Husqvarna
| Husqvarna AB | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiebolag |
| ISIN | SE0001662230 |
| Gründung | 1689 |
| Sitz | Stockholm, Schweden |
| Leitung | Hans Linnarson (CEO)[1] |
| Mitarbeiter | 15.698 [2] |
| Umsatz | 30,357 Mrd. SEK (2011) [2] |
| Branche | Geräte zur Garten- und Waldpflege |
| Website | www.husqvarnagroup.com |
Husqvarna AB ist ein schwedischer Hersteller von Geräten zur Garten- und Waldpflege, insbesondere Benzin-Kettensägen und Rasenmähern.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Die Unternehmensgeschichte begann 1689 mit der Herstellung von Musketen. Daher leitet sich auch das Logo ab: Es stellt einen Gewehrlauf dar, der von vorn betrachtet wird. Ab 1872 stellte Husqvarna auch Nähmaschinen und gusseiserne Haushaltsgeräte her.
Im Jahr 1877 wurde der Ingenieur Wilhelm Tham Direktor der Firma. Er erweiterte das Fertigungsspektrum erheblich: 1896 folgte das erste Fahrrad. Ab 1903 wurden Motorräder produziert. 1918 übernahm die Firma die Norrahammarer Stahlwerke und begann mit der Herstellung von Handrasenmähern und Kesseln. In den 1920er Jahren machte die Motorradabteilung mit einigen Weltrekorden auf sich aufmerksam. 1935 begann die Produktion von Leichtmotorrädern. Im und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Haushaltsgeräten. Dann nahm man die Fertigung von Sintermetallprodukten auf. 1959 stellte man die erste eigene Kettensäge und den ersten Mikrowellenherd her. 1977 schließlich wurde die Firma von der Electrolux-Gruppe übernommen, die die Elektro-Hausgerätesparte fortführt.
Im Jahr 1999 erwarb Husqvarna den europäischen Geschäftsbereich des insolventen Geräteherstellers McCulloch.
Am 21. Dezember 2006 hat Husqvarna den deutschen Gartengerätehersteller Gardena für 730 Millionen Euro vom bisherigen Eigner, der – ebenfalls schwedischen – Private-Equity-Gesellschaft Industri Kapital erworben.
Im Jahr 2008 erwarb Husqvarna vom taiwanesischen Unternehmen Jenn Feng die Outdoor-Produkte Sparte und damit auch die Markenrechte an McCulloch auf dem nordamerikanischen Markt.[3]
Auf dem Firmengelände in Huskvarna befindet sich neben den ältesten erhaltenen Fabrikationsgebäuden auch ein Werksmuseum.
Zeitweilige Produktionszweige[Bearbeiten]
Die Produktpalette des traditionsreichen Unternehmens spiegelt in ihren Veränderungen die europäische Wirtschafts- und Technikentwicklung und die zunehmenden Konzentrationsprozesse auf der Produzentenseite.
1943 wurde ein Automobil mit drei Rädern entwickelt. Designer war Sixten Sason. Für den Antrieb sorgte ein luftgekühlter Zweitaktmotor, der über eine Kette das einzelne Hinterrad antrieb. Husqvarna sah von einer Markteinführung ab, als Saab nach dem Zweiten Weltkrieg den Saab 92 präsentierte.
Bereits in den 1960er Jahren begann das Unternehmen einzelne Abteilungen zu verkaufen.
1962 wurde von Monark die Produktion von Außenbordmotoren, Mopeds, Fahrräder und Fahrradnaben übernommen. Die Herstellung von Jagd- und andere Feuerwaffen ging 1970 an die Försvarets Fabriksverk. Eine Kleinstserienproduktion blieb jedoch bis 1989 im Stammwerk erhalten. 1987 wurde schließlich die Motorradfertigung an Cagiva verkauft, sie gehört heute als Husqvarna Motorcycles zur österreichischen Pierer Industrie AG (Eigentümer von KTM).
Das Unternehmen verfügt über eine breite Produktpalette:
- Motorkettensägen
- Rasenmäher
- automatische Rasenroboter
- Nähmaschinen (Heute: Husqvarna Viking) mit Singer und Pfaff bei SVP Konzern
- Küchenherde
- Öfen
- Eismaschinen
- Gusstöpfe und -pfannen
- Bügeleisen
- Fleischverarbeitungsmaschinen
Heutige Unternehmensstruktur[Bearbeiten]
Die seit 1977 zur Electrolux-Gruppe gehörende Firma wurde 2006 vom Mutterkonzern abgespalten. Sie ist in über 100 Ländern mit Vertriebsrepräsentanten vertreten. Der Exportanteil liegt bei 95 Prozent (2004). Firmensitz ist Huskvarna/Schweden, wo etwa 1900 der weltweit 15.700 Mitarbeiter arbeiten. Der Jahresumsatz lag 2011 bei etwa 30 Milliarden schwedischen Kronen.[4] CEO ist Hans Linnarson.[5].
Neben den eigentlichen Montagestätten verfügt Husqvarna über eine eigene Gießerei für Aluminium und Magnesium.
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur (für die Automobilproduktion)[Bearbeiten]
- Harald Linz und Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag GmbH, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8
- Nick Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile, Volume 2 G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1 (englisch)
Weblinks[Bearbeiten]
- Husqvarna Österreich
- Husqvarna Deutschland
- Husqvarna-Fabriksmuseum (deutsch, englisch, schwedisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Husqvarna AB: Pressemitteilung vom 2. Dezember 2011. Abgerufen am 15. Februar 2012 (englisch).
- ↑ a b Husqvarna AB: Geschäftsbericht 2011. Abgerufen am 28. Dezember 2012 (PDF; 7,4 MB, englisch).
- ↑ [1]
- ↑ Geschäftsbericht 2011 (PDF; 7,4 MB), abgerufen am 28. Dezember 2012
- ↑ Vorstellung von Hans Linnarson auf der Website des Unternehmens, abgerufen am 3. März 2009
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