Kibbel-Kabbel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kibbel-Kabbel ist ein mit dem Cricket und Guli Danda verwandtes Geschicklichkeitsspiel.

Gespielt wird mit dem Kibbel, einem etwa 10 cm langen beidseitig angespitzten Rundholz, das mit dem Kabbel, einem Stock, möglichst weit weggeschleudert oder geschlagen werden muss. In Deutschland war das Spiel vor allem im Norden populär, in den USA wurde es als Peewee gespielt.

Material[Bearbeiten]

Zu diesem Spiel benötigt man ein etwa 10 cm langes rundes Holz mit einem Durchmesser von etwa 2,5 cm als Kibbel, das an seinen Enden kegelförmig angespitzt ist, und einen etwa 60-70 cm langen Stock als Kabbel. Außerdem ist eine kleine, etwa 15–20 cm lange, 3–4 cm breite und tiefe V-förmige Kuhle als Mal in festem Erdboden anzulegen.

Regeln[Bearbeiten]

Beim Spiel werden neben Geschicklichkeit unbewusst auch Rechnen (Addieren und Multiplizieren, gelegentlich auch Subtrahieren) eingeübt. Der Spieler ist drinnen, der Fänger draußen. Vor dem Spiel werden Regeln festgelegt, unter anderem, wer als Spieler anfängt, und dass gewinnt, wer zuerst 500 oder 1.000 Punkte erreicht.

Zur Ausführung des Spieles ist der Kibbel quer über das Mal zu legen und vom Spieler mit dem Stock, dem Kabbel, möglichst weit und so herauszuschleudern, dass der Kibbel vom Fänger nicht gefangen wird.

Von dort, wo der Kibbel liegen bleibt oder gefangen worden ist, ist nun der quer über der Kuhle liegende Kabbel vom Fänger abzuwerfen, das heißt zu treffen, denn dann wird gewechselt. Ist der Kabbel nicht getroffen worden, hat der Spieler drei Möglichkeiten, den Kibbel von dort, wo er beim Abwerfen liegengeblieben ist, möglichst weit von der Kuhle wegzuschlagen, denn die Schrittzahl zum Mal zurück zählt Punkte. Dazu muss er durch Schlagen auf die angespitzten Enden des Kibbels versuchen, diesen zum Hochspringen zu bringen und ihn dann mit dem Kabbel wegzuschlagen. Gelingt ihm, den Kibbel vor dem Wegschlagen zwei- oder dreimal mit dem Kabbel hochzuschlagen (also in der Luft zu halten), wird die Schrittzahl verdoppelt oder verdreifacht. Ist ihm bei den drei Möglichkeiten noch einmal so ein Doppel gelungen, dann zählt die Schrittzahl vierfach als Punkte usw. Ist der Kibbel bei den drei Möglichkeiten nicht hochgesprungen oder nicht getroffen worden, wird gewechselt.

Wertung[Bearbeiten]

Der Fänger muss versuchen, den aus dem Mal herausgeschleuderten Kibbel zu fangen, wobei er je nach Abmachung Punkte machen kann – zum Beispiel durch einen Fang mit beiden Händen 25, mit rechter Hand 50, mit linker 100 Punkte. Wer den Kibbel mit dem Mund fängt, bekommt 250 Punkte, mit dem Auge sogar 450 Punkte.

Je nach Abmachung wird der geglückte Fang noch dadurch belohnt, dass der Fänger vor dem Abwerfen drei Schritte oder Sprünge zum Mal hin machen darf. Zudem können durch ein Schiffchen 50 Punkte gewonnen werden, dabei muss der Kibbel beim Abwerfen längs im Mal liegen bleiben.

Varianten[Bearbeiten]

Statt der Einzelspieler lässt sich das Spiel auch mit zwei Mannschaften betreiben, wobei beim Abwurf der nächste Spieler der drinnen-Mannschaft an die Reihe kommt. Erst wenn der letzte dieser Mannschaft abgeworfen ist, wechseln Spieler und Fänger.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Weblinks[Bearbeiten]