Klarsichthülle

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Klarsichthülle, die hier gezeigte Lochung ist in D-A-CH nur wenig bis nicht gebräuchlich (s. Text).

Eine Klarsichthülle ist eine in der Regel aus Kunststofffolie („Klarsichtfolie“) hergestellte, zwei- oder dreiseitig geschlossene Tasche zum Schutz von Dokumenten. Gebräuchliche Formen sind zweiseitig geschlossene Hüllen ohne Heftrand und dreiseitig geschlossene mit Heftrand zur Verwendung in Aktenordnern. Letztere ist überwiegend als Prospekthülle, die ungelochte Version als Akten- oder Sichthülle bekannt.

Prospekthüllen sind mit unterschiedlichen Lochungen (wie 4-Loch oder 11-Loch) versehen, sodass sie nicht nur in Ordner und Schnellhefter mit zwei Aufreihstiften bzw. Aufreihbändern abgelegt werden können, sondern unter anderem auch in Prospektalben mit Mehrring-Mechaniken. Darüber hinaus gibt es Sichtbücher für unterschiedlich umfangreiche Inhalte, in denen Klarsichthüllen im Rücken fest verschweißt sind.

Hergestellt werden sie aus durchsichtigen, klaren oder gefärbten Folien aus PVC oder PP. PP-Hüllen sind dokumentenecht, enthaltene Tonerkopien oder -drucke werden nicht durch Weichmacher im Material beeinträchtigt. Die verwendeten Materialien sind genarbt (meist für PP-Hüllen) oder glatt, letztere leicht milchig oder glasklar. Die Standard-Folienstärken liegen im Bereich von 40 µm (geringe Beanspruchbarkeit) bis 200 µm (für hohe Anforderungen).

Klarsichthüllen werden für die gängigen DIN-/ISO 216-Papierformate (vor allem A4, seltener A2, A3 und A5) aber auch in Sonderabmessungen (für Kleinbild-Negativstreifen, Fotos, Visitenkarten oder CDs) angeboten. Lochungen orientieren sich am ISO 838 Standard (und dessen als "888" bekannte vierlöchrige Erweiterung).

Auch für den Gebrauch außer Haus werden Klarsichthüllen hergestellt, die als Schutz gegen Witterungseinflüsse (Regen, Feuchtigkeit) und Schmutz dienen. Solche Hüllen werden etwa für Landkarten verwendet, aber auch für mobile Datenerfassungs- und Kommunikationsgeräte.