Glucosurie

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Als Glucosurie oder Glukosurie bezeichnet man die Ausscheidung von Traubenzucker (Glukose) über den Harn durch die Niere. Uringlukosewerte von 15 mg/dl (0.8 mmol/l) im "Nüchternurin", das sind etwa 15 % des normalen Blutzuckerspiegels, gelten noch als physiologisch. Nahrungsbedingt können die Werte von "Nicht-Nüchternurin" bis doppelt so hoch sein. Werden beim "Nüchternurin" jedoch Werte gemessen, die größer als 15 mg/dl (0.8 mmol/l) sind, spricht man von einer Glukosurie.

Ursache für eine Glucosurie kann zum einen ein Anstieg der Blutglukosekonzentration (zum Beispiel bei Diabetes mellitus) und damit eine Überschreitung der Nierenschwelle, zum anderen eine Nierenfunktionsstörung wie beispielsweise ein Diabetes renalis sein. Weiterhin existiert eine genetisch bedingte Form, die renale Glukosurie genannt wird. Dieser Form liegt eine Mutation im Natrium/Glukose-Cotransporter Typ 2 (SGLT2) vor. Sie ist als harmlos zu bewerten.

Die Nierenschwelle liegt bei einer individuellen Blutglukose-Konzentration von ca. 140 - 170 mg/dl (7,7 - 9,35 mmol/l). Ab dann können nicht mehr alle filtrierten Glukosemoleküle über die proximalen Tubuluszellen der Niere rückresorbiert werden, da der Transportmechanismus (Cotransport mit Natrium-Ionen) gesättigt ist. Dadurch erhöht sich auch die Teilchenzahl im Harn und es folgt eine osmotische Diurese.

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