Jean de Villiers

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Dieser Artikel beschreibt den Großmeister des Johanniterordens; der gleichnamige Rugbyspieler ist unter Jean de Villiers (Rugbyspieler) zu finden.
Jean de Villiers
Kupferstich um 1725
Großmeisterwappen Jeans de Villiers

Fra' Jean de Villiers, auch Johannes von Villiers, Ioannes Villiersius, Iohannes de Villers († 1294 auf Zypern) war von 1284/85 bis zu seinem Tod der 22. Großmeister des Johanniterordens.

Jean stammte aus der vornehmen De Villiers-Familie aus der Gegend von Beauvais in der Picardie.

Der Orden hatte bereits 1271 die Festungen Krak des Chevaliers und 1285 Margat verloren und daraufhin sein Hauptquartier in die Stadt Akkon verlegt, das letzte Kreuzfahrer-Bollwerk in Palästina.

1291 wurde Akkon von den Truppen des ägyptischen Mamluken unter ihrem Sultan al-Asraf Chalil belagert. Jean kommandierte während der Belagerung die Truppen des Ordens. Nach siebenwöchiger Belagerung fiel die Stadt am 18. Mai 1291. Jean wurde an jenem Tag schwer verwundet, doch es gelang ihm und einigen Ordensmitgliedern, auf einem Schiff zu entkommen. Stark dezimiert ließen sich die Ordensritter auf Zypern, in der Nähe von Limassol nieder.

Auf seinem Krankenbett in Zypern schrieb er an den späteren Großmeister Wilhelm von Villaret (seinerzeit Prior von St. Gilles) und beschrieb den Fall von Akkon.

Jean begann damit, das neue Hauptquartier des Ordens auf Zypern zu befestigen, und förderte den Ausbau der ordenseigenen Flotte. Er starb 1294, zu seinem Nachfolger wurde Odon de Pins gewählt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Nicolas Lorgne Großmeister des Johanniterordens
1284–1294
Odon de Pins