Hotel Silber

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Stuttgarter Hotel Silber in der Dorotheenstraße 10 am Karlsplatz

Hotel Silber ist der umgangssprachliche Name des Gebäudes in der Dorotheenstraße 10 am Karlsplatz in Stuttgart.[1][2]

Von 1928 bis 2013 wurden dort verschiedene Organe des staatlichen Gewaltmonopols untergebracht.[3][4][5][6][7][8]

Staatliches Gewaltmonopol[Bearbeiten]

Hotel Silber um 1900, vor der teilweisen Zerstörung 1944

Organe des staatlichen Gewaltmonopols im Hotel Silber[9][4][5][10][6][11][12][8]

Periode Organe des staatlichen Gewaltmonopols
1928 - 1933 Politische Polizei, Kriminalpolizei und Polizeipräsidium in der Weimarer Republik
1933 - 1945 Politische Polizei in der NS-Zeit
1945 - 1949 Verschiedene Polizeidienststellen u.a. Präsidialabteilung in den Nachkriegsjahren
1949 – 1984 Gefängnisanstalt und Kriminalpolizei
1985 - 1988 Sanierung
1988 – 2013 Teil des Innenministeriums

1928 – 1933[Bearbeiten]

Am Ende der Weimarer Republik, von 1928 bis 1933, befanden sich dort Behörden, die dem württembergischen Innenministerium unterstanden: Das Polizeipräsidium Stuttgart,[13] die Landesabteilungen der Kriminalpolizei und der Politische Polizei.[14] Letztere überwachte u.a. die KPD und die NSDAP.[15]

1933 – 1945[Bearbeiten]

Während des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 war das Hotel Silber Dienstgebäude der Politischen Polizei. Bis zur Zerstörung des Westflügels durch die britische Luftwaffe im September 1944, wurde das Hotel Silber ab 1933 als württembergische und ab 1937 zudem als hohenzollerische Zentrale genutzt.[4][16][17][16]

Ab Oktober 1936 unterstand die Politische Polizei nicht mehr dem württembergischen Innenministerium, sondern wurde Teil des Geheimen Staatspolizeiamts (Gestapo) in Berlin.[5][16]

Von der Dorotheenstraße 10 wurde während des 2. Weltkrieges ein Spionagenetz in der Schweiz unterhalten. Dabei sollten u.a. Informationen für einen möglichen Angriff NS-Deutschlands auf die Schweiz gewonnen werden.[18]

Von 1938 bis zum Endes des Zweiten Weltkrieges war Personal der Politischen Polizei bzw. der Gestapo Württemberg-Hohenzollern in den von NS-Deutschland besetzten bzw. eingegliederten Gebieten in den Einsatzgruppen und in Dienststellen des SiPo und des SD tätig. Darunter waren auch Leiter, wie Walter Stahlecker, der mehr als 240.000 Menschen, darunter 218.050 Juden, im Baltikum und in der Region um Leningrad umbringen ließ und stellvertretende Leiter, wie Wilhelm Harster, der für die Deportation von 82.773 jüdischen Männern, Frauen und Kindern aus den Niederlanden in die Vernichtungslager verantwortlich ist.[19][20][21][22][23][24][25][26]

1945 – 2013[Bearbeiten]

In den Nachkriegsjahren stand das Hotel Silber unter französischer und dann unter US-amerikanischer Aufsicht.[10] Die westlichen Alliierten leiteten die Demilitarisierung, die Denazifizierung, die Dezentralisierung und die Demokratisierung der öffentlichen Ordnung ein.[27][28][29][30] Bis 1949 waren verschiedene Behörden der Polizei, die nach Anordnung der Alliierten städtisch wurde, dort untergebracht.[31][6]

Danach nutzte überwiegend die Kriminalpolizei das Gebäude, wobei im wiederaufgebauten Westflügel eine Gefängnisanstalt eingerichtet war.[6][32] 1973 wurde die städtische Polizei verstaatlicht, somit wurden die Behörden in der Dorotheenstraße 10 direkt dem Land Baden-Württemberg unterstellt.[33] Zwischen 1985 bis 1988 erfolgte eine Gebäudesanierung.[34] Ab 1988 bis 2013 wurde das Hotel Silber Dienstgebäude des Innenministeriums Baden-Württemberg.[4][35]

Charakter des Ortes[Bearbeiten]

Für Micha Brumlik, Hans Ulrich Gumbrecht und Ernst Ulrich von Weizsäcker wird im Hotel Silber der Wandel zwischen Diktatur und Demokratie sichtbar. Dieser Ort sei geprägt vom staatlichen Gewaltmonopol und steht beispielhaft für staatliche, gesellschaftliche und individuelle Wandlungsprozesse von der ersten deutschen Demokratie bis zur Gegenwart. Dieser Ort lege auch Zeugnis von der Zerbrechlichkeit der Zivilisation ab. Ein Polizist, der in der Weimarer Republik Menschen schützte, mordete während der NS-Zeit vom Schreibstich aus. Nach dem Krieg sei er zum 'Demokraten', zum Bürger im Polizeiuniform geworden.[10]

Multidisziplinäre Fragen[Bearbeiten]

Der Charakter des Ortes wirft nicht nur historische Fragen auf, sondern weitere andere Fragen, wie beispielsweise moralische oder psychologische. Diese multidisziplinären Fragen will ein internationaler Expertencluster fächerübergreifend für das Hotel Silber Projekt thematisieren.[10]

Anerkennung auch als Ort der Demokratie[Bearbeiten]

Am 1. Juni 2011 erklärten der DGB Baden-Württemberg, die Gruppe der Fünfzig und die Jugendorganisationen der GRÜNEN/Bündnis 90 und der SPD in Baden-Württemberg, dass das Hotel Silber ein ambivalenter Ort sei; einerseits Ort der Unmenschlichkeit, anderseits Ort der Demokratie. Entwicklungsprozesse und Vernetzungen auf individueller, gesellschaftlicher und staatlicher Ebene vor, während und nach der NS-Zeit sind hier darstellbar.[36]

