Induktives Löten

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Beim Induktiven Löten wird der elektromagnetische Induktionseffekt zur Wärmeerzeugung genutzt. Es wird ein im Wechselstromkreis befindlicher Induktor so angebracht, dass er die Bauteile umschließt. Der Induktor kann durch eine geschickte Formgebung gezielt nur die Lötstelle erhitzen. Das sich verändernde elektrische Feld erzeugt in den Bauteilen ein wechselndes Magnetfeld, welches wiederum durch ein elektrisches Wirbelfeld in den Bauteilen die zum Löten notwendige Wärme erzeugt.

Induktives Löten wird hauptsächlich eingesetzt, wenn eine schlechte Zugänglichkeit herrscht und eine hohe Reproduzierbarkeit gefordert ist. Und vor allem ist induktives Löten sehr einfach zu automatisieren und dementsprechend attraktiv für die Serienfertigung.

Einsatz beim Löten von Metallen[Bearbeiten]

Das Induktionslöten von Hartmetallen wird in der Produktion von Zerspanungswerkzeugen eingesetzt. Die induktive Erwärmung zum Auflöten von Hartmetallen, PKD- oder PCBN-Materialien hat den Vorteil, dass der Träger (Grundkörper) von allen Seiten gleichmäßig erwärmt wird. Dadurch entstehen keine mechanischen Spannungen zwischen den zu verbindenden Elementen, wodurch die Gefahr von Rissbildungen reduziert wird. Dies stellt eine deutliche Qualitätsverbesserung der Lötstelle dar.

Ausschluss im Bereich der Elektronikproduktion[Bearbeiten]

Zum Löten von elektrischen Baugruppen ist dieses Verfahren meist nicht oder nur bedingt tauglich. Durch das magnetische Wechselfeld werden auf der Baugruppe elektrische Spannungen induziert. In ungünstigen Fällen können diese Spannungen so groß sein, dass hierdurch elektronische Bauelemente beschädigt werden können.

Weblinks[Bearbeiten]