Gnosis (Mosaizist)

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Kieselmosaik einer Tierjagd aus Pella, Signatur von Gnosis oben rechts

Gnosis (griechisch Γνοσις) war ein griechischer Mosaizist des ausgehenden 4. Jahrhunderts v. Chr. Er ist der erste namentlich bekannte Mosaizist, da er das Mosaik des Bankettraums Delta des großen Stadthauses I 5 von Pella signierte (ΓΝΟΣΙΣ ΕΠΟΗΣΕΝ „von Gnosis gemacht“).

Das qualitätvolle Kieselmosaik zeigt eine Jagdszene. Zwei nackte Jünglinge greifen von rechts und links einen in die Mitte der Komposition gestellten Hirsch an, der außerdem noch von einem Jagdhund im Vordergrund angesprungen wird. Durch Staffelung der Ebenen und Überschneidung der Figuren wird eine tiefenräumliche Wirkung erzielt. Die dramatische Wirkung der Bewegung der Jünglinge, die eben die Doppelaxt bzw. das Schwert zum tödlichen Schlag heben, wird durch den Faltenwurf der fliegenden Mäntel (Chlamys) verstärkt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Marwitz: Gnosis 2. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 2, Stuttgart 1967, Sp. 839.
  • Dieter Salzmann: Gnosis. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 56, Saur, München u. a. 2007, ISBN 978-3-598-22796-7, S. 311
  • Dieter Salzmann: Untersuchung zu den antiken Kieselmosaiken von den Anfängen bis zum Beginn der Tesseratechnik. Berlin 1982