Fünf Monate später fordern die politischen Jugendorganisation der CDU, der FDP, der GRÜNEN/Bündnis 90 und der SPD in Baden-Württemberg von der Landesregierung, das Hotel Silber auch als Ort der Demokratie anzuerkennen. Während des Nationalsozialismus sei das Gebäude Ort der Unmenschlichkeit gewesen. Dieser Ort sei mit dem Leid und dem Tod von vielen Menschen innerhalb und außerhalb Württembergs verbunden gewesen. In der ersten deutschen Demokratie war das Hotel Silber Sitz des württembergischen Polizeipräsidiums. Obwohl nach 1945 Schreibtischtäter als „Demokraten“ ins Hotel Silber zurückkamen und Opfer der NS-Diktatur die Kontinuität der Verfolgung spüren mussten, kam es auch dort zum Bruch mit den Nationalsozialismus und der Demokratisierungsprozess begann. Beamte des Innenministeriums arbeiteten dort ab den 1980er Jahren für das Land Baden-Württemberg.[37][38]

Minderheiten nach 1945[Bearbeiten]

Die Initiative Hotel Silber erklärt, dass nach 1945 von der Dorotheenstraße 10 aus Homosexuelle, Kommunisten und Sinti verfolgt wurden. Oft seien Kriminalpolizisten, die sie während des Nationalsozialismus peinigten, daran beteiligt gewesen.[39] Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ergänzt, dass Frauen, die des Schwangerschaftsabbruches verdächtig wurden, und Menschen, die „Asozial“ genannt wurden, verfolgt und kriminalisiert wurden.[40] Nach 1945 seien „fast alle Opfergruppen“ aus der NS-Zeit „außer den Juden“ von der Polizei beobachtet worden.[41]

Das Projekt[Bearbeiten]

Im Jahre 2007 wurden der Plan zur Neuordnung des Areals, das am Kaufhaus Breuninger angrenzt, vorgestellt.[2][42] Das Land Baden-Württemberg und die Firma Breuninger wollten dort 270 Millionen Euro investieren, um Ministerien, Läden, Bars, Kneipen, Restaurants und ein Luxushotel zu bauen. Das Hotel Silber, ein Bürogebäude im Besitz der Landesstiftung, sollte dabei abgerissen werden.[43][44][45][46]

Das Land erklärte im September 2008, es führe Gespräche mit der Firma Breuninger und der Stadt Stuttgart, um ein angemessenes Erinnern an die NS-Vergangenheit des Gebäudes sicherzustellen.[47]

Bestandgebäude[Bearbeiten]

Initiative Hotel Silber[Bearbeiten]

Die Initiative Hotel Silber, ein Zusammenschluss von anfänglich 10 Organisationen,[48] forderte erstmals im Februar 2009 den Erhalt des Hotel Silber,[49] um ein NS-Dokumentationszentrum unterzubringen.[49] Strittig war, ob ein NS-Dokumentationszentrum für Stuttgart und Württemberg, wie ihn die Initiative forderte, eingerichtet werden sollte. Es wurde auch angezweifelt, dass das Hotel Silber ein authentisches Gebäude aus der NS-Zeit sei, wie dies die Initiative erklärte.[50][51][52][53][54][55][56][57][58]

Haus der Geschichte Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Im Januar 2011 begann das Haus der Geschichte Baden-Württemberg mit der Konzeptentwicklung.[59] Das Museum erklärte, dass alte Steine nichts über Geschichte erzählen können. Dazu bräuchte es vor allem gute Konzepte.[59]

Gruppe der Fünfzig[Bearbeiten]

Vor und nach der Landtagswahl vom 27. März 2011 forderten fünfzig Persönlichkeiten, darunter Nobelpreisträger und frühere Regierungschefs und Bundesminister, den vollständigen Erhalt des Hotel Silber als geschichtliches Mahnmal.[42][60][61][62] Dabei wandten sie sich gegen den Teilerhalt des Gebäudes.[63][64][65][45]

Der da-Vinci-Entwurf sah den Erhalt des Kellers vor.[66] Als Stolperstein für die Gedenkstätte sollte ein Stück Fassade des Hotel Silber dienen.[67][68] In ihrem Appell heißt es: „Im Hotel Silber wurde nicht nur verhört, gefoltert und gemordet. Hier befand sich auch das Zentrum der Schreibtischtäter in Württemberg.“[69] Im Grundlagenpapier zum Appell wurde der Plan für den Erinnerungsort ausdrücklich kritisiert. Der Erhalt des Kellers fokussiere die Dorotheenstraße 10 als Ort der Wächter, Folterer und Mörder. Mit den Abriss des Bürogebäudes würde der Ort der Schreibtischtäter in Staub aufgehen.[45]

Auch den im Krieg nicht zerstörten Teil des Bürogebäudes zu erhalten, lehnten die Fünfzig ab.[70][71][72] Dieser Rückbau würde den Zustand nach den Alliierten Bombardements darstellen. Ein Ort der NS-Verbrechen würde dadurch zum Mahnmal gegen den Bombenkrieg gemacht.[45]

Vollständiger Erhalt[Bearbeiten]

Die neue baden-württembergische Regierungskoalition beschloss Ende April 2011 den vollständigen Erhalt des Hotel Silber.[73][74]

Forderung nach Expertenkommission[Bearbeiten]

Ein Monat nach dem Erhaltungsbeschluss, am 1. Juni 2011, forderten die Jungendorganisationen der Regierungskoalition, die Grüne Jugend und die Jusos, der DGB Baden-Württemberg und die Gruppe der Fünfzig eine internationale Expertenkommission für das Projekt. Im Dialog mit der Zivilgesellschaft, der Bürgerschaft und der Stadt Stuttgart solle diese die Konzeption für das Hotel Silber Zentrum ausarbeiten.[75]

