Hans Franck
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hans Franck (* 30. Juli 1879 in Wittenburg/Mecklenburg; † 11. April 1964 in Schwerin) war ein deutscher Schriftsteller und Dramaturg. Er war Mitglied im Bamberger Dichterkreis.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Leben
Hans Franck verdiente seinen Lebensunterhalt von 1901 an zehn Jahre lang als Volksschullehrer in Hamburg, widmete sich aber seit 1911 ganz seinem schriftstellerischem Werk.
Von 1914 an wirkte er als Dramaturg am Schauspielhaus Düsseldorf bei Louise Dumont und Gustav Lindemann und gab dort – ab 1915 – wohl mit Unterbrechungen – bis Ende der Spielzeit 1919/20 die Theaterzeitschrift „Masken“ heraus. Neben dieser Funktion war er außerdem von Beginn der Spielzeit 1914/15 an Leiter der angegliederten Düsseldorfer Theater-Akademie, später Hochschule für Bühnenkunst.
1921 kaufte er das Gut Frankenhorst am Ziegelsee in Schwerin und arbeitete fortan als freier Schriftsteller.
Seine national-konservative Grundeinstellung passte gut zu den Grundsätzen des Nationalsozialismus. So unterschrieb er im Oktober 1933 das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler.
Aber auch in der international sozialistisch bestimmten Deutschen Demokratischen Republik (DDR) konnte er nach 1945 weiterhin ohne Schwierigkeiten veröffentlichen. Gleichwohl wurden mehrere seiner Werke in der Sowjetische Besatzungszone und 1953 in der DDR Drei Geschichten (1939) auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.[1][2][3]
Sein Nachlass befindet sich in Schwerin in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern; Teile davon sind auch im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar zu finden.
[Bearbeiten] Ehrungen
Am 27. März 2008 wurde in seinem ehemaligen Wohnhaus Frankenhorst, heute Seehotel Frankenhorst, eine kleine Gedenkbibliothek zum Andenken an ihn eröffnet.
[Bearbeiten] Nachlass
im Deutschen Literaturarchiv Marbach
[Bearbeiten] Werke
|
|
[Bearbeiten] Bibliographien
- Heinz Grothe (Hrsg.): Das Herzgeschenk. Hans Franck zum 75. Geburtstag, 30. Juli 1954. Hannover 1954, S. 41–49.
- Heidemarie Sobotha (Bearbeiterin): Hans Franck. Bibliographie. Hrsg. vom Stadtarchiv Schwerin, Außenstelle Hans-Franck-Archiv, durch Hans Heinrich Leopoldi. Schwerin 1969.
- Katrin Sobotha: Hans Franck. Der Schweriner Nachlass. Schwerin (Kulturamt der Landeshauptstadt) 1996.
[Bearbeiten] Sekundärliteratur
- Michael Matzigkeit: Literatur im Aufbruch. Schriftsteller und Theater in Düsseldorf 1900–1933. Düsseldorf 1990, S. 125 ff., 239–247. ISBN 3-92433-123-5
- Reinhard Rösler: Der Weltfremde auf Frankenhorst. In: Reinhard Rösler: Autoren, Debatten, Institutionen. Bockel-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-93269-628-X
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Hans Franck im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- http://www.lbmv.de/3/Franck_Nachlass.html – Nachlassbeschreibung mit Kurzbiographie
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-f.html
- ↑ http://www.polunbi.de/bibliothek/1947-nslit-f.html
- ↑ http://www.polunbi.de/bibliothek/1953-nslit-f.html
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Franck, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller und Dramaturg |
| GEBURTSDATUM | 30. Juli 1879 |
| GEBURTSORT | Wittenburg |
| STERBEDATUM | 11. April 1964 |
| STERBEORT | Schwerin |

