klik

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Software-Nutzungssystem. Für weitere Bedeutungen siehe Klik (Begriffsklärung).
klik
klik-Logo
mit klik wird eine Anwendung "installiert"
klik-Installation einer Anwendung
Basisdaten
Maintainer Simon Peter
Aktuelle Version 0.5r9
(7. Juni 2006)
Kategorie Installationssystem
Lizenz GPL (client)
klik.atekon.de (archiviert 2007)

klik ist ein System zur Nutzung oder Installation von Software auf Linux-Systemen. Es stellt eine distributionsübergreifende Alternative zu den zentral verwalteten Paketmanagersystemen der Linux-Distributionen dar.[1] klik wurde inzwischen durch das Nachfolgeprojekt PortableLinuxApps mit vergleichbaren Zielen ersetzt.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten]

klik-Applikationen kommen ohne tiefgreifende Installation auf dem System aus, sie können sogar direkt direkt von CD-ROM oder vom USB-Stick portabel benutzt werden.

Da klik-Applikationen, soweit möglich, alle verwendeten Programmbibliotheken mitführten, laufen diese auf allen verbreiteten Desktop-Distributionen wie Ubuntu, openSUSE, Fedora und Debian gleichermaßen ohne spezifische Anpassungen. Mit klik können Programme wie OpenOffice.org, Adobe Reader oder Skype in beliebigen Versionen verwendet werden, unabhängig oder parallel der Version die die Distribution selbst über ihr Repository vertreibt.

Verwenden[Bearbeiten]

Die Installation beziehungsweise das Starten von Programmen per klik erfordert keine root-Rechte. Lediglich anfangs zur Installation des klik-Clients sind diese vonnöten. Möchte man die jeweilige Applikation nicht mehr nutzen, muss nur die entsprechende .cmg-Datei gelöscht werden. Eine Deinstallation im herkömmlichen Sinn ist nicht notwendig.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Für jede Anwendung wurde nur eine einzige Datei mit der Endung .cmg benötigt. Diese stellt ein komprimiertes Dateisystem-Abbild dar, ähnlich einem ISO-Abbild. Die .cmg-Datei wird beim Start der eingebetteten Anwendung zeitweilig in das Dateisystem eingebunden (gemountet) und mittels eines Wrapper-Skripts gestartet. Auf diese Weise kann ein klik-Benutzer sogar verschiedene Versionen der gleichen Anwendung auf demselben System zur Verfügung haben. Die Datei enthält neben der eigentlichen Programmdatei auch alle nötigen Bibliotheken und andere Komponenten, von denen das Hauptprogramm abhängt.

Die cmg-Datei muss entweder direkt vom klik-Server heruntergeladen oder selbst erzeugt werden. Dazu stehen auf der klik-Homepage sogenannte „Rezepte“ zur Verfügungen. Diese laden automatisch alle benötigten Komponenten von den Seiten der Hersteller herunter und verpacken sie in eine cmg-Datei.

Entwicklung[Bearbeiten]

klik wurde seit 2004 vorwiegend von Simon Peter entwickelt, Anfang 2010 schlief die Entwicklung jedoch ein und die Projekthomepage war nicht mehr zu erreichen. Diese wurde inzwischen wieder online gestellt um als Referenz zu dienen. Der Hauptentwickler arbeitet nun an einem Nachfolgeprojekt namens PortableLinuxApps mit vergleichbaren Zielen.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Simon Peter: klik Presentation (englisch) klik.atekon.de. 2006. Abgerufen am 24. März 2012.
  2. a b Simon Peter: AppImageKit Documentation 1.0 (englisch, pdf; 38 kB) PortableLinuxApps.org. S. 2-3. 2010. Abgerufen am 29. Juli 2011: „The AppImage format has been created with specific objectives in mind: Be Simple [...], Maintain binary compatibility [...], Be distribution-agnostic [...], Remove the need for installation [...], Allow to put apps anywhere [...], Do not require recompilation [...], Keep base operating system untouched [...], Do not require root [...]