Im Oktober 2011 schlossen sich die Jugendorganisationen der CDU, der FDP, der GRÜNEN/Bündnis 90 und der SPD in Baden-Württemberg zusammen, um von der Landesregierung die Berufung einer hochkarätigen und repräsentativen Expertenkommission zu fordern. Deren Expertise sollte die Grundlage für den politischen und gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft des Hotel Silber bilden.[37]

Projektentwicklung[Bearbeiten]

Das Land stieg am 20. Oktober 2011 aus dem da-Vinci-Bauprojekt aus. Die Hotel Silber Einrichtung wird nicht einem Neubau, sondern im Bestandsgebäude entstehen.[76] Das Land plant das Projekt mit der Stadt Stuttgart[77][78] unter Beteiligung des Hauses der Geschichte und der Initiative Hotel Silber.[79][80][81][82]

Im Sommer 2012 erklärte ein internationaler Expertencluster seine Bereitschaft sich in das Projekt einzubringen.[83]

Im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses hat das Land Baden-Württemberg einen Runden Tisch eingerichtet, der erstmals am 25. Juni 2012 tagte.[77] An diesen sitzen Vertreter der Landes- und Stadtregierung, Mitglieder des Landtages und des Stadtrates und beteiligte Organisationen. Dort wird die Projektplanung erörtert.[78]

Eine Internetseite des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg zum "Projekt" ging im Juli 2012 online.[84][85]

Das Projekt steht in der Kritik. Bemängelt werden die Beteiligungsmöglichkeiten an dem Projekt und inhaltliche Bewertungen. [83][82][41] Bezweifelt wird die Nachhaltigkeit des Projektes.[82] Gefordert wird ein anderes Konzept, das nicht zu sehr dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg ähnelt.[83]

Räumlichkeiten[Bearbeiten]

Die Hotel Silber Einrichtung soll stufenweise ausgebaut werden.[86] Zu Beginn soll ein Viertel des Gebäudes zur Verfügung stehen.[87]

Finanzierung[Bearbeiten]

Die Umbaukosten übernimmt das Land vollständig.[88] 2/3 der jährlichen Kosten bestreitet der Landeshaushalt und das restliche Drittel die Stadt Stuttgart.[89]

Das Haus der Geschichte mit seinem 4 Millionen Etat [90] und seinem hauseigenen Förderverein[91] wird sich finanziell nicht beteiligen.[92] Auch die Initiative Hotel Silber mit ihren 23 Mitgliedsorganisationen[82] wird keine Gelder bereitstellen.

Die Jugendorganisationen der CDU, der FDP, der GRÜNEN/Bündnis 90 und der SPD in Baden-Württemberg verlangen die finanzielle Beteiligung der Landesstiftung. Als Förderin der Erinnerungskultur und als Eigentümerin des Hotel Silber habe sie eine unmittelbare Verantwortung für das Projekt.[37][44] Sie fordern die Erfüllung der Kriterien des Bundes für die Förderung von beispielhafte Einrichtungen. Dadurch können bis zu 50% der Kosten gedeckt werden.[37][44] Zudem solle die Wirtschaft einen Beitrag zur Finanzierung leisten. Voraussetzung sei auch hier, dass die Regierung die Entstehung einer qualitativ hochwertigen Einrichtung nachhaltig verfolgt.[37]

Internationaler Expertencluster[Bearbeiten]

Ein Expertencluster von 170 Persönlichkeiten hat im Sommer 2012 seine Bereitschaft erklärt, sich in das Hotel Silber Projekt einzubringen.[83] Der Cluster will die multidisziplinären Fragen, die der Ort aufwirft, fächerübergreifend thematisieren. An ihm sind auch Expertinnen und Experten aus Frankreich, Großbritannien, den USA und weiteren Ländern, die ebenfalls mit dem Ort verbunden sind, beteiligt.[10]

Zudem will der Cluster das Projekt unterstützen indem dieser u.a. neue Zugänge, Perspektiven und Themen darstellt; neue Mittel und Formen der Vermittlung, der Kommunikation und der Vernetzung etabliert; neue Wege des breiten Engagements einleitet; neue Partnerschaften und Kooperationen mit Institutionen initiiert und neue Möglichkeiten der unabhängigen Bewertung aufzeigt.[10]

Die Grundlage des Hotel Silber Projektes ist die Vermittlung der Werte der Demokratie und der Menschlichkeit, dabei strebt der Cluster nach Exzellenz.[10]

Im Sommer 2014 mahnten Micha Brumlik, Hans Ulrich Gumbrecht und Ernst Ulrich von Weizsäcker bei Landtagsabgeordneten und Stadträten wie zuvor bei der Landesregierung eine Rückmeldung an.[83]

Gegenüber den Stuttgarter Nachrichten sagte Brumlik, er verstehe nicht, warum die Regierung zögere die Bereitschaft des Expertenclusters anzunehmen.[83]

Finanzielle Forderung[Bearbeiten]

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG) beklagt, dass das Land mehr Geld für sein Hotel Silber Projekt ausgibt als für die Förderung aller Gedenkstätten in Baden-Württemberg. Im April 2013 forderte sie die jährlichen Fördergelder zu erhöhen.[80][93] Bis 2017 wird das Land schrittweise die finanzielle Forderung der LAGG erfüllen.[41]

Bau- und Nutzungsgeschichte[Bearbeiten]

In einem 1816 auf dem heutigen Grundstück errichteten Wohnhaus wurde 1845 ein Gasthaus Zum Bahnhof eröffnet, einige Jahre später wurde es erweitert und erhielt den Namen Zum Bayrischen Hof. 1874 kaufte Heinrich Silber das Gebäude und baute es im Neorenaissance-Stil zum vornehmen Hotel Silber aus, das bis 1919 betrieben wurde. Unter anderem wurde darin 1903 der ADAC gegründet (zunächst als Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung).[94] Von 1919 bis 1928 beherbergte das Haus die Oberpostdirektion der Deutschen Reichspost für Württemberg, anschließend bis 1937 das Polizeipräsidium samt seiner politischen Abteilung, dem „Württembergischen Politischen Landespolizeiamt“. Eugen Bolz, der letzte Staatspräsident des Landes Württemberg in der Weimarer Republik, wurde bereits 1933 hier vorgeladen und unter Misshandlungen in „Schutzhaft“ genommen.

