Herbert Hunger

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Herbert Hunger

Herbert Hunger (* 9. Dezember 1914 in Wien; † 9. Juli 2000 ebenda) war ein österreichischer Byzantinist.

Leben[Bearbeiten]

Hunger war von 1956 bis 1962 Direktor der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, von 1962 bis 1985 Universitätsprofessor in Wien und von 1973 bis 1982 Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er begründete die Wiener Schule der Byzantinistik und war der erste Inhaber des Lehrstuhls für Byzantinistik an der Universität Wien.

Am 10. Oktober 1980 wurde Hunger zum korrespondierenden Mitglied der Philologisch-historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Hunger wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Griechische Paläographie, 1954
  • Byzantinische Geisteswelt, 1958
  • Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, 1959 (8. Auflage 1988)
  • Antikes und mittelalterliches Buch- und Schriftwesen. Überlieferungsgeschichte der antiken Literatur, 1961
  • Reich der neuen Mitte. Der christliche Geist der byzantinischen Kultur, 1965
  • Katalog der griechischen Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek, (6 Bände, 1961–1995)
  • Byzantinische Grundlagenforschung, 1973
  • Die hochsprachliche profane Literatur der Byzantiner, 2 Bände, 1978
  • Epidosis, 1989 (gesammelte Werke)
  • Schreiben und Lesen in Byzanz, 1989
  • Prochoros Kydones, 1990
  • Das Denken am Leitseil der Sprache, 1999

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Soustal: Bibliographie Herbert Hunger. In: Jahrbuch der österreichischen Byzantinistik Band 51, 2001, S. 1–40
  • Wiener Byzantinistik und Neogräzistik. Beiträge zum Symposion Vierzig Jahre Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Wien im Gedenken an Herbert Hunger (Wien, 4.-7. Dezember 2002), hrsg. von Wolfram Hörandner, Johannes Koder, Maria A. Stassinopoulou, Wien 2004 (Byzantina et Neograeca Vindobonensia, Bd. 24)

Weblinks[Bearbeiten]