Gaius Claudius Centho (Konsul 240 v. Chr.)

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Gaius Claudius Centho war ein bedeutender Politiker der Römischen Republik und 240 v. Chr. Konsul sowie 225 v. Chr. Zensor.

Leben[Bearbeiten]

Gaius Claudius Centho entstammte dem römischen Patriziergeschlecht der Claudier und war laut den antiken Quellen der Sohn des berühmten Zensors von 312 v. Chr., Appius Claudius Caecus.[1] Der Althistoriker Friedrich Münzer bezweifelt diese Angabe aufgrund des großen zeitlichen Abstandes, der zwischen den von Centho und den von seinem angeblichen Vater bekleideten Ämtern liegt.[2]

Centho bekleidete 240 v. Chr. gemeinsam mit Marcus Sempronius Tuditanus das Konsulat und war 225 v. Chr. Zensor, wobei er Marcus Iunius Pera zum Kollegen hatte.[3] Der römische Historiker Titus Livius erwähnt noch zwei Ämter, die Centho während Roms Krieg gegen Hannibal ausübte. Demnach fungierte er 217 v. Chr. als Interrex[4] und wurde 213 v. Chr. zum Diktator gewählt, um die nächsten Wahlen abzuhalten.[5] Nach diesem Zeitpunkt taucht Centho in den Quellen nicht mehr auf.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Filiationsangabe der Fasti Capitolini: Gaius Claudius Ap. f. C. n. Centho; vgl. Cicero, Brutus 72 und Tusculanae disputationes 1, 3; Aulus Gellius, Noctes Atticae 17, 21, 42.
  2. Friedrich Münzer: Claudius 104). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band III,2, Stuttgart 1899, Sp. 2694.
  3. Fasti Capitolini, u. a.
  4. Livius 22, 34, 1.
  5. Livius 25, 2, 3ff.