Nachdem 1936 die Gestapo gegründet und die Hoheit über die politische Polizei vom Land Württemberg auf die Reichsregierung in Berlin übertragen worden war, wurde das Gebäude von 1937 bis 1944 zu deren Landeszentrale („Staatspolizeileitstelle Stuttgart“ – mit Zuständigkeit auch für Hohenzollern[95]), bei weitgehender personeller Kontinuität. Hier wurden zahlreiche „Staatsfeinde“ in Haft genommen und gefoltert, darunter viele Kriegsgefangene, von hier aus wurde die Deportation der württembergischen Juden organisiert. Gemeinsam mit der Kriminalpolizei betrieb die Gestapo auch den Terror gegenüber anderen Minderheiten wie den Sinti und Roma und den Homosexuellen. Alle eigenen Dokumente der Gestapo wurden am Ende des Krieges verbrannt, erhalten blieben jedoch Berichte der Überlebenden, von Angestellten, und der Angehörigen und Freunde der Toten.

Im Keller befanden sich bis zum Herbst 1944 drei „Verwahrzellen“. Bekannte Gefangene waren Kurt Schumacher, der spätere Vorsitzende der SPD, und die Kommunistinnen Liselotte Herrmann und Lina Haag. Beim Luftangriff auf Stuttgart am 12. September 1944 wurden Teile des Gebäudes zerstört, worauf man zunächst in den noch benutzbaren Büroräumen zusammenrückte. In der Heusteigstraße wurde eine neue Gestapozentrale eingerichtet, nach einigen Wochen erfolgte der Umzug. Im „Hotel Silber“ blieben jedoch mehrere Büros, darunter die Telefonzentrale. Da auch das bisherige Polizeigefängnis in der Büchsenstraße zerstört worden war, wurde der Keller des „Hotel Silber“ sogar zu einem größeren Gefängnis ausgebaut und als solches bis zum 19. April 1945 benutzt.[96] Noch am 13. April 1945, wenige Tage vor der Übergabe der Stadt, wurden hier vier Gefangene von der Gestapo erhängt.

Das Haus wurde nach Kriegsende von den Besatzern sofort wieder als Stuttgarter Polizeizentrale genutzt, die zerstörten Teile wurden 1946/1947 neu aufgebaut. Es behielt seine Funktion bis 1984/1985, als es vom Innenministerium übernommen wurde.

Die historische Bausubstanz[Bearbeiten]

Das „Hotel Silber“, im Vordergrund der Ostflügel

Bei der Schadenskartierung im Sommer 1945 wurde das Haus als „mittelschwer“ beschädigt bezeichnet, im Oktober desselben Jahres hieß es „mittel, auch zu erhalten“. Aufnahmen aus diesem Jahr zeigen, dass der östliche Gebäudeteil bis zum Dach, der westliche bis zum dritten Stockwerk von vier erhalten geblieben war. Entsprechendes geht aus den Plänen des Architekten, der den Wiederaufbau leitete, hervor. Am 8. Juli 1953 schrieb die Stuttgarter Zeitung angesichts laufender Renovierungsarbeiten am östlichen Gebäudeflügel: „Die aus dem Jahre 1898 stammende Fassade wird von ihrem steinernen Neo-Renaissance-Schmuck befreit. An Stelle der wurstartigen Erker (…) entstehen wieder normale Hausecken. Der große Balkon über dem Haupteingang ist auch schon entfernt. An seiner Stelle wird ein kleines Dach angebracht (…)“ – das auch heute noch zu sehen ist.[97]

Im Untergeschoss entsprechen die tragenden Wände, die Stützen und die meisten Türöffnungen einem erhaltenen Plan von 1941 (Stadtarchiv Stuttgart), lediglich einige Zwischenwände der Verwahrzellen und Wände zum mittleren Flur wurden nach dem Krieg entfernt. Ob sich unter dem gegenwärtigen Anstrich der ehemaligen Zellen noch der Verputz aus der Zeit der Nutzung durch die Gestapo befindet – möglicherweise mit Zeichnungen und Beschriftungen der damaligen Gefangenen – ist gegenwärtig unklar.

Im Ostflügel des Gebäudes sind im Sockelgeschoss sämtliche Schichten der Fassade bis hin zur Rustizierung erhalten. Im Innern des Ostflügels besteht über sämtliche Stockwerke die ursprüngliche Gebäudestruktur mindestens mit den Haupttragwänden und dem Treppenhaus fort.[98]

Eine stählerne Zellentür mit zahlreichen eingeritzten Botschaften von Gefangenen befindet sich seit 1970 im Besitz des Stuttgarter Stadtarchivs. Sie wurde zu Beginn der 80er-Jahre in einer Ausstellung über die Geschichte Stuttgarts im Dritten Reich gezeigt und kommentiert.[99]

Literatur[Bearbeiten]

