Kinder des Zorns

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Filmdaten
Deutscher Titel Kinder des Zorns
Originaltitel Children of the Corn
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe FSK 18 (indiziert)
Stab
Regie Fritz Kiersch
Drehbuch George Goldsmith
Produktion Donald P. Borchers
Terence Kirby
Musik Jonathan Elias
Kamera Raoul Lomas
Schnitt Harry Keramidas
Besetzung

Kinder des Zorns ist ein US-amerikanischer Horrorfilm, der 1984 in die Kinos kam. Der Film basiert auf der Kurzgeschichte Kinder des Mais (Children of the Corn) von Stephen King, welche 1977 erstmals im Penthouse veröffentlicht wurde und später u. a. in der Sammlung Nachtschicht erschien. Der Film zog sieben Fortsetzungen nach sich. 2009 folgte eine Neuverfilmung als Fernsehproduktion unter dem Titel Children of the Corn.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Das junge Paar Burt und Vicky ist in seinem Auto unterwegs, irgendwo in den Weiten Nebraskas, als sie plötzlich einen Jungen überfahren. Dieser jedoch wurde bereits tot auf die Straße geworfen. Sie packen den Leichnam in den Kofferraum und wollen ihn in die nächstgelegene Stadt bringen, um diesen den Behörden zu übergeben. Sie erreichen Gatlin, eine anscheinend völlig ausgestorbene Stadt. Beide müssen feststellen, dass alle erwachsenen Bewohner von den Kindern getötet wurden, die einem blutigen Kult nachgehen.

Angeführt von Isaak und seiner rechten Hand, Malachai, bringen die Kinder alle Erwachsenen um, die der Stadt zu nahe kommen. Jeder der Gemeinschaft muss sich an seinem neunzehnten Geburtstag „Ihm, der hinter den Reihen geht“ opfern, was allerdings als „zu Ihm gehen“ bezeichnet wird. Die Geschwister Job und Sarah gehören zu den wenigen Kindern, die noch nicht dem Massenwahn verfallen sind. Sarah hat „das zweite Gesicht“ (the sight); sie sieht die Zukunft und malt diese in Bildern. Da dies Isaak hilft, Gefahren zu erkennen, lässt er die beiden in Ruhe spielen und Musik hören, was normalerweise verboten ist.

Burt und Vicky finden die beiden Kinder und gewinnen ihr Vertrauen. Kurz danach wird Vicky entführt und ins Maisfeld gebracht, um geopfert zu werden. Burt gelingt es jedoch, Vicky zu befreien. Malachai hat inzwischen die Macht an sich gebracht und Isaak als Opfer an eines der Kreuze gebracht, da er ihn für „zu schwach“ als Anführer hält. „Er, der hinter den Reihen geht“ holt sich Isaak, welcher wiederum nach einiger Zeit kurz zurückkehrt, um auch Malachai „zu Ihm“ zu bringen.

Burt und Vicky fliehen mit Job und Sarah und einigen anderen jüngeren Kindern in eine Scheune, um sich vor dem aufkommenden Unwetter zu schützen. Job hat eine Bibelseite, in der eine Stelle aus der Offenbarung markiert ist. Hier steht, dass man den Dämon mit Feuer besiegen kann. Burt und Job gelingt es, das Maisfeld mit Kerosin zu tränken und es anzuzünden, was letztendlich „Ihn, der hinter den Reihen geht“ vernichtet.

Der Film endet damit, dass Burt und Vicky weiter nach Seattle fahren und die beiden Kinder für zunächst eine Woche zu sich nehmen wollen.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei ein „Horrorfilm, der im Mantel einer Studie über Sektenunwesen und jugendliche Verführbarkeit Barbarismen und groben Nervenkitzel aneinanderreiht.“[2]

Die Zeitschrift Cinema schrieb, der als „B-Horror“ bezeichnete Film sei „völlig mißratener Horrorschund“.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Fritz Kiersch erhielt im Jahr 1984 einen Preis des Festival International du Film Fantastique, de Science-Fiction et Thriller de Bruxelles und wurde 1985 für den Großen Preis des Avoriaz Fantastic Film Festivals nominiert. Robby Kiger und Anne Marie McEvoy wurden 1985 für den Young Artist Award nominiert.

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Film wurde in Sioux City und in einigen anderen Orten in Iowa sowie in Kalifornien (einige Straßenszenen) gedreht.[4] Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 3 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 14,6 Millionen US-Dollar ein.[5] Der deutsche Titel des Films ist ein Falscher Freund; Children of the Corn müsste korrekt als Kinder des Maises übersetzt werden, womit auf das im Film eine tragende Rolle spielende Maisfeld Bezug genommen wird.

Es wurden fast alle Fortsetzungen direkt auf Video bzw. DVD veröffentlicht, lediglich der zweite Teil spielte in den Kinos der USA fast 7 Millionen US-Dollar ein.[6]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stephen King: Kinder des Mais (Originaltitel: Children of the Corn). In: Nachtschicht. Erzählungen vom „Meister des Horrors“. (Originaltitel: Night Shift). Vollständige Taschenbuchausgabe. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2007, 447 S., ISBN 978-3-404-77173-8 oder ISBN 3-404-77173-7.
  • Das große Stephen-King-Film-Buch. Carrie, Shining, Cujo, Dead zone, Talisman, Kinder des Zorns, Cat’s eye, Die unheimlich verrückte Geisterstunde, Feuerteufel, Brennen muss Salem, Trucks, Silver bullet. Bastei-Verlag Lübbe, Bergisch Gladbach 1986, 283 S., ISBN 3-404-28144-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. imdb.com, abgerufen am 2. März 2009.
  2. Kinder des Zorns im Lexikon des Internationalen Films
  3. Cinema, abgerufen am 21. Oktober 2008.
  4. Filming locations for Children of the Corn, abgerufen am 21. Oktober 2008
  5. Box office / business for Children of the Corn, abgerufen am 21. Oktober 2008
  6. Box office / business for Children of the Corn II: The Final Sacrifice, abgerufen am 21. Oktober 2008