Kampf von Pinjarra

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Der Kampf von Pinjarra, auch Massaker von Pinjarra genannt, fand am 28. Oktober 1834 in Pinjarra, Western Australia statt. Dabei tötete eine berittene Polizeitruppe unter Leitung von Gouverneur James Stirling 15 bis 30 Aborigines vom Stamm der Aborigines der Pinjarup (Noongar).

Vorausgegangen war dem Ereignis ein Vorfall vom 24. Juli 1834: Zwei Weiße, ein Soldat und ein Ex-Soldat, wurden von den Aborigines in einen Hinterhalt gelockt, wobei ein Soldat getötet wurde und der andere „mit drei Speeren, die in seinem Rücken steckten", flüchten konnte. Eine erste Suche nach den Tätern blieb erfolglos. Daraufhin stellte Stirling eine Gruppe von 25 berittenen Polizisten zusammen. Als das Camp der Noongar an einem Fluss gefunden wurde, sandte Stirling einen Trupp von fünf Polizisten direkt zum Camp, in dem sich etwa 70 Aborigines befanden, während sich die restlichen Polizisten verteilten, um das Camp von verschiedenen Seiten anzugreifen. Von den ersten fünf Polizisten, die das Camp erreichten, verloren drei ihre Pferde in der Auseinandersetzung, einer starb. Die Pinjarup flüchteten zunächst nicht, sondern kämpften. Als sie ihre Unterlegenheit erkannten, sprangen sie in den Fluss und tauchten ab, als sie wieder zum Luftholen auftauchten, erschossen sie die Polizisten.

Der Kampf von Pinjarra, wie er zunächst in die Geschichte einging, wird heutzutage als Massaker bezeichnet, da Unbeteiligte, unter ihnen Kinder, zu Tode kamen.

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Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]