  • Initiative für einen Gedenkort im ehemaligen Hotel Silber (Hrsg.): Tatort Dorotheenstraße, Peter-Grohmann-Verlag, Stuttgart 2009. 74 Seiten. (Alte Fotos; viele Erstveröffentlichungen von Zeitzeugen über die Folterungen im Gestapohaus)
  • Hermann G. Abmayr (Hrsg.): Stuttgarter NS-Täter. Vom Mitläufer bis zum Massenmörder. Wir haben nur unsere Pflicht getan für Volk und Vaterland. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-89657-136-6.
  • Hartmut Ellrich: Das historische Stuttgart, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2009, ISBN 978-3-86568-381-6.
  • Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern, Schmetterling Verlag, Stuttgart 2013. (Eindringliche Studie zum gesellschaftlichen Funktionieren der Gestapo überhaupt anhand der vielseitig und detailliert vorgestellten lokalen Verhältnisse)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hotel Silber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auftaktgespräch mit Initiativgruppen zum "Hotel Silber". baden-wuerttemberg.de Landesregierung Baden-Württemberg, 10. Februar 2012, abgerufen am 11. Januar 2015.
  2. a b Ursula Baus: Abriss in Stuttgart Zynische Entsorgung. Frankfurter Rundschau, 12. November 2009, abgerufen am 11. Januar 2015.
  3. Vor 1933. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  4. a b c d Geschichtsort Hotel Silber. Polizeimuseum Stuttgart Polizeihistorischer Verein Stuttgart e.V., abgerufen am 10. Januar 2015.
  5. a b c Die Politische Polizei als Stütze der Macht. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  6. a b c d Die Polizei bleibt im „Hotel Silber“. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  7. Dienstgebäude. Innenministerium Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  8. a b Staatliches Gewaltmonopol. Juraforum.de, abgerufen am 12. Januar 2015.
  9. Vor 1933. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  10. a b c d e f g Micha Brumlik, Hans Ulrich Gumbrecht, Ernst Ulrich von Weizsäcker: Expertencluster 'Die Dorotheenstraße 10 – Hotel Silber'. Stiftung Topographie des Terrors Gedenkstättenreferat, 17. Juni 2014, S. 2, abgerufen am 26. November 2014.
  11. Baugeschichte. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  12. Dienstgebäude. Innenministerium Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  13. Vor 1933 – Die neue Polizei in Württemberg. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Das Landespolizeiamt wurde 1923 mit der Polizeidirektion Stuttgart zum neuen Polizeipräsidium zusammengelegt. Dies unterstand fortan dem württembergischen Innenministerium.“
  14. Projekt „Erinnerungsort Hotel Silber“. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, 4. Juni 2012, archiviert vom Original, abgerufen am 31. Januar 2015: „mit dem Landeskriminalamt und der Politischen Polizei auch zwei Abteilungen die landesweit agieren (Vierte Seite)“
  15. Vor 1933 – Die Politische Polizei in der Weimarer Republik. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Die Politische Polizei überwachte vor allem die KPD und ihr nahe stehende Organisationen. Aber auch die NSDAP stand nicht erst mit den zunehmenden Wahlerfolgen Ende der 1920er Jahre im Fokus der Aufmerksamkeit. Ihre Agitation, Organisation und politische Entfaltung war schon ab 1923 fester Bestandteil der Lageberichte.“
  16. a b c Staatspolizeileitstelle im Hotel Silber. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  17. Nachweis der "Außendienststelle Sigmaringen" im Geschäftsverteilungsplan der Staatspolizeileitstelle Stuttgart: Staatsarchiv Ludwigsburg Bestand K 100 (Staatspolizeileitstelle Stuttgart) Bü 9.
  18. Das Referat für Spionage, Sabotage und Abwehr. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Während des Zweiten Weltkriegs unterhielt das Referat unter der Leitung von Anton Rothmund ein weit verzweigtes Netz von Kurieren und Informanten in der neutralen Schweiz. Zum einen, weil die Schweiz als mögliches Angriffsziel für die Wehrmacht betrachtet wurde...“
  19. Die Stellvertreter: Wilhelm Harster. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 12. Januar 2015.
  20. Die Leiter: Walter Stahlecker. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 12. Januar 2015.
  21. Die Stellvertreter: Heinrich Fehlis. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 13. Januar 2015.
  22. Radikalisierung während des zweiten Weltkriegs - Die Gestapo und der Völkermord. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 12. Januar 2015.
  23. BdS für das Reichskommissariat Ostland in Riga - Mitarbeiter der Staatspolizeileitstelle Stuttgart. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 12. Januar 2015.
  24. Stadtrundgänge - Neue Aula - Holocaust. Universitätsstadt Tübingen, abgerufen am 12. Januar 2015.
  25. BdS für die Niederlande in Den Haag - Mitarbeiter der Staatspolizeileitstelle Stuttgart. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 12. Januar 2015.
  26. Prozesse – Harster - Diese Haltung. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, 23. Januar 1967, abgerufen am 12. Januar 2015.
  27. Die Bundesrepublik - vom "Provisorium" zum Verfassungsstaat - Die alliierte Übergangszeit bis 1949. Deutsche Hochschule der Polizei, abgerufen am 31. Januar 2015: „In den ersten Jahren nach Kriegsende 1945 prägen die alliierten Besatzungsmächte Ziel und Neuaufbau der öffentlichen Ordnung, einschließlich der Polizeiausbildung.Maßgebend auch für die alliierte Polizeipolitik sind die 4 'D': Demilitarisierung, Denazifizierung, Dezentralisierung und Demokratisierung.“
