ISO 22000

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Logo des Deutschen Instituts für Normung DIN EN ISO 22000
Bereich Qualitätsmanagement
Titel Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit – Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette
Letzte Ausgabe 2005-11 mit Berichtigung 2006-07
ISO 22000

Die internationale Norm ISO 22000 soll als weltweit gültiges Managementsystem für Lebensmittelsicherheit die Standardflut minimieren. Diese Norm wurde am 30. September 2005 in Kraft gesetzt, gleichzeitig ist sie mit Ausgabedatum 1. September 2005 als Europäische Norm EN ISO 22000 erschienen und hat im Februar 2006 in der ISO-Version eine kleine Korrektur erfahren.

Privatwirtschaftliche Standards ähnlichen Inhalts sind z. B. IFS (International Food Standard) des deutschen und französischen Einzelhandelsverbands, BRC des British Retail Consortiums, Q&S, GlobalGAP, EFSIS, etc. Alle Standards und Normen fordern neben dem auch gesetzlich vorgeschriebenen HACCP-Konzept (vgl. VO(EG)852/2004 ff. (EU-Hygienepaket) auch ein Qualitätsmanagementsystem ähnlich der ISO 9001:2008. Die ISO 22000:2005 baut auf der ISO 9001 auf und ergänzt diese im Hinblick auf HACCP und zusammenhängende Forderungen. Die Norm lässt größere Spielräume als die Standards der Handelsverbände, die z. T. ausgesprochen direkte (also bspw. auf einzelne Einrichtungsgegenstände) Forderungen stellen. Im Gegenzug ist die ISO 22000 auch auf andere Unternehmen, die an der Lebensmittelkette beteiligt sind, anwendbar (bspw. Schädlingsbekämpfer, Hersteller von Zusatzstoffen u. a.). Als ISO-Norm ist sie weltweit anwendbar, während die Forderungen der Handelsverbände eher regionale Bedeutung haben.

Mit dem Ausgabedatum November 2005 ist die Norm auch als deutsche nationale DIN-Norm DIN EN ISO 22000 herausgegeben worden, sie erfuhr im Juli 2006 eine kleine Änderung und ist auch im DIN-Taschenbuch 280/1 abgedruckt; im November 2005 ist beim DIN eine englische Übersetzung erschienen. Die nationale österreichische Ausgabe ÖNORM EN ISO 22000 ist im November 2005 erschienen wie auch die dreisprachige schweizerische Norm SN EN ISO 22000, zu der dann im Juni 2006 eine Ergänzung herauskam.

Zertifizierung[Bearbeiten]

Die Zertifizierung erfolgt durch akkreditierte Zertifizierer, z. B. in Deutschland durch DQS oder TÜV. Das bedeutet, dass eine dritte Stelle formal darlegt, dass eine Konformitätsbewertungsstelle die Kompetenz besitzt, bestimmte Konformitätsbewertungsaufgaben durchzuführen. Nach Angaben der International Organization for Standardization (ISO) wurden bis Ende 2009 8206 Zertifikate basierend auf dem Regelwerk ISO 22001 international in 82 Ländern erteilt.[1]

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The ISO Survey of certifications 2009, 18. Ausgabe (2010), ISBN 978-92-67-10535-2.