Kompetenzstufenentwicklung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Kompetenzstufenentwicklung ist ein Modell aus der Entwicklungspsychologie und beschreibt die Entwicklung vom inkompetenten zum kompetenten Individuum.

Die vier Stufen der Kompetenzentwicklung[Bearbeiten]

In der Psychologie überschneiden sich die Stufen der Kompetenzentwicklung, die durch psychologische Maßstäbe beeinflusst werden, durch einen stetigen Wandel zwischen Inkompetenz und Kompetenz. Die Stufen werden in der folgenden Reihenfolge durchlaufen:

  1. Unbewusste Inkompetenz: Das Individuum versteht nicht, worum es geht oder weiß nicht, wie es bewirkt werden soll; ebenso erkennt es seine eigenen Defizite nicht oder hat ein Problem, sie zu erkennen. Für die Tendenz, die eigenen Defizite nicht zu erkennen, hat sich populärwissenschaftlich der Begriff Dunning-Kruger-Effekt eingebürgert.
  2. Bewusste Inkompetenz: Die Person versteht oder weiß nicht, wie sie etwas erreichen kann, kennt jedoch ihre Defizite, kümmert sich aber nicht darum.
  3. Bewusste Kompetenz: Die Person versteht oder weiß, wie sie die Dinge anpacken muss, um ein Ziel zu erreichen. Trotzdem erfordert das Zeigen des Könnens und Wissens eine hohe Konzentration und Bewusstheit.
  4. Unbewusste Kompetenz: Das Individuum hat soviel praktische Erfahrung mit seinen Fähigkeiten, dass sie ihm in Fleisch und Blut übergehen und jederzeit abgerufen werden können, oftmals ohne höhere Konzentration in Anspruch nehmen zu müssen. Diese Person kann ihre Fähigkeiten, da sie sich ihrer nicht bewusst ist, nicht problemlos weitervermitteln, wenn seit dem Erlernen ein längerer Zeitraum vergangen ist.

Kompetenzentwicklung und Intervention[Bearbeiten]

Die individuelle Entwicklung erfolgt in zwei Teilbereichen: Ausformung von Fähigkeiten und Fertigkeiten und Ausformung von Persönlichkeitsmerkmalen.

Die Ausformung von Fähigkeiten und Fertigkeiten bezeichnet dabei die Entwicklung kognitiver, psychomotorischer, motorischer, künstlerischer und musikalischer Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Die Ausformung von Persönlichkeitsmerkmalen (Beispiel: Introversion) bezeichnet die emotionale und soziale Reaktionsbereitschaft.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rolf Oerter, Leo Montada: Entwicklungspsychologie. Ein Lehrbuch, 5. Auflage, Oerter/Montada, Beltz Verlag, Weinheim, 2002, ISBN 3-621-27479-0

Weblinks[Bearbeiten]