  28. Internierung und Entnazifizierung. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Sowohl französische als auch amerikanische Militärbehörden suchten in ihren Besatzungszonen gezielt nach ehemaligen Gestapo-Mitarbeitern. Gleichzeitig machten sie es den verbleibenden deutschen Polizeidienststellen zur Pflicht, alle früheren Mitglieder der Gestapo, der SS und des SD zu verhaften. In mehreren Internierungslagern, die bis zum Herbst 1946 unter alliierter Kontrolle standen, wurden diese bis zu ihren Spruchkammerverfahren festgehalten.“
  29. Polizeipräsidium und Kriminalpolizei nach dem Krieg. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Von den 103 Beamten nd Angestellten der Kriminalpolizei, die im Juli 1945 im Dienst waren, wurden in der Folge 98 auf Anordnung der Militärregierung entlassen. Als langjährige NSDAP- oder SS-Mitglieder kamen sie zunächst nicht in Frage, den angestrebten Neuanfang der Polizei zu gestalten. Stattdessen wurden neue Kräfte angeworben, die aber in der Regel keinerlei Erfahrung in der Polizeiarbeit mitbrachten.Wie schon nach dem Ersten Weltkrieg bot die Polizei auch jetzt wieder vielen ehemaligen Soldaten eine Beschäftigung. Aber auch aus den Reihen der von den Nationalsozialisten Verfolgten stießen einige zur Polizei. Sie wollten beim Aufbau einer demokratischen Polizei mitwirken.“
  30. Polizeipräsidium und Kriminalpolizei nach dem Krieg – Organisation und Unterbringung. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Auf Anordnung der Alliierten wurde die Polizei dezentralisiert. Das Stuttgarter Polizeipräsidium wurde dem Stuttgarter Oberbürgermeister unterstellt und war somit bis zur Verstaatlichung 1973 eine Kommunalbehörde.“
  31. Polizeipräsidium und Kriminalpolizei nach dem Krieg – Organisation und Unterbringung. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Auf Anordnung der Alliierten wurde die Polizei dezentralisiert. Das Stuttgarter Polizeipräsidium wurde dem Stuttgarter Oberbürgermeister unterstellt und war somit bis zur Verstaatlichung 1973 eine Kommunalbehörde.“
  32. Baugeschichte. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  33. Polizeipräsidium und Kriminalpolizei nach dem Krieg – Organisation und Unterbringung. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Auf Anordnung der Alliierten wurde die Polizei dezentralisiert. Das Stuttgarter Polizeipräsidium wurde dem Stuttgarter Oberbürgermeister unterstellt und war somit bis zur Verstaatlichung 1973 eine Kommunalbehörde.“
  34. Baugeschichte. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  35. Dienstgebäude. Innenministerium Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  36. Schreiben an Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Herr Winfried Kretschmann. Grüne Jugend Baden-Württemberg, 1. Juni 2012, archiviert vom Original, abgerufen am 31. Januar 2015: „Das 'Hotel Silber' ist ein authentischer Ort der Unmenschlichkeit und der Demokratie zugleich. Diese Ambivalenz des Ortes soll zum Leitthema der neuen Einrichtung werden. Hier sollen die Entwicklungsprozesse und Vernetzungen auf individueller, gesellschaftlicher und staatlicher Ebene vor, während und nach der NS-Zeit aufgezeigt und thematisiert werden.(Fünfter Absatz, erste Seite)“
  37. a b c d e Grüne Jugend Baden-Württemberg, Junge Liberale Baden-Württemberg, Junge Union Baden-Württemberg, JUSOS Baden-Württemberg: Pressemitteilung zum Hotel Silber: Jugendorganisationen setzen Landesregierung unter Druck. Stiftung Topographie des Terrors Gedenkstättenreferat, 20. Oktober 2011, S. 3, abgerufen am 10. Januar 2015.
  38. Wolfgang Risch: Das „Hotel Silber“ bleibt. 22. Oktober 2011, abgerufen am 10. Januar 2015.
  39. Presseerklärung 25. Oktober 2010. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, 25. Oktober 2010, archiviert vom Original, abgerufen am 31. Januar 2015: „Nach 1945 zog hier die Kriminalpolizei ein und Sinti, Homosexuelle und Kommunisten mussten die Kontinuität der Verfolgung erleben, waren dort vielfach erneut mit ihren Peinigern aus der NS-Zeit konfrontiert (Siebter Punkt)“
  40. Projekt „Erinnerungsort Hotel Silber“. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, 4. Juni 2012, archiviert vom Original, abgerufen am 31. Januar 2015: „Von hier aus wurden weiterhin Homosexuelle,Frauen, die im Verdacht standen, eine Schwangerschaft abgebrochen zu haben oder „Asoziale“ verfolgt und kriminalisiert. (Zweite Seite)“
  41. a b c Thomas Faltin: Ausstellung öffnet Mitte 2017. Stuttgarter Zeitung, 28. Juli 2014, abgerufen am 10. August 2014.
  42. a b Elke Hauptmann: Weichenstellung für das Dorotheenquartier. Esslinger Zeitung online, 19. Juli 2013, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  43. Anke Prokasky: Stuttgart: Breuninger erwägt Ausstieg aus Da Vinci-Projekt. Deutscher Fachverlag GmbH textilwirtschaft.de, 17. November 2008, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  44. a b c Hildegund Oßwald und Achim Wörner: Das Projekt 'Da Vinci' - eine Chronik. Stuttgarter Zeitung, 20. Oktober 2011, abgerufen am 7. Januar 2015.
  45. a b c d Grundlagenpapier „Appell der 50 an die GRÜNEN“. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, archiviert vom Original am 13. August 2011, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  46. Hotel Silber: Einigung über Finanzierung. Schwäbisches Tagblatt, 9. Dezember 2013, abgerufen am 10. Januar 2015.
