenen Klassenerhalt in der Weltgruppe.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP International Series /
ATP World Tour 250 Series (1)
ATP Challenger Tour (11)

Einzel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

ATP Challenger Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 3. August 2003 RusslandRussland Sankt Petersburg Sand SlowakeiSlowakei Michal Mertiňák 4:6, 7:63, 6:1
2. 21. März 2004 MexikoMexiko Mexiko-Stadt Sand ChileChile Adrián García 6:4, 6:3
3. 11. Juni 2006 DeutschlandDeutschland Fürth Sand DeutschlandDeutschland Torsten Popp 6:3, 6:1
4. 30. Juli 2006 FinnlandFinnland Tampere Sand LettlandLettland Ernests Gulbis 7:64, 2:6, 6:3
5. 19. August 2006 OsterreichÖsterreich Graz Hartplatz DeutschlandDeutschland Rainer Schüttler 6:4, 5:7, 6:2
6. 22. März 2009 ThailandThailand Bangkok Hartplatz ThailandThailand Danai Udomchoke 7:5, 6:2
7. 31. Mai 2009 DeutschlandDeutschland Karlsruhe Sand JamaikaJamaika Dustin Brown 6:2, 6:4
8. 9. Januar 2010 NeukaledonienNeukaledonien Nouméa Hartplatz ItalienItalien Flavio Cipolla 6:3, 6:0
9. 21. März 2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sunrise Hartplatz FrankreichFrankreich Gilles Simon 6:4, 6:4
10. 10. Juni 2012 TschechienTschechien Prostějov Sand TschechienTschechien Jan Hájek 7:61, 3:6, 7:63
11. 6. Juli 2013 DeutschlandDeutschland Braunschweig Sand TschechienTschechien Jiří Veselý 4:6, 6:2, 6:1
ATP World Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 25. September 2011 RumänienRumänien Bukarest Sand SpanienSpanien Pablo Andújar 6:3, 6:1

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 7. August 2005 PolenPolen Sopot Sand FrankreichFrankreich Gaël Monfils 6:76, 6:4, 5:7
2. 6. August 2006 PolenPolen Sopot Sand RusslandRussland Nikolai Dawydenko 6:76, 7:5, 4:6
3. 24. Oktober 2010 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz (i) SchweizSchweiz Roger Federer 4:6, 3:6
4. 1. Mai 2011 DeutschlandDeutschland München Sand RusslandRussland Nikolai Dawydenko 3:6, 6:3, 1:6

Doppel[Bearbeiten]

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 1. Mai 2005 DeutschlandDeutschland München Sand DeutschlandDeutschland Alexander Waske KroatienKroatien Mario Ančić
OsterreichÖsterreich Julian Knowle
3:6, 6:1, 3:6

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

angegeben ist die erreichte Runde

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 Karriere
Australian Open AF 2R - 2R 3R 2R 1R 3R 2R 1R 2R AF
French Open - 1R 2R 2R - - - 1R 1R 1R 2R 2R
Wimbledon - 1R VF 2R 3R - - 2R 2R 3R VF VF
US Open - 3R 1R 3R 1R - - 1R 2R 1R 2R 3R

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 Karriere
Australian Open 1R - - 2R - - 2R 1R 1R - - 2R
French Open - 1R - 1R - - - 1R - 1R - 1R
Wimbledon - - - - - - - 2R 1R 2R 1R 2R
US Open - 1R - 2R AF - - 1R 2R 1R AF AF

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Training in der Tennisbase
  2. Training mit Stefan Eriksson
  3. Sein neuer Trainer
  4. Interview mit Zack Tennis (zuletzt aufgerufen am 28. August 2008)
  5. Sensation in Shanghai: Mayer gewinnt seine Premiere gegen Nadal