Korab

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Dieser Artikel behandelt ein Gebirge im albanisch-mazedonischen Grenzgebiet. Nicht zu verwechseln damit ist der Berg Koráb in Tschechien; siehe auch Korab (Begriffsklärung).
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Mali i Korabit/Golem Korab
Die schroffe albanische Seite rund um den Gipfel der Maja e Korabit

Die schroffe albanische Seite rund um den Gipfel der Maja e Korabit

Höchster Gipfel Maja e Korabit (2764 m)
Lage Albanien, Mazedonien
Mali i Korabit/Golem Korab (Albanien)
Mali i Korabit/Golem Korab
Koordinaten 41° 47′ N, 20° 33′ O41.79111111111120.5477777777782764Koordinaten: 41° 47′ N, 20° 33′ O
Alter des Gesteins Paläozoikum
p1
p5

Der Korab (albanisch Mali i Korabit, mazedonisch Golem Korab/Голем Кораб) ist ein Gebirge im albanisch-mazedonischen Grenzgebiet. Die gleichnamige höchste Erhebung Maja e Korabit/Kobilino Pole (deutsch Korab-Spitze), ist mit 2764 m ü. A. der höchste Berg der beiden Länder. In Albanien findet sich auch die Bezeichnung Vargu Lindor (deutsch Ostkette), womit aber meist auch Berge weiter nördlich bezeichnet werden wie der Koritnik und die Gjallica.

Das Korab-Gebirge erstreckt sich über 40 Kilometer in nord-südlicher Richtung zwischen dem unteren Abschnitt des Schwarzen Drins und seinem Nebenfluss Radika. Es liegt rund um das Dreiländereck Albanien, Mazedonien und Kosovo südwestlich des Gebirges Šar Planina. Der Gebirgskamm, der durchgehend die albanische Grenze bildet, unterschreitet kaum je 2000 Meter. Das Tal des Drin im Westen liegt auf rund 400 Metern, das Bett der Radika auf ungefähr 1000 Metern.

Neben der Korab-Spitze gibt es noch einige andere, fast gleich hohe Erhebungen. Nördlich der Doppelspitze liegen zahlreiche weitere namenlose, fast gleich hohe Felstürme. Der rund zwei Kilometer südwestlich gelegene Gipfel Korab-Pforte (Maja Portat e Korabit/Mala Korapska Vrata) erreicht mit 2727 Metern auch fast die Höhe des Hauptgipfels. Wenige hundert Meter südlich davon liegt eine weitere Spitze (Maja e Moravës), die mit 2718 Metern nur wenig tiefer ist.

Das Wort Korab stammt ursprünglich aus dem Slawischen und kommt von einem vorchristlichen Gott des Meeres. Da sich der Gebirgskamm entlang der albanischen Ostgrenze zieht, wird in Albanien auch die Bezeichnung Vargu Lindor (Ostkette) verwendet. Darunter wird aber meist die ganze Gebirgskette am Ostufer des unteren Schwarzen Drin von rund 70 Kilometern Länge bis zum Koritnik bei Kukës verstanden. In der Literatur werden das Korab-Gebirge und die Šar Planina manchmal zu einem Gebirgszug, dem Šar-Korab-Massiv, vereint.

Während der Balkankriege verlief die Front durch die Region. Noch immer soll es Landminen im Korab-Gebirge geben. Im Grenzgebiet, das bis vor wenigen Jahren Schauplatz von Kämpfen zwischen der mazedonischen Armee und albanischen Separatisten war, sollen oft Schmuggler unterwegs sein.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Korab – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien