Husqvarna
| Husqvarna AB | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiebolag |
| ISIN | SE0001662230 |
| Gründung | 1689 |
| Sitz | Stockholm, Schweden |
| Leitung | Hans Linnarson (CEO)[1] |
| Mitarbeiter | 15.030 [2] |
| Umsatz | 34,074 Mrd SEK (2009) [2] |
| Branche | Geräte zur Garten- und Waldpflege |
| Website | www.husqvarnagroup.com |
Die Husqvarna AB ist heute ein schwedischer Hersteller von Geräten zur Garten- und Waldpflege, insbesondere Benzin-Kettensägen und Rasenmähern.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Unternehmensgeschichte begann 1689 mit der Herstellung von Musketen. Daher leitet sich auch das Logo ab: Es stellt einen Gewehrlauf dar, der von vorn betrachtet wird. Ab 1872 stellte Husqvarna auch Nähmaschinen und gusseiserne Haushaltsgeräte her.
Im Jahre 1877 wurde der Ingenieur Wilhelm Tham Direktor der Firma. Er erweiterte das Fertigungsspektrum erheblich: 1896 folgte das erste Fahrrad. Ab 1903 wurden Motorräder produziert. 1918 übernahm die Firma die Norrahammarer Stahlwerke und begann mit der Herstellung von Handrasenmähern und Kesseln. In den 1920er Jahren machte die Motorradabteilung mit einigen Weltrekorden auf sich aufmerksam. 1935 begann die Produktion von Leichtmotorrädern. Im und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Haushaltsgeräten. Dann nahm man die Fertigung von Sintermetallprodukten auf. 1959 stellte man die erste eigene Kettensäge und den ersten Mikrowellenherd her. 1977 schließlich wurde die Firma von der Electrolux-Gruppe übernommen, die die Elektro-Hausgerätesparte fortführt.
Am 21. Dezember 2006 hat Husqvarna den deutschen Gartengerätehersteller Gardena für 730 Millionen Euro vom bisherigen Eigner, der - ebenfalls schwedischen - Private-Equity-Gesellschaft Industri Kapital erworben.
Auf dem Firmengelände in Huskvarna befindet sich neben den ältesten erhaltenen Fabrikationsgebäuden auch ein Werksmuseum.
[Bearbeiten] Zeitweilige Produktionszweige
Die Produktpalette des traditionsreichen Unternehmens spiegelt in ihren Veränderungen die europäische Wirtschafts- und Technikentwicklung und die zunehmenden Konzentrationsprozesse auf der Produzentenseite.
Bereits in den 1960er Jahren begann das Unternehmen einzelne Abteilungen zu verkaufen.
1962 wurde von Monark die Produktion von Außenbordmotoren, Mopeds, Fahrräder und Fahrradnaben übernommen. Die Herstellung von Jagd- und andere Feuerwaffen ging 1970 an die Försvarets Fabriksverk. Eine Kleinstserienproduktion blieb jedoch bis 1989 im Stammwerk erhalten. 1987 wurde schließlich die Motorradfertigung an Cagiva verkauft, sie gehört heute als Husqvarna Motorcycles zu BMW.
Das Unternehmen verfügt über eine breite Produktpalette:
- Motorkettensägen
- Rasenmäher
- automatische Rasenroboter
- Nähmaschinen (Heute: Husqvarna Viking) mit Singer und Pfaff bei SVP Konzern
- Küchenherde
- Öfen
- Eismaschinen
- Gusstöpfe und -pfannen
- Bügeleisen
- Fleischverarbeitungsmaschinen
[Bearbeiten] Heutige Unternehmensstruktur
Die seit 1977 zur Electrolux-Gruppe gehörende Firma wurde 2006 vom Mutterkonzern abgespalten. Sie ist in über 100 Ländern mit Vertriebsrepräsentanten vertreten. Der Exportanteil liegt bei 95% (2004). Firmensitz ist Huskvarna/Schweden, wo etwa 1900 der weltweit 15.700 Mitarbeiter arbeiten. Der Jahresumsatz lag 2005 bei etwa 28,8 Mrd. schwedischen Kronen. CEO ist Hans Linnarson.[3].
Neben den eigentlichen Montagestätten verfügt Husqvarna über eine eigene Gießerei für Aluminium und Magnesium.
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Husqvarna Österreich
- Husqvarna Deutschland
- Husqvarna-Fabriksmuseum (deutsch, englisch, schwedisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Husqvarna AB: Pressemitteilung vom 02.12.2011. Abgerufen am 15. Februar 2012 (englisch).
- ↑ a b Husqvarna AB: Geschäftsbericht 2009. Abgerufen am 16. April 2010 (PDF, englisch).
- ↑ Vorstellung von Hans Linnarson auf der Website des Unternehmens, abgerufen am 3. März 2009