  47. Willi Stächele: Antrag der Abg. Dr. Nils Schmid u. a. SPD und Stellungnahme des Finanzministeriums „Da Vinci“ in Stuttgart – Geniestreich mit offenen Fragen. Landtag Baden-Württemberg, 9. September 2008, abgerufen am 19. Oktober 2014.
  48. Jürgen Bock: Initiative will Abriss verhindern Denkmalschutz soll früheres Hotel Silber retten. Stuttgarter Nachrichten, 13. März 2009, abgerufen am 10. Januar 2015.
  49. a b Thomas Borgmann: Gemeinsam gegen Abriss des Hotels Silber. Stuttgarter Zeitung via gedenkort-hotel-silber.de, 18. Februar 2009, abgerufen am 10. Januar 2015.
  50. Stefan Scheffold in Vertretung: Antrag der Fraktion der SPD und Stellungnahme des Finanzministeriums Errichtung eines NS-Dokumentationszentrums für Württemberg und Baden in der Landeshauptstadt Stuttgart. Landtag Baden-Württemberg, 24. März 2010, abgerufen am 10. Januar 2015.
  51. Thomas Borgmann: Das Erbe aus der Nazizeit. Der Kampf um das Hotel Silber. Stuttgarter Zeitung via „Spur der Erinnerung, 15. Mai 2009, abgerufen am 10. Januar 2015.
  52. Josef „Jupp“ Klegraf: Ziele und Konzept eines NS-Dokumentationszentrums für Stuttgart. Stadtmuseum Stuttgart, abgerufen am 10. Januar 2015 (Josef „Jupp“ Klegraf vertrat die Initiative).
  53. Neun gute Gründe für ein NS-Dokumentationszentrum im Hotel Silber. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, archiviert vom Original am 13. Dezember 2010, abgerufen am 10. Januar 2015.
  54. Gisela Meister-Scheufelen in Vertretung: Antrag der Abg. Brigitte Lösch u. a. GRÜNE und Stellungnahme des Finanzministeriums Historisches Gutachten für Hotel Silber. Landtag Baden-Württemberg, 5. Mai 2009, abgerufen am 10. Januar 2015 (PDF; 45 kB).
  55. Iris Frey, Elke Hauptmann: Streit um Gedenken an „Hotel Silber“. Eßlinger Zeitung, 20. Mai 2009, abgerufen am 10. Januar 2015.
  56. Jürgen Lessat: Fahndung ohne Ergebnis. Schwarzwälder Bote, 19. Juli 2009, abgerufen am 10. Januar 2015.
  57. Andreas Böhme: Streit um die einstige Gestapozentrale. Badische Zeitung, 14. Oktober 2009, abgerufen am 10. Januar 2015.
  58. Was wir wollen? Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, abgerufen am 10. Januar 2015.
  59. a b Thomas Borgmann: Droht am Karlsplatz eine Wende? Stuttgarter Zeitung, 13. Dezember 2010, archiviert vom Original am 23. Februar 2011, abgerufen am 10. Januar 2015 (Thomas Schnabel ist Direktor des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg).
  60. Dietrich Heißenbüttel: Geschichtsunterricht am authentischen Ort. Stuttgarter Zeitung, 18. März 2011, abgerufen am 31. Januar 2015: „Namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Kultur fordern die Erhaltung des Hotels Silber als geschichtliches Mahnmal“
  61. Appell der 50 an DIE GRÜNEN „Farbe zu bekennen“. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, 14. März 2011, archiviert vom Original am 13. August 2011, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  62. Aufforderung der Gruppe der 50 an die Abgeordneten/innen des Landes und der Stadt für den vollständigen Erhalt des Mahnmales Hotel Silber. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, abgerufen am 31. Januar 2015.
  63. Micha Brumlik, Hans Ulrich Gumbrecht, Ernst Ulrich von Weizsäcker: Expertencluster 'Die Dorotheenstraße 10 – Hotel Silber'. Stiftung Topographie des Terrors Gedenkstättenreferat, 17. Juni 2014, S. 2, abgerufen am 26. November 2014.
  64. Baugeschichte. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  65. Josef Schunder und Konstantin Schwarz: Da Vinci plötzlich auf der Kippe. Stuttgarter Nachrichten, 10. Dezember 2009, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  66. Elke Hauptmann: Behnisch gestaltet neues Quartier am Karlsplatz. Esslinger Zeitung, 5. März 2010, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  67. Andrea Eisenmann: Nicht nur ein Stück Fassade bewahren. Esslinger Zeitung, 8. November 2010, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  68. Josef Schunder und Konstantin Schwarz: Da Vinci plötzlich auf der Kippe. Stuttgarter Nachrichten online, 10. Dezember 2010, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  69. Appell der 50 an DIE GRÜNEN „Farbe zu bekennen“. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, 14. März 2011, archiviert vom Original am 13. August 2011, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  70. Micha Brumlik, Hans Ulrich Gumbrecht, Ernst Ulrich von Weizsäcker: Expertencluster 'Die Dorotheenstraße 10 – Hotel Silber'. Stiftung Topographie des Terrors Gedenkstättenreferat, 17. Juni 2014, S. 2, abgerufen am 26. November 2014.
  71. Baugeschichte. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  72. Josef Schunder und Konstantin Schwarz: Da Vinci plötzlich auf der Kippe. Stuttgarter Nachrichten, 10. Dezember 2009, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  73. Pressemitteilung 29. April 2011 Das erste Ziel ist erreicht: Das Hotel Silber bleibt erhalten. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, 29. April 2011, archiviert vom Original, abgerufen am 30. Januar 2015.
  74. Thomas Borgmann: Das Hotel Silber soll erhalten bleiben. Stuttgarter Zeitung, 9. Mai 2011, abgerufen am 10. Januar 2015.
