Lamberts winkeltreue Kegelprojektion

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Weltkarte in Labertscher Kegelprojektion

Lamberts winkeltreue Kegelprojektion (auch Lambert-Gaußsche winkeltreue Kegelprojektion) ist ein 1772 von Johann Heinrich Lambert entwickelter, vielfach verwendeter Kartennetzentwurf. Sie ist eine winkeltreue (d.h. konforme) Kegelprojektion in normaler Lage.

Mit Ausnahme des Berührkreise zwischen Kugel bzw. Ellipsoid und Kegel wird jeweils ein Paar von zwei Breitenkreisen, von denen der eine nördlich und der andere südlich des Berührkreises liegt, im gleichen Maßstab wiedergeben. Ein bestimmtes solches Paar von Breitenkreisen wird üblicherweise in der Legende der Karte als Standardparallelen bezeichnet und fungiert als Maßstab.

Gelegentlich wird Lamberts winkeltreue Kegelprojektion auch eine Schnittkegelprojektion genannt, was der unzutreffenden Vorstellung Vorschub leistet, der Kegel der Karte würde den Ellipsoiden in den Standardparallelen schneiden.

Einige Karten in der Luftfahrt sind Lambertkarten, so zum Beispiel die ICAO-VFR-Karte für Sichtflüge oder IFR-Karten für Instrumentenflüge in den mittleren Breiten. In der Seefahrt werden demgegenüber überwiegend Karten in Mercatorprojektion eingesetzt. Auch die Internationale Weltkarte setzt die lambertsche Projektion ein.