Hegar-Zeichen

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Das Hegar-Zeichen ist ein nach dem Gynäkologen Alfred Hegar benanntes wahrscheinliches Schwangerschaftszeichen. Im zweiten und dritten Schwangerschaftsmonat ist der Bereich des Isthmus uteri, der zwischen Gebärmutterkörper (Corpus uteri) und dem Gebärmutterhals (Cervix uteri) liegt, beim Betasten (Palpation) weicher und leichter komprimierbar. Die Ursache ist eine sich verändernde Zusammensetzung des Bindegewebes im Verlauf der Schwangerschaft aufgrund der Aktivierung von Proteasen. Diese führt zu einer vermehrten Einlagerung von Wasser und einer Reorganisation und relativen Verminderung der Kollagenfibrillen.

Literatur[Bearbeiten]

  • E. Sonntag: Das Hegar’sche Schwangerschaftzeichen. In: Richard von Volkmann: Sammlung Klinischer Vorträge. Nr. 58, Leipzig 1892.
  • A. Hegar: Diagnose der frühesten Schwangerschaftsperiode. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. Berlin 1895, 21 (35): 565–567.
  • N. Uldbjerg, U. Ulmsten: The physiology of cervical ripening and cervical dilatation and the effect of abortifacient drugs. In: Baillière's clinical obstetrics and gynaecology. Band 4, Nummer 2, Juni 1990, S. 263–282, ISSN 0950-3552. PMID 2225599. (Review).
  • N. Uldbjerg, G. Ekman, A. Malmström, K. Olsson, U. Ulmsten: Ripening of the human uterine cervix related to changes in collagen, glycosaminoglycans, and collagenolytic activity. In: American journal of obstetrics and gynecology. Band 147, Nummer 6, November 1983, S. 662–666, ISSN 0002-9378. PMID 6638110.