Jinsha

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der archäologischen Stätte und dem Straßenviertel Jinsha in Chengdu, Provinz Sichuan. Für den Kreis Jinsha (金沙县) im Regierungsbezirk Bijie der Provinz Guizhou, siehe Jinsha; für die Gemeinde Jinsha (金沙乡) der Stadt Huadian, Provinz Jilin, siehe Jinsha (Huadian).
Übersicht über die Ausgrabungsstätte

Jinsha (chinesisch 金沙) ist der Name einer archäologischen Fundstätte in China. Das heutige Straßenviertel Jinsha (金沙街道) ist aus dem Dorf Jinsha (金沙村) der ehemaligen Gemeinde Supo (苏坡乡) hervorgegangen, die 2004 aufgelöst und in mehrere Straßenviertel umgewandelt wurde. Jinsha liegt im Westen des Stadtbezirks Qingyang (青羊区) von Chengdu, der Provinzhauptstadt von Sichuan. Die Stätte wurde im Februar 2001 zufällig bei Straßenbauarbeiten entdeckt. Sie ist rund 50 km von Sanxingdui entfernt und wird ungefähr auf die Zeit 1000 v. Chr. datiert. Die ausgegrabenen Objekte zeigen die gleichen Charakteristika wie die von Sanxingdui. Artefakte aus Elfenbein, Jade, Bronze, Gold und Stein kamen ans Tageslicht. Im Unterschied zu Sanxingdui war die Stätte von keiner Mauer umgeben.

Die Stätte steht seit 2006 auf der Denkmalliste der Volksrepublik China.

Beim Besuch im März 2008, kurz vor dem schrecklichen Erdbeben, war das zu 2/3 im Erdboden versenkte hervorragende Museum mit über 30.000 m² Ausstellungsfläche bereits vorbildlich eingerichtet. Alle wichtigen Funde können dort auf drei Etagen besichtigt werden. Das gesamte Grabungsgebiet wurde als Volkspark deklariert.

Die zentrale eigentliche Grabungsstätte ist mit einem Dach ähnlich dem Dach des Münchner Olympiastadion abgesichert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jinsha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

30.683436104.010911Koordinaten: 30° 41′ 0″ N, 104° 0′ 39″ O