  75. Schreiben an Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Herr Winfried Kretschmann. Grüne Jugend Baden-Württemberg, 1. Juni 2012, archiviert vom Original, abgerufen am 31. Januar 2015: „Das 'Hotel Silber' ist ein authentischer Ort der Unmenschlichkeit und der Demokratie zugleich. Diese Ambivalenz des Ortes soll zum Leitthema der neuen Einrichtung werden. Hier sollen die Entwicklungsprozesse und Vernetzungen auf individueller, gesellschaftlicher und staatlicher Ebene vor, während und nach der NS-Zeit aufgezeigt und thematisiert werden.(Fünfter Absatz, erste Seite)...Da im Zuge der Koalitionsvereinbarungen der vollständige Erhalt des 'Hotel Silber' verabredet wurde, gilt es jetzt ein inhaltliches Konzept für die Gedenkstätte und das Dokumentationszentrum auszuarbeiten. Das Hotel Silber soll ein international beispielhaftes Zentrum werden. Deshalb befürworten wir die baldige Berufung einer national und international hochkarätig besetzte Expertenkommission durch die Landesregierung. Diese soll das Konzept im Dialog mit der Zivilgesellschaft, der Bürgerschaft und der Lande (Vorletzter Absatz)“
  76. Projekt Quartier am Karlsplatz in Stuttgart wird von Firma Breuninger fortgeführt. baden-wuerttemberg.de Landesregierung Baden-Württemberg, 20. Oktober 2011, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  77. a b Runder Tisch Erinnerungsort "Hotel Silber". baden-wuerttemberg.de Landesregierung Baden-Württemberg, 26. Juni 2012, abgerufen am 10. Januar 2015.
  78. a b Erinnerungsort „Hotel Silber“. baden-wuerttemberg.de Landesregierung Baden-Württemberg, 15. Mai 2013, abgerufen am 10. August 2014.
  79. Thomas Borgmann: Das Hotel Silber soll eine Stiftung werden. Stuttgarter Zeitung, 1. Oktober 2011, abgerufen am 10. Januar 2015 (Thomas Schnabel ist der Direktor des Hauses der Geschichte – die Stuttgarter Initiative ist die Initiative Hotel Silber).
  80. a b Thomas Faltin: Kuhn hat beim Hotel Silber noch fragen. Stuttgarter Zeitung, 4. April 2013, abgerufen am 10. Januar 2015.
  81. Konstantin Schwarz: Ehemaliges Hotel Silber Stuttgart will Miete für NS-Gedenkstätte nicht mitbezahlen. Stuttgarter Nachrichten, 23. Juli 2013, abgerufen am 10. Januar 2015.
  82. a b c d Thomas Faltin: Zwischen den Betreibern knirscht es. Stuttgarter Zeitung, 13. Oktober 2014, abgerufen am 10. Januar 2015 (Zitiert wird Thomas Schnabel, Direktor des Hauses der Geschichte – Jahresangabe bezieht sich auf das Jahr 2014).
  83. a b c d e f Konstantin Schwarz: Initiative für Hotel Silber fordert mehr Mitsprache. Stuttgarter Nachrichten, 30. Juli 2014, abgerufen am 10. August 2014.
  84. Jette Nagel: Virtuell das „Hotel Silber“ erkunden. Damals – Das Magazin für Geschichte - Konradin Medien GmbH, 24. Juli 2012, abgerufen am 9. Januar 2015.
  85. Das Projekt. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 10. August 2014.
  86. Wissenschaftsministerium wehrt sich gegen Kritik an Plänen. Stuttgarter Nachrichten, 25. September 2013, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  87. Stuttgarter Zeitung vom 27. Juli 2013: Hotel Silber: Kritik an verkleinerter Ausstellung. – Die Angabe 'drei Stockwerke' (inkl. Keller) bezieht sich nur auf den östlichen Gebäudeflügel.
  88. Thomas Faltin: Brücken in Gegenwart schlagen. Stuttgarter Zeitung, 20. Oktober 2012, abgerufen am 26. November 2014.
  89. Thomas Faltin: Finanzierung für Hotel Silber gesichert. Stuttgarter Zeitung, 7. Dezember 2012, abgerufen am 26. November 2014.
  90. Thomas Faltin: Das halbe Hotel Silber wird Gedenkort. Stuttgarter Zeitung, 27. Juli 2012, abgerufen am 31. Januar 2015: „das Haus der Geschichte hat im Etat vier Millionen Euro“
  91. Haus der Geschichte Baden-Württemberg. die InformationsGesellschaft mbH, 20. Oktober 2014, abgerufen am 31. Januar 2015: „hauseigenen Fördervereins“
  92. Thomas Faltin: Brücken in Gegenwart schlagen. Stuttgarter Zeitung, 20. Oktober 2014, abgerufen am 31. Januar 2015: „man hofft auf Synergieeffekte durch die gemeinsame Verwaltung mit dem Haus der Geschichte.“
  93. Rüdiger Soldt: Erinnerungen kosten Geld. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. März 2013, abgerufen am 12. Januar 2015 (Im Artikel der Stuttgarter Zeitung „Kuhn hat beim Hotel Silber noch fragen“ vom 4. April 2013 wird der Landesanteil erwähnt, er betrug 500.000 Euro für das Hotel Silber Projekt (siehe Quellenverzeichnis) - Die Landesförderung für Gedenkstätten im Jahr 2013 betrug 300.00 Euro; wird in beiden Quellen (Stuttgarter Zeitung und FAZ) genannt).
  94. Ellrich, S. 43 (siehe Literatur)
  95. S. oben Anm. 1
  96. Staatsarchiv Ludwigsburg, Verfahren gegen Gottfried Mauch. Vgl. Hermann G. Abmayr (Hg.): Stuttgarter NS-Täter. Vom Mitläufer bis zum Massenmörder. Wir haben nur unsere Pflicht getan für Volk und Vaterland, Stuttgart: Schmetterling Verlag 2009, S. 145.
  97. Die genannten Aufnahmen sind reproduziert im Aufsatz von Roland Ostertag: HOTEL SILBER – zum Thema. Gebäude und Stadt, in: Initiative für einen Gedenkort im ehemaligen Hotel Silber (Hg.): Tatort Dorotheenstraße, Stuttgart: Peter-Grohmann-Verlag 2009, S. 18–25, für die Zitate siehe ebd. S. 22 f. Die Aufrisszeichnung von 1946 für den Wiederaufbau in derselben Broschüre S. 30 f.
  98. Zu diesem und dem vorherigen Abschnitt vgl. Roland Ostertag: Aktennotiz vom 9. März 2009, in: Initiative für einen Gedenkort im ehemaligen Hotel Silber (Hg.): Tatort Dorotheenstraße, Stuttgart: Peter-Grohmann-Verlag 2009, S. 26 f., und die Seite "Baugeschichte" des Informationsportals "Hotel Silber. Virtueller Geschichtsort".
  99. Walter Nachtmann: Sie sind jedoch vergessen. Ein vergessenes Konzentrationslager mitten in Stuttgart. In: Stuttgart im Dritten Reich: Anpassung, Widerstand, Verfolgung, Stuttgart 1984. S. 566f.

48.7755879.181657Koordinaten: 48° 46′ 32″ N, 9° 10′ 54″ O