Freiburger Materialforschungszentrum

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Der Eingang zum Freiburger Materialforschungszentrum mit der sieben Meter hohen Cortenstahlplastik „Freiburger Sitzende“ von Franz Bernhard (1996)[1]

Das Freiburger Materialforschungszentrum (FMF) ist eine zentrale Einrichtung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die Grundlagen- und Auftragsforschung im Bereich materialbezogener Technologien und neuer Materialien betreibt.

Es wird von den sechs Fakultäten Biologie, Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften, Forst und Umweltwissenschaften, Mathematik und Physik, Medizin, und der Technischen Fakultät getragen.

Seit dem Memorandum zur Gründung im Jahr 1987 betreibt das FMF in Service- und Projektgruppen fach- und fakultätsübergreifend anwendungsnahe Forschung. Das FMF fördert interdisziplinären Austausch zwischen den verschiedenen Instituten der Albert-Ludwigs-Universität, den Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, den EUCOR-Universitäten und der internationalen und nationalen Industrie.

Forschungsbereiche[Bearbeiten]

Die Forschungsthemen lassen sich in folgende Bereiche gliedern, Bioinspirierte Materialien, Energie, Funktionale Anorganische Materialien, Funktionale Oberflächen, Makromolekulare Materialien und Simulation und Modellierung.

Diese sechs Themenbereiche werden von fünf Servicegruppen betreut, die Dienstleistungen in den folgenden Bereichen anbieten:

  • Der Bereich Scale-up beschäftigt sich mit der Umsetzung von Verfahren der chemischen Synthese aus dem Labormasstab in die Volumenproduktion, da für die angewandte Materialforschung die Materialien in ausreichender Menge bereitstehen müssen. Dazu werden auch in Industriekooperationen Syntheseverfahren optimiert. Hinzu kommt die Beratung bei sicherheitstechnischen Aspekten und beider Einhaltung der Gefahrstoffverordnung.
  • Die Rheologie und Polymerverarbeitung beschäftigt sich mit folgenden drei Arbeitsbereichen:
    • Der Rheologie an Homopolymeren, Polymerblends, gefüllten Polymeren, Nanocompositen, Bioorganischen Materialien und Heterogenen Netzwerkstrukturen.
    • Der mechanischen Analysen an Polymeren mit Bestimmung der Elastizitätsmoduln und Phasenübergänge und Bestimmung der Kerbschlagzähigkeit nach Izod und Sharpy
    • Der Polymerverarbeitung dazu gehören die Extrusion von Granulaten und Pulvern und die Verarbeitung in Knetern, Walzwerken und Heizvakuumpressen.
  • Oberflächen- und Grenzflächenanalytik mit der Oberflächenanalyse und Oberflächenmorphologie verschiedenster Materialien, der Grenzflächen- und Bulkmorphologie von Polymerblends , Blockcopolymeren, Latices, Polymerdispersionen und Polymernetzwerken. Hinzu kommen Serviceleistungen im Bereich Rasterkraftmikroskopie (AFM), Rastertunnelmikroskopie (STM) und Environmental Rasterelektronmikroskopie (ESEM).
  • Die Materialcharakterisierung und Detektortechnologie beschäftigt sich mit dem Wachstum von Halbleitern, dies sowohl als Volumenkristalle als auch mit Epitaxieverfahren, der Charakterisierung anhand von optischen, elektrischen und thermischen Verfahren und der Entwicklung von Bauelementen und Detektoren, schwerpunktmäßig im Bereich der II-VI Halbleiter.
  1. Die Wissenschaftliche Informationsverarbeitung, stellt an das Problem angepasste Werkzeuge der Datenanalyse mit Hilfe der Methoden der mathematischen Statistik und Stochastik zur Verfügung.

Eine Mitgliedschaft im FMF ist möglich durch die Einbringung neuer materialwissenschaftlicher Projekte. Die Kapazitäten werden projektbezogen zugewiesen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Joachim Müller: Eine Metropole der Skulptur. Kunst der Gegenwart auf Freiburgs Straßen und Plätzen. (PDF; 255 kB), Zugriff am 29. Juni 2012

Weblinks[Bearbeiten]

48.0016666666677.845Koordinaten: 48° 0′ 6″ N, 7° 50